Bernhardiner

Bernhardiner
Schulterhöhe: 65-90 cm
Gewicht: 64-120 kg
Lebenserwartung: 8 – 10 Jahre

Die Bernhardiner wurden ursprünglich als Rettungshunde in der Alpenregion der Schweiz und Norditaliens gezüchtet. Ihre Vorfahren waren Schweizer Sennenhunde und Berghunde, die bekanntlich von den Molossern abstammen. Seit dem 18. Jahrhundert hielten die Mönche aus dem Hospiz am Großen St. Bernhard-Pass in den Schweizer Alpen diese Hunde zur Bewachung und zum Schutz. Dann wurden die Bernhardiner bald zu Begleithunden und besonders zu Rettungshunden. Man sagt, dass die Welpen dazu gar nicht von Mönchen, sondern von den ausgewachsenen Hunden trainiert wurden.

Der erste Club ausschließlich für die Rasse Bernhardiner war in Basel, Schweiz, 1884 gegründet. Der Bernhardiner bleibt der nationale Hund der Schweiz bis heute.

ERSCHEINUNGSBILD UND WESEN


Der riesige Koloss von einem Hund ist mächtig und muskulös. Sein Kopf ist massiv, mit einer kurzen, aber breiten Schnauze. Seine dunklen Augen stehen weit auseinander, die Ohren sind hängend. Der Schwanz ist mittelgroß und mächtig am Ansatz, – so dass manche ziemlich schweren Gegenstände beim aufgeregten Schwanzwedeln, z. B. vom Tisch, weggefegt werden können. Das Fell kann entweder lang- oder kurzhaarig (stockhaarig) und dicht sowie glatt und anliegend, in Weiß mit Rotbraun oder Rotbraun mit Weiß in verschiedenen Abstufungen sein. Brust, Pfoten, Nase, Hals und Rutenspitze weisen üblicherweise weiße Abzeichen auf. Die imposante Statur von Bernhardiner kann manche Menschen erschrecken, aber in Wirklichkeit ist dieser Hund sehr geduldig, freundlich, gehorsam, was ihn zu einem perfekten Kinderbegleiter macht. Sein Beschützerverhalten lässt ihn nicht nur eine Gefahr melden, sondern auch zu ihrer Abwendung übergehen. Seine Intelligenz ist bemerkenswert, jedoch ist er dabei auch ein Sturkopf. Der Hund soll bereits im Welpenalter trainiert und sozialisiert werden, um gut erzogen und gehorsam zu sein. Wenn Sie diesen Aspekt ignorieren, kann ein erwachsener Hund eine physische Bedrohung darstellen, wenn er widerspenstig wird oder auf Menschen springt. Trotz seiner sanften Art lassen Sie Kinder nie mit diesem Hund unbeaufsichtigt, weil er unwissentlich Unfälle aufgrund seiner Größe herbeiführen kann. Der Bernhardiner braucht nicht viel körperliche Auslastung, wobei ein täglicher dauerhafter Auslauf notwendig ist.

GESUNDHEIT UND LEBENSERWARTUNG
Dieser Hund ist für Hitzschläge, Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und Magendrehung sehr anfällig. An heißen Tagen soll die Auslaufzeit stark begrenzt und sein Zimmer kühl gehalten werden. Im Sommer ist ein freier Zugang zum kühlen Süßwasser den ganzen Tag hindurch zu gewährleisten. Wie die meisten großen Rassen hat der Bernhardiner kurze Lebensjahre, im Durchschnitt zwischen 8 und 10 Jahren.

PFLEGE
Bürsten Sie das Fell 2 – 3 mal wöchentlich. Der Hund braucht nicht häufig gebadet werden, es sei denn, er ist wirklich schmutzig geworden. Seine Krallen sollen geschnitten, die Zähne gebürstet und die Augen gereinigt werden.

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