Apfelöpfiger Chihuahua

Die Rasse wurde nach dem mexikanischen Bundesstaat Chihuahua genannt, wo diese Hunde von den europäischen Einwanderern entdeckt worden waren. Eine Theorie besagt, dass Chihuahuas Nachkommen der Techichi, Begleithunde von Tolteken, einer uralten Zivilisation in Mexiko waren. Chihuahuas gehören zu der kleinsten Hunderasse der Welt. Innerhalb der Rasse unterscheiden sie sich erstens aufgrund des kurzhaarigen und des langhaarigen Fells und zweitens durch die Kopfform, die entweder einem Apfel oder einem Rehkopf ähnelt.

Die Richtlinien vom AKC  erkennen nur Chihuahuas mit der Apfelkopf-Form an. Diese Hunde sind daran leicht zu erkennen – an einen großen Apfelkopf und einem Fang, der zugespitzt ist, sowie an den im Winkel von 45° abstehenden Fledermausohren. Der Kopf hat im Welpenalter einen elastischen Fleck im Schädel (eine sogenannte Molera), der eine membranartige Lücke zwischen den Schädelknochen darstellt und sich mit dem Wachstum des Hundes von selbst füllt.

Chihuahuas mit dem rehähnlichen Kopf  


Aus dieser Definition geht hervor, dass die Chihuahuas mit dem „Hirschkopf“ einen flächeren Schädel und eine längere Schnauze besitzen.

► Der AKC erkennt zwei Varietäten von Chihuahuas – eine langhaarige und eine kurzhaarige. Die Rasse-Standards geben Gewichts-, aber keine Schulterhöhe-Beschränkungen vor.
► Die Schulterhöhe beträgt 15-23 cm, das Gewicht soll bis 4 kg sein. Die Schulterhöhe-Vorgaben gelten nur für Show-Hunde, aber nicht für Begleithunde.
► Die Augen sind groß, rund und sehr ausdrucksvoll, die Stehohren lang, gerade und auf dem kuppelförmigen Schädel hoch angesetzt.
► Ob langer oder kurzer Fellbeschaffenheit kann das Fell samtig glatt oder leicht rau sein. Es dauert bis zu drei Jahren bei langhaarigen Chihuahuas, dass ihr Haar eine volle Länge erreicht. Langhaarige Chihuahuas haaren nicht viel und erfordern minimale Pflege.
► Die Farbpalette reicht von rein weiß über weißlich mit cremefarbenen Abzeichen, Tricolor bis hin zu rein schwarz.

Wesen
Kurzhaarige Chihuahuas
► Chihuahuas im Taschenformat sind für ihr Temperament bekannt, meist auf eine Person in der Familie bezogen und verhalten sich schützend, nicht selten sogar besitzergeifend ihr gegenüber.
► Aufgrund ihrer kleinen Größe eignen sich diese Hunde auch für die Haltung in Wohnungen, obwohl sie gern und viel herumlaufen und spielen.
► Sie lieben es, in dem Schoss ihrer Lieblingsperson zu kuscheln.
► Chihuahuas sind vom Körperbau her zarte Haustiere und müssen umsichtig behandelt werden. Sie sind daher ungeeignet für Spiele mit kleinen Kindern.
► Diese Hunde sind kleine Energiebündel und sollen bis zu 20 – 30 Minuten pro Tag körperlich belastet werden. Sie langweilen sich schnell und beginnen dabei an passenden Gegenständen zu knabbern, um die Langeweile zu vertreiben.
► Chihuahuas erfordern das Verhaltenstraining, welches ihnen Kontakte zu knüpfen hilft, weil sie nicht die freundlichste Hunderasse sind und auch oft in eine bissige Stimmung zu verfallen pflegen. Das lässt sich durch ein richtig gestaltetes Training kontrollieren.
► Die Tiere sind sehr wachsam und von Natur aus misstrauisch, was sie zu guten Wachhunden macht.

Gesundheit
Langhaarige Chihuahuas


Diese Rasse hat nicht viele Gesundheitsprobleme; die meisten von ihnen sind von erblichem Charakter.
► Die Lebenserwartung liegt bei 15 bis 18 Jahre.
► Diese Hunde mögen warmes Wetter, die Kälte ist für sie problematisch. Bei kalten Wetterbedingungen soll ihnen immer ein Pullover überzogen werden, damit sie nicht frieren und nicht zittern.
► Die Ohren neigen zur Ohrenschmalz-Bildung und trockener Haut und sollen diesbezüglich regelmäßig überprüft werden.
► Adipositas, oder Fettleibigkeit, ist ein wichtiges Anliegen für Chihuahuas, weil es bei der kompakten Größe erheblich die Mobilität des Hundes beeinflussen kann. Daher soll er nie überfüttert werden.
► Die ‚Molera‘, oder die weiche Stelle in ihrem Schädel, füllt sich schließlich mit dem Alter. Allerdings muss man besonders streng in den ersten sechs Monaten darauf achten und später sonst auch, weil in manchen Fällen die Molera nicht vollständig zuwächst.
► Chihuahuas sind für Hypoglykämie, oder niedriges Blutzucker, anfällig. Es empfiehlt sich, Zuckerkonsum strikt zu begrenzen oder sogar Honig in Notfällen zu benutzen.
► Die Symptome einer Hypoglykämie sind Lethargie, Schläfrigkeit, niedrige Energie, unkoordinierter Gang, unkonzentrierte Augen, Krämpfe der Nackenmuskulatur oder der in den Nacken gelegte sowie zur Seite geneigte Kopf, Ohnmacht und Krampfanfälle.
► Die vorstehenden Augen können zu Verletzungen und unaufhörlichem Träneabsonderung führen. Die Augen sollen den ganzen Tag über sauber abgewischt werden.

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