Afrikanische Wildhunde

Afrikanische Wildhunde bewohnen vor allem die Ebenen und Wälder des Afrika südlich von Sahara, darunter die Nationalparks Hwange, Kruger, Gonarezhou, Moremi und Chobe. Ihr Lebensraum sind Savannen, Wiesen und Wälder, wo es öfters regnet.

Wesen

Afrikanische Wildhunde sind von Natur aus sehr sozial, leben und jagen in Rudeln. Wie Wölfe, teilen sie größere Beutetiere wie Antilopen unter sich. Ihr Verhalten ist ausgeprägt rudelorientiert; sie schützen die schwächsten und kranken Rudelgenossen.

Interessante Fakten

Afrikanische Wildhunde gehören zu Canidae (eine Familie innerhalb der Überfamilie der Hundeartigen), die auch Schakale, Füchse, Wölfe und domestizierte Hunde umfasst. Diese Hunde haben nur vier Zehen. Ihr großer Kopf und schnelle Art machen sie den Hyänen ähnlich.

Der wissenschaftliche Name Lycaon pictus bedeutet so viel wie „bunter Wolf“ und bezieht sich auf die Farben des Fells. Die schwarze Grundfarbe ist am ganzen Körper mit braunen, rötlichen, gelben und weißen Flecken durchsetzt. Die Hunde haben große abgerundete Ohren und ein scharfes Gehör.

Lange Beine und ein dünner Körper ermöglichen dem Hund, lange Strecken mit hoher Geschwindigkeit zu laufen. Die Kopfrumpflänge beträgt von 80 bis 110 cm, die Rute ist 35 cm lang und weiß an der Spitze. Rüden sind etwas größer als Hündinnen. Der Hund wiegt maximal 30 kg.

Diese Hunde führen Nomadenleben und jagen während des Tages. Sie haben einen Ruf, unermüdliche Läufer zu sein, und können Verfolgungsjagden über weite Strecken ohne Unterbrechung aufnehmen. Diese Hunde sind sehr erfolgreiche Jäger.

Die Hunde geben von sich einzigartige Klänge wie Jammern, Wimmern und sogar vogelähnliches Zwitschern, wenn sie einander begrüßen, oder oft johlende Laute, wenn ein anderer Rudelgenosse gesucht wird.

Ihre Welpen leben in einer Höhle bis zu zwei Monate lang nach der Geburt und werden von älteren Hunden bewacht.

Sie leben im Freien bis zu 10 Jahren, in Zoos bis zu 13 Jahren.

Diese Hunde werden als eine der am meisten gefährdeten fleischfressenden Arten betrachtet und als vom Aussterben bedroht vom Internationalen Naturschutzverein (IUCN) gekennzeichnet. Dieser Zustand erklärt sich dadurch, dass die Tiere einen schlechten Ruf als Killer-Hunde haben und häufig von Menschen getötet werden. Einige sterben aufgrund von verschiedenen Krankheiten wie Tollwut und Staupe; es betrifft nur Hunde, die in Nationalparks leben.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.