Barsoi – der russische Wolfshund

Der American Kennel Club gibt die folgende Beschreibung des Barsois: „Der Barsoi besitzt immer eine unverkennbare Eleganz mit fließenden Linien, anmutig in Bewegung oder Ruhe, männlich, echt männlich, ohne grob zu sein,… Hündinnen sind feminin und raffiniert“.

Geschichte
Man vermutet, dass der Barsoi aus der Kreuzung des arabischen Windhundes mit einer großen, kräftigen russischen Jagdhunderasse durch die selektive Züchtung entstand. Allerdings gibt es dafür keinen handfesten Beweis.

Als die russischen Zaren auf die Jagd gingen, wurden sie mit einem Rudel von hundert und mehr dieser Hunde und zwanzig oder mehr Jäger begleitet. Nach der russischen Revolution starb diese Rasse fast aus. Die Hund wurden sogar gehasst, weil sie den entmachteten Adel symbolisierten, und tausendfach auch durch Adlige getötet wurden, weil sie nicht wollten, dass die Hunde den meutenden Scharen in die Hände fielen.

Diese Rasse war schließlich von einem Soldaten gerettet worden, der aufgrund von seinem jägerlichen Können und Jagderfahrung zu der Ansicht gelangte, dass es ein Teil des russischen Erbes war. Er überzeugte die Regierung, einige Zuchtprogramme in Gang zu setzen, um die Rasse zu erhalten. Die Exporte von diesem Hund waren zu dieser Zeit selten, jedoch brachte man genug Hunde nach Europa und Amerika, so dass sie sich außerhalb Russlands etablieren konnten.

Aussehen und Pflege


Die Rüden dieser Rasse sollen mindestens 71 cm, die Hündinnen 66 cm am Widerrist hoch und jeweils 34 bis 48 kg, 27 bis 40 kg schwer sein.

Das Fell ist meist langhaarig, schwarz, weiß, beige, lohfarben oder lohfarben mit schwarzen Abzeichen und golden-grau. Das Haar kann gewellt, seidig, gerade oder lockig sein. Die Rute ist niedrig angesetzt, die Nase schwarz und die Augen sind dunkel und mandelförmig.

Das Fell erfordert eine gewisse Menge an Pflege. Es wird empfohlen, es etwa fünf Minuten lang täglich zu bürsten, so dass sein Top-Zustand gewährleistet und das Verfilzen verhindert wird. Wenn das letzere doch geschieht, kann man die verhedderten Fellstellen mit einer Schere abschneiden.

Wesen
Das Training kann etwas schwierig sein, nicht aus Mangel an Intelligenz, sondern aus Übermaß davon. Wenn der selbe Unterrichtsschritt sich immer wieder wiederholt, langweilt sich der Hund, stellt sich stur und weigert sich, etwas noch in diesem Unterricht zu lernen. Es empfiehlt sich, dass das Training für diesen Hund mehr spielerischen Hintergrund enthält, was allemal viel mehr als herkömmliche Trainingsmethoden bringt.

Das ist ein ruhiger Hund, der einen eigenen Liegeplatz braucht; die Möbeln werden dann heil bleiben. Der Barsoj ist ein riesiger Schoßhund. Wegen seines geringen territorialen Instinkts kann man ihm als Wachhund kaum trauen. Die Rasse bellt kaum. Sie hat ein liebevolles Verhalten und ist ein extrem anhängliches Haustier.

Der Hund braucht ein großes, eingezäuntes Grundstück zum Laufen und Spielen. Ein Zaun ist notwendig, weil verfolgungswürdigen Objekten würde er nachsetzen, soweit er kann. Frühe Sozialisation ist wichtig, weil diese Rasse nervös und ängstlich werden kann, wenn sie im Haus die meiste Lebenszeit gehalten wird.

Gesundheit

Diese Rasse ist für Blähungen anfällig. Aus diesem Grund sollen die Mahlzeiten nicht allzu groß und zwei oder drei Mal pro Tag angeboten werden. Auch das Training gleich danach wäre zu vermeiden. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 10 bis 12 Jahre.

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