Beagle

Geschichte
Zum ersten Mal kam das Wort „Beagle“ in der englischen Literatur 1475 vor. Obwohl der genaue Ursprung des Wortes nicht eindeutig erklärt werden kann, glauben einige, dass es vom französischen Wort begueule abgeleitet ist, das so viel wie geöffnete Kehle oder lautes Maul bedeutet. Auch konnte es vom französischen beugler – brüllen oder vom angeblich alten deutschen begele – schelten bzw. schimpfen herrühren. Eine weitere Abstammung beruht möglicherweise auf dem gälischen Wort beag, welches als „klein“übersetzt wird.

Der Talbot Hund (heute ausgestorben) konnte der älteste Vorfahre dieses Hundes sein. Er wurde im siebten Jahrhundert von Wilhelm dem Eroberer nach England gebracht. Ein weiterer Hund, der eine bedeutende Rolle in der Entstehung dieser Rasse gespielt hatte, war der schwarze und tan Kerry Beagle. Diese Rasse hat einen ausgezeichneten Geruchssinn, so wird angenommen, dass der Beagle seinen Geruchssinn von dem Kerry Beagle geerbt hat.

Verwendung


In erster Linie ist es ein Jagdhund, der ursprünglich als Meutehund speziell für die selbstständige Treibjagd auf Feldhasen und Wildkaninchen gezüchtet wurde. Bei der Jagd wurden von 1 bis 32 Hunde verwendet. Man bezeichnete diese Rasse als Treibhunde der armen Leute, weil sie bei der Jagd zu Fuß geführt wurden.

Eine der Jagdtechniken ist, einfach den Hund auf die Fährte des Wildes anzusetzen; er folgt der Fährte allein. Der Beagle kommt dann von selbst nach einer Zeit zurück. Verschiedene Wildtiere haben unterschiedlich große Reviere, die sie normalerweise nicht verlassen, und kommen schließlich zu dem Punkt, wo der Jäger ist.

Beim Fährtenlesen hat der Beagle seine Nase stets dicht über dem Boden. Das liegt daran, dass der Beagle Fährten am Boden besser aufnehmen und verfolgen kann als Fährten über die Luft, deshalb eignen sich Beagles nicht besonders gut für Rettungsaktionen.

Aussehen
Der Hund ist 33 bis 41 cm am Widerrist hoch. Das Durchschnittsgewicht beträgt 10 bis 11 kg bei Rüden und 9 bis 10 kg bei Hündinnen. Das Fell ist kurz, hart und erfordert keine übermäßige Pflege. Die Lebenserwartung dieses Hundes liegt zwischen 12 und 15 Jahren.

Der Beagle hat große haselnuss- oder hellbraune Augen. Die tief angesetzten Ohren sind lang und an den Spitzen abgerundet. Das Fell des Hundes kann eine Vielzahl von Farben haben, die normalerweise von Hund zu Hund variieren. Die hauptsächlich vorkommenden Farbgebungen sind: zweifarbig braun/weiß, rot-weiß, zitronengelb-weiß oder dreifarbig schwarz/braun/weiß (tricolour). Beige und Weiß ist die häufigste Kombination der Fellfarbe. Jedoch können auch andere Farben wie rot und braun, hellbraun und dunkelbraun oder schwarz vorkommen.

Gesundheit und Pflege


Die Hundepflege ist sehr einfach. Das Hauptproblem sind seine Ohren. Aufgrund ihrer Länge verfängt sich warme und feuchte Luft in ihnen und fördert die Vermehrung der Bakterien, was zu Ohrinfektionen führt. Eine sorgfältige vorbeugende und regelmäßige Reinigung der Ohren ist notwendig. Wenn Sie den Hund baden, soll Wasser nie in die Ohren gelangen.

Ein weiteres häufiges Problem dieser Rasse ist Fettleibigkeit. Die Hunde fressen von Herzen gern, wie viel immer ihnen vorgesetzt wird. Dies bewirkt, dass ältere oder nicht aktive Hunde zunehmen. Aus diesem Grund sollten regelmäßige Mahlzeiten eingerichtet werden oder der Besitzer sollte den Hund beim Fressen kontrollieren.

Hypothyreose, Kleinwüchsigkeit, Hüftdysplasie, Arthritis, Glaukom, Hornhautdystrophie und Rückenprobleme sind einige gesundheitliche Probleme dieser Rasse.

Wesen
Wenn es kleine Kinder im Haus gibt, ist der Beagle ein perfektes Haustier für sie. Es ist eine sanfte, liebevolle und treue Rasse, die auch ein Kleinkind betreuen kann. Obwohl sie den Ruf hat, laut und ungestüm zu sein, gibt es viele Beagles, die eine ruhige Natur haben. Als Schutzhund ist diese Rasse nicht geeignet, kann aber einen guten Wachhund abgeben, der jede ungewöhnliche Bewegung vermeldet. Er hat ein reges Temperament und wird als „fröhlich“ in vielen Zuchtstandards beschrieben. Der Beagle versteht sich gut mit anderen Hunden.

Der Beagle ist in seinen Bewegungsbedürfnissen üblicherweise nicht sehr anspruchsvoll. „Berufsmäßig“ ermüdet der Beagle nicht allzu schnell. Allerdings braucht er nicht völlig erschöpft zu sein, um sich ein Schläfchen zu leisten.

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