Ausbildung der Deutschen Schäferhunde

Deutsche Schäferhunde zeichnen sich durch viele positive körperliche wie geistige Fähigkeiten aus. Sie sind sehr anpassungsfähig, intelligent, hoch belastbar, nervenstark, ausdauernd, kräftig. Die Rasse wird oft als Wach- und Schutzhunde bevorzugt. Sie ist ein Multitalent: ein deutscher Schäferhund kann genauso gut Hab und Gut bewachen wie ein ausgezeichneter Familien- und Begleithund sein. Richtige Trainingstechniken werden helfen, die Fähigkeiten Ihres Schäferhundes in vollem Maß zu entwickeln.

Training eines Schutzhundes

Deutsche Schäferhunde empfinden sich als Teil der Familie und legen ein natürliches Schutzverhalten gegenüber ihr an den Tag. Dieser Umstand erleichtert das Training bedeutend. Der allererste Schritt ist die Erziehung des Grundgehorsams. Die wohl die wichtigste Voraussetzung dafür ist eine enge und vertrauensvolle Beziehung „Mensch-Hund“, wo ein Hundehalter sich klar als „Chef“ positioniert und der Hund sich eindeutig dieser Rangordnung fügt. Ein Deutscher Schäferhund mag arbeiten, mit seinem Menschen kooperieren, wobei er ihm zu gefallen sucht. Erkunden Sie mit dem Hund Ihre und eine neue Umgebung, reden Sie unterwegs mit Ihren Nachbarn und Bekannten, lassen ihn mit anderen Hunden und Tieren Kontakte knüpfen. Dies macht das Tier anpassungsfähig und freundlich. Unterbinden Sie jeden Versuch des Vierbeiners, Menschen, Hunde und andere Tiere anzugreifen oder zu jagen. So wird er nach und nach eine Vorstellung über die Grenzen bekommen, die er schützen sollte. Stellen Sie sicher, dass er Grundbefehle wie „Sitz“, „Halt“, „Bei Fuß“ usw. lernt und sich einige Verhaltensweisen als Wachhund zu eigen macht.

  • Er soll bellen, wenn er jemanden an der Tür oder um das Haus herum weiß.
  • Er soll das Bellen einstellen, wenn eine vertraute Person ankommt.
  • Er soll keine Nahrung von Fremden annehmen.
  • Er soll wachsam sein.

Ausbildung zum Angriff

Die Ausbildung zum Schutzdienst ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und deren Basis ist das Vermögen des Hundes, Grundkommandos einwandfrei ausführen zu können, um unangenehme sowie schwerwiegende Unfälle und Folgen zu vermeiden. Als Schutzhund soll der Vierbeiner zwei Befehle – „Fass“ und „Halt“ vorbehaltlos beherrschen.

  • Den Sinn dieser zwei Befehle soll man dem Hund verdeutlichen, wenn er an der Leine geführt wird. Bei „Fass“ lösen Sie die Leine und bei „Halt“ ziehen Sie sie. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals, bis der Hund lernt, wann er angreifen und wann den Angriff abstellen muss.
  • Trainieren Sie den Hund, einen Angreifer erst zu stellen und zu bewachen. Bewegt sich dieser, soll ihn der Hund an den Armen oder Beinen packen, ohne ihm dabei schwere Verletzungen zuzufügen. Der „Angreifer“ hat eine Hunde-Schutzkleidung an und einen Stock dabei.
  • Der Hund soll auch von sich aus einen Angreifer attackieren lernen, falls das Herrchen bewusstlos ist, eine drohende Gefahr nicht wahrnehmen und den Befehl nicht geben kann.

Fährtentraining

Deutsche Schäferhunde haben eine ausgezeichnete Nase. Diese Fähigkeit kann man entwickeln, indem man den Vierbeiner auf das Spurenlesen trainiert, es ist aber eine recht mühsame und zeitraubende Aufgabe. Sie werden es jedoch am Ende nicht bereuen. Zunächst soll man einen passenden Bereich wie eine Wiese oder einen Waldstreifen finden.

  • Befehlen Sie dem Hund, zu sitzen oder zu bleiben
  • Zerbröseln Sie ein Leckerli.
  • Bewegen Sie sich in einer geraden Linie von dem Hund weg und lassen unterwegs je ein Stück Leckerli alle 1,8 bis 2,4 m liegen.
  • Am Ende der Strecke legen Sie ein Kleidungsstück mit einem Leckerchen hin.
  • Nun befehlen Sie dem Hund „Such“.
  • Ermutigen Sie ihn, an dem Boden zu schnuppern, ohne den Hund dabei viel abzulenken.
  • Sobald er das Ende der Spur erreicht und das Kleidungsstück gefunden hat, loben Sie ihn und belohnen mit einem Leckerli oder Spielzeug.

Langsam machen Sie die Aufgabe für den Hund komplizierter, indem Sie eine Zick-Zack-Spur verlegen. Das Fährtentraining soll jeden Tag wiederholt und erschwert werden, ohne den Hund dabei unter Druck zu setzen. Der Hund wird es in seinem eigenen Tempo lernen.

Jedenfalls ist es ratsam, bei der Ausbildung des Hundes zum Schutzdienst und das Fährtentraining, professionelle Hundetrainer herbeizuziehen sowie in erster Linie auf die entsprechende Gesetzgebung des jeweiligen Landes zu achten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.