8 staunenswerte Schlittenhunderassen

Der schwarze Siberian Husky „Balto“ wurde als Leithund des letzten Schlittenhundegespanns im Serum Run to Nome 1925 weltberühmt und man stellte eine Statue von Balto nur 10 Monate nach dieser Heldentat im Central Park in der Mitte von New York auf. Wissenschaftler glauben, dass die Geschichte der Hundeschlittenfahrt bereits 3000 Jahre zählt. Die nördlichen Inuit-Stämme züchteten ursprünglich Hunde, um zwischen den Dörfern zu reisen. Später während des Goldrausches in Nordamerika transportierten diese Hunde das abgebaute Gold aus den Minen zu Siedlungen, die sonst nicht erreicht werden konnten. Die Hundeschlitten wurden auch für die Postzustellung sowie Grenzbewachung eingesetzt. In der letzten Zeit hat diese Transportart am Nord- und Südpol immer mehr Verwendung gefunden, weil die Schneemobile und andere Fahrzeuge für die Eisschichten zu schwer sind. Den Zeitraum von Ende 1800 bis Anfang 1900 bezeichnet man oft als „Ära der Schlittenhunde“.

Merkmale der Schlittenhunde
Das wichtigste Kriterium für die Wahl eines geeigneten Schlittenhundes sind seine Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Das Gewicht dieser Hunde kann zwischen 22 bis 32 kg liegen. Dank der Pfoten mit Schwimmhäuten und beieinander nahe liegenden Zehen können diese Hunde die Geschwindigkeit von etwa 45 Kilometern pro Stunde erreichen. Die Schlittenhunde werden gezüchtet, so dass sie sich in einem Rudel nicht zu aggressiv verhalten, lernfähig sind und eine Spur finden können. Da die Hunde fast 12.000 Kalorien an einem Tag beim Laufen verbrennen, soll hohes Fettgehalt in ihrer Ernährung vorhanden sein. Das dichte Doppelfell weist Schnee und Feuchtigkeit ab und schützt gegen den kalten Wind, die Unterwolle wirkt als Wärmeisolierung und hält die Körpertemperatur aufrecht.

Beste Schlittenhunderassen

Alaskan Husky


Der Zuchtzweck der Rasse bestand nicht ausschließlich darin, Schlitten zu ziehen. Daher wurden viele nordische Hunderassen bei der Züchtung verkreuzt. Das Fell ist dicht und wetterfest. Die Rüden wiegen zwischen 25 und 27 kg, die Hündinnen zwischen 22 und 25 kg. Ihr wichtigster Qualität besteht in hoher Geschwindigkeit. Trotz des liebenswerten Wesens schrecken diese Hunde vor keiner Gefahr zurück. Dies ist vor allem durch ihre wolfsähnlichen Charakterzüge zu erklären. Die Huskys passen sich leicht der neuen und sich verändernden Umgebung an. Sie sind dem Besitzer treu ergeben und suchen ständig nach Arbeit. Die Hunde können bis 1,8 m hochspringen. Sie sind begabte Jäger und haben auch einen ausgezeichneten Geruchs- und Sehsinn. Die Schwimmfähigkeiten sind durchschnittlich.

Alaskan Malamute


Er gehört zur Gruppe der Spitze. Die Rasse entstand im Nordwesten Alaskas beim Inuit-Stamm der Malamuten vor 2000 – 3000 Jahren und wurde als offizielle Hunderasse vom Staat Alaska im Jahr 2010 anerkannt. Diese Hunde kommen in einer breiten Variation der Größe und des Gewichts vor. Sie sind sehr unabhängig und sehr einfallsreich, weil das Überleben in harten Umweltbedingungen es erfordert. Die Selektion dieser in der Arktis heimischen Rasse erfolgte aber nicht nur aufgrund der Arbeitsfähigkeit, sondern auch aufgrund eines umgänglichesn und menschenfreundlichen Wesens. Dank ihrer Kraft und Ausdauer setzt man die Hunde in Expeditionen zum Transport schwerer Güter ein. Sie zeigen auch einen hohen Jagdtrieb und jagen hingebungsvoll kleinere Tiere.

Kanadischer Eskimohund


Die Rasse ist eine der ältesten und seltensten, derzeit vom Aussterben bedroht. Man kennt sie auch auch als kanadischen Husky, Eskimos Husky oder Kingmik. Diese Hunde wurden für harte Arbeit gezüchtet. Das Aussehen der Rüden und der Hündinnen unterscheidet sich deutlich. Die Hunde sind anhänglich, intelligent und sehr lernfähig. Ihre Wachsamkeit macht sie zum guten Wachhund. Sie haben auch einen sehr hohen Beutetrieb und werden in der Eisbärenjagd eingesetzt. Heutzutage werden sie verwendet, um Schlitten mit Touristen zu ziehen.

Grönlandhund


Es ist eine leistungsfähige Generation von Arbeitshunden. Die Rasse stammt von Hunden ab, die nach Grönland von den ersten Siedlern gebracht wurden. Aufgrund ihrer Geschichte und Gewohnheit, im Rudel zu leben, müssen diese Hunde mit Autorität und Vertrauen behandelt werden. Sie sind ungeheuer anhänglich und nehmen andere Hunde des Rudels sowie ihren Besitzer in Schutz. Ihre große körperliche Kraft und Ausdauer macht sie zu idealen Schlittenhunden. Die Hunde passen sich den härtesten Umgebungsbedingungen leicht an. Sie wurden von verschiedenen Polarforschern verwendet, um den Nord- und Südpol zu erforschen.

Wolfsspitz/Keeshond


Das ist ein mittelgroßer Hund deutscher Herkunft, eng mit der Familie der Spitze verwandt, und auch Holländischer Schifferspitz genannt. Er weist eine Ähnlichkeit mit dem Zwergspitz auf, ist sehr wachsam und gehorsam, leicht zu trainieren und hat schnelle Reflexe. Seine Fähigkeit, alles schnell zu lernen, führt auch dazu, dass er schlechte Gewohnheiten ungewollt aufschnappt; damit ist eine richtige Ausbildung von entscheidender Bedeutung. Die Hunde sind auch dermaßen anhänglich, dass sie ihren Besitzern wie ein Schatten folgen. Die Vierbeiner sind ausgezeichnete Wachhunde, dabei aber gar nicht aggressiv. Sie brauchen unternehmungslustige Menschen oder Hunde zu Spielkameraden, ohne gemeinsame Aktivitäten werden sie unglücklich und deprimiert.

Samojede


Samojeden wurden von dem Volksstamm der Nenzen (Samojeden) ursprünglich als Arbeits-, Schlitten-, Hüte- und Wachhunde verwendet. Sie werden auch Bjelkier genannt. Samojeden zeigen hohe Agilität und gute Hütefähigkeiten, weil sie ursprünglich Renntiere gehütet hatten. Der muskulöse Samojede von seinem Körperbau her sieht quadratisch-kompakt aus. Er hat einen breiten Schädel mit mäßigem Stop und kleinen, dreieckigen, weit auseinanderliegenden Stehohren, die an der Spitze abgerundet sind. Seine hoch angesetzte Rute trägt der Samojede über dem Rücken. Sein Wesen ist viel zu freundlich, so dass er einen guten Wachhund abgeben könnte. Wenigstens alarmiert er durchs Kläffen die Annäherung eines Fremden an sein Territorium. Die Hunde sind sehr aufmerksam, gehorsam und gut zu trainieren. Die Rasse ist für gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Hüftdysplasie, Retinopathie und Glomerulopathie anfällig.

Siberian Husky


Diese Rasse ist ein Nachkomme von Wölfen, was sich in einem Heulen statt dem Bellen zeigt. Das Wesen wird auch durch wolfsähnliche Charakterzüge geprägt. Die Hunde haben ein hohes Energieniveau und einen ausgeprägten Beutetrieb. Das rudelorientierte Verhalten äußert sich in dem Wunsch, in Aktivitäten von unternehmungslustigen Menschen oder Hunden einbezogen zu werden. Sie wollen frei herumlaufen und können durchaus entkommen; somit sind die regelmäßige Ausbildung und die Dominanz des Hundehalters unerlässlich. Aufgrund ihrer sanften Art nutzen die Tschuktschen die Hunde dazu, Kinder zu beaufsichtigen. Die Huskys sind schnelle Läufer und werden zum Schlittenziehen dank ihrer Schnelligkeit und Ausdauer verwendet.

Tamaskan


Diese Rasse kommt aus Finnland und stammt von dem sibirischen Husky und dem Alaskan Malamute ab. Die Tamaskan Hunde haben ein wolfsähnliches Aussehen. Sie sind sehr intelligent sowie gehorsam und schneiden deswegen sehr gut bei der Ausbildung ab. Ihr Bewegungsdrang ist ungemein hoch. Ein scharfer Geruchssinn in Verbindung mit ihrer Arbeitsfreude und Ausdauer machen sie zum idealen Such- und Rettungshund. Ungemein gern graben die Hunde Löcher. Ihre Vorgeschichte als Schlittenhunde bewirkt, dass sie hart an der Leine ziehen. Sie sind sehr gesellig und werden depressiv, wenn sie für längere Zeit allein bleiben. Dies führt zum destruktiven Verhalten.

Andere Schlittenhunde-Rassen

  • Chinook
  • Mackenzie River Husky
  • Sakhalin Husky
  • Seppala Siberian Schlittenhund
  • Utonagan Hunde

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.