Behandlung der Räude bei Hunden

Räude ist eine Hauterkrankung, die starken Juckreiz verursacht und mit dem stellenweise vorkommenden Haarausfall und der Schuppenbildung begleitet wird. Verursacher sind sogenannte Grab- oder Krätzemilben Sarcoptes scabiei. Die betroffene Haut wird rot und weist einen Hautausschlag auf, dem die Bildung von Läsionen (Beulen auf der Haut) folgt. Die am häufigsten betroffenen Körperteile sind der Bauch, die Beine und Ohren, wobei nahezu nur in der letzten Körperpartie besonders häufig die Milbenart Otodectes cynotis, die sogenannte Ohrräude angesiedelt ist.

Behandlung

Haar kürzen: Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, sollen die langen Haare des Hundes (falls vorhanden) abgeschnitten werden, damit topische Medikamente die betroffenen Bereiche erreichen. Dies ist wichtig für eine wirksame Behandlung.

Spezialshampoo: Diese Shampoos enthalten Insektizide, die die Milben töten helfen. Da es eine Reihe von medizinischen Shampoos rezeptfrei erhältlich ist, soll der Hundebesitzer einen Tierarzt konsultieren, um eines zu wählen, der dem Hund am besten passt. Die Shampoo-Kur wird einige Wochen dauern – in der ersten Woche jeden Tag, dann alle vier bis fünf Tage, aber normalerweise reichen 4-5 Bäder aus, um die Milben abzutöten.

Injektionen: Medikamente für diese Hautkrankheit umfassen Selamectin, Frontline Plus und Revolution, die gegen Krätze sehr wirksam sind. Die Verabreichung erfolgt in Tablettenform, als Lösung zum Auftragen oder als Injektion. Selamectin hat sich bei Hunden sehr gut bewährt. Dieses Medikament wird einmal im Monat verabreicht und hat auch keine Nebenwirkungen.

Andere Medikamente, die subkutan verabreicht werden (ins Gewebe unter der Haut eingespritzt), umfassen Moxidectin und Ivermectin. Damit Ivermectin effektiv wirkt, sollen 2 Dosen des Medikaments alle 2 Wochen eingespritzt werden. Allerdings empfehlen Tierärzte in der Regel Ivermectin nicht, weil es Nebenwirkungen hat.

Schwefelkalk Dip: Schwefelkalk Dip ist ein Schwefelkalk-Konzentrat. Die 97,8%-Lösung wird durch Zugabe von 4 Unzen Schwefelkalk zu einem Liter Wasser hergestellt. Sobald es fertig ist, wird die verdünnte Form langsam auf den Hund gegossen, so dass die infizierten Hautbereiche vollständig mit der Lösung befeuchtet sind. Die Lösung soll auf der Haut verbleiben. Der Hundebesitzer muss ein Paar Handschuhe während der Prozedur tragen.

Hausmittel gegen die Räude

Welche Hausmittel gibt es gegen den Milbenbefall? Bewährt hat sich die Behandlung mit einer Lösung, die Hydrogenperoxid und Borax beinhaltet. Zur Vorbereitung wird ein Esslöffel Borax in einem halben Liter Wasser aufgelöst. Dann kommen 2-3 Tropfen Hydrogenperoxid hinzu. Die gut durchgemischte Lösung wird auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und muss anschließend gut trocknen.

Dauer der Behandlung
Generell benötigt ein schwerer, großflächiger Befall mit Milben etwa 3-4 Behandlungen mit Amitraz und mindestens 2-3 Monate bis zur völligen Ausheilung. Eine lokal begrenzte Räude kann bei der richtigen Behandlung innerhalb eines Monats verschwinden.

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