Anatolischer Hirtenhund

Geschichte

Der anatolische Hirtenhund begann seine Geschichte im alten Mesopotamien vor rund 6.000 Jahren, später kam er in die Türkei. Dort wurde das Tier überall von Nomaden für die Bewachung der Schafherde verwendet. Ein großer Hund mit einem kräftigen, muskulösen Körperbau erfüllte diese Aufgabe perfekt. Er wurde mehr für die Bewachung und den Schutz der Schafe, als zum Hüten der Herde verwendet.

Die Rüden sind 71 bis 76 cm, die Hündinnen 66 bis 71 cm am Widerrist hoch, das Gewicht liegt jeweils bei 45 bis 65 kg und 40 bis 60 kg. Das Doppelfell ist kurz und rau, länger am Hals und Schwanz, und weiß mit einem schwarzen Fleck an der Schnauze. Andere akzeptierten Farben sind weiß, gescheckt und gestromt. Die Ohren haben eine dreieckige Form und können kupiert werden. Der Schwanz ist hoch aufgerichtet und lang. Die Augen sind mittelgroß und mandelförmig. Ihre Farbe kann von dunkelbraun bis hell bernsteinfarben variieren. Die Augenränder sind schwarz, außer bei Hunden mit dem leberbraunen Fell. Dieser Hund ist sehr proportional und muskulös gebaut.

Wesen

Diese Rasse ist extrem unabhängig, was sich durch den ursprünglichen Zweck der Bewachung erklärt. Somit hat dieser Hund ein gewisses Eigenleben. Er braucht einen Besitzer, der sich konsequent als Chef geltend machen kann, sonst kann der Hund eine Menge Probleme bereiten. Eine intensive Sozialisation im frühen Alter ist nötig, damit das Tier kameradschaftlich mit Menschen und anderen Tieren umgehen könnte. Obwohl er intelligent und lernfähig ist, kann sich das Training ein wenig problematisch erweisen. Daher ist es wichtig, dem Hund als erstes den Gehorsam beizubringen.

Gesundheit und Pflege

Diese Rasse ist für Hypothyreose und Entropium anfällig. Sie hat auch die Empfindlichkeit auf die Anästhesie. Die Hüftdysplasie tritt bei dieser Rasse nicht so häufig auf. Der Hund braucht eine längere Zeit im Vergleich zu anderen Rassen, um seine Immunität zu entwickeln. Die Lebenserwartung beträgt 12 bis 15 Jahre.

Der Hund ist für die Haltung in der Wohnung nicht geeignet und sollte zumindest einen kleinen Garten haben, um freilaufen zu können. Außerdem sind tägliche lange Spaziergänge notwendig; zu Hause wird ihm schnell langweilig. Er braucht immer eine Beschäftigung. Ein Zaun mit der Mindesthöhe 1,5 Meter hält den Hund von Fremden fern, weil diese Rasse höchst misstrauisch gegenüber ihnen ist.

Diese Rasse braucht nicht viel Pflege außer der Zeit des Fellwechsels zweimal im Jahr. Nur dann haart der Hund stark. Ansonsten benötigt das Fell minimale Pflege.

Der anatolische Hirtenhund ist ein ausgezeichneter Wächter, der viel Wert auf den Schutz seines Hauses legt. Allerdings erfordern seine Sozialisation und Ausbildung zum Gehorsam manche Bemühungen, um aus ihm ein gutes Haustier zu machen. Man kann sich für diesen Hund nur dann entscheiden, wenn ihm genügend Zeit gewidmet werden kann.

Ein Kommentar

  1. Die Hunde sind sehr sensibel. Mit Geduld und Konsquenz hat hat man einen tollen Hund.
    Man muss die Rudelführung klar definieren. Egal ob männlich oder weiblich.
    Er benötigt viel Zeit /Platz und Auslauf. Auf keinen Fall sollte er in einer Wohnung gehalten werden.
    Läuft gerne herum.
    Das Gewicht sollte man nicht unterschätzen, 50 Kg+ muss man halten können.
    In manchen Bundesländern Listenhunde- Bitte beachten! Kosten für Futter und auch Transport mit Auto sind hoch.
    Bitte erst in den Tierheimen ein Bild von den Tieren machen und keinen „süßen“ Welpen kaufen.
    Es sind schöne aber eingenwillige Hunde, keine Anfängerhunde.

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