Bedlington Terrier

Der Bedlington Terrier wurde nach der Bergbaustadt Bedlington, Grafschaft Northumberland in Nordostengland benannt. Seine Geschichte geht auf einen berühmten Hund zurück, der „alter Flint“ genannt und im Jahr 1782 geboren wurde. Zum ersten Mal war die Rasse in dem Buch Das Leben von James Allen im Jahr 1825 erwähnt. Ursprünglich war der Bedlington Terrier auch als Rothbury Terrier bekannt, doch später in Bezug auf den Dorfnamen Bedlington, wo die meisten Züchtungen stattfanden, umbenannt. Es wird vermutet, dass diese Rasse bei der Entstehung des Kerry Blue Terriers in Irland mitspielte.

Der Bedlington Terrier hat ein ruhiges und sanftes Temperament im Gegensatz zu anderen Terriern. Auch wenn diese Rasse früher in Hundekämpfen verwendet wurde, ist sie heute für ihre ruhige Natur und gute Manieren bekannt. Allerdings bedeutet es nicht, dass der Hund den ganzen Tag herumliegen und schlummern wird. Die Rasse ist energetisch, sehr sportlich und agil. Diese Hunde brauchen einen guten, ausbruchssicheren Bereich zum Spielen zu haben, sonst finden sie einen Weg nach draußen. Sie sind außerordentlich neugierig auf die Außenwelt, wollen überallhin laufen und alles erkunden. Sie geben auch gute Wachhunde ab und verbellen Menschen, von denen sie sich bedroht fühlen.

Obwohl sie mit kleinen Kindern intelligent, zärtlich und höflich umgehen, sind ihnen doch die älteren lieber. Die Bekanntschaft mit Fremden kann eine beinah ängstliche bis reservierte Haltung hervorrufen. Obwohl sie ihrem Besitzer treu sind, vermögen sie Vertrauen auch zu anderen Menschen zu fassen.

Sie verstehen sich gut mit anderen Haustieren, bis zu dem Punkt, wo das andere Haustier sich verziehen möchte. Dann ist die Versuchung groß, dem nachzujagen. Diese Hunde sind für ihre Sturheit bekannt, was sie manchmal nur schwer trainieren lässt, aber auch für die Lernfreude. Sie werden auch nie in einem Kampf nachgeben. Die Bedlington Terrier mögen die Zeit mit verschiedenen Dingen einschließlich Bellen und Graben vertreiben. Insgesamt ist die Rasse für Anfänger nicht zu empfehlen.

Der Hund ist 38 bis 43 cm am Widerrist hoch und 8 bis 10,5 kg schwer. Die Augen sind klein und mandelförmig. Die Farben des Fells sind blau, leberbraun und sandfarben; es besteht aus einer Mischung von weichen und gröberen Haaren. Der Hund haart wenig und eignet sich für Allergiker.

Das Fell soll mindestens einmal pro Woche gebürstet werden, und alle paar Monate empfiehlt es sich, es zu trimmen, damit das Haarkleid nicht zu zottig wird. Die Ohren sind sauber und trocken zu halten, um jede Infektion zu verhindern.

Die Lebenserwartung beträgt 12 bis 17 Jahre, wenn diese Terrier richtig betreut werden. Der Rekord für den ältesten Hund erreicht 18,4 Jahre. Gesundheitliche Probleme äußern sich in Herzgeräuschen und Augenproblemen wie Katarakt, Epiphora und Retinadysplasie. Die Rasse hat auch eine hohe Inzidenz von Nierenproblemen.

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