Blut im Hundestuhl

Dass bei Hunden im Stuhl hin und wieder Blut erscheint, ist nichts außergewöhnliches. Wenn jedoch der Stuhlgang komplett rot ist oder frische Blutgerinnsel aufweist, ist es schon ein ernsthafter Grund zur Besorgnis. Als verantwortlicher Tierbesitzer sollten Sie die möglichen Ursachen wissen, die diese Gesundheitsstörung auslösen kann.

▲ Entsprechende medizinische Begriffe

In medizinischer Hinsicht ist diese Gesundheitsstörung als Hämatochezie oder melena bekannt. Bei einer Hämatochezie ist das Blut im Stuhl des Hundes frisch, von leuchtend roter Farbe und stammt höchstwahrscheinlich aus den unteren Eingeweiden – in der Regel, dem Dick- oder Mastdarm. Die Hämatochezie kann ein Zeichen von entweder einem kleinen Problem oder einer potentiell schweren Erkrankung sein.

Melena bewirkt, dass der Stuhl schwarz, stinkend und teerartig vorkommt, was darauf hinweist, dass das Blut verdaut und aus dem oberen Darmtrakt abgeführt wird. Allerdings gilt melena bei Hunden in der Regel als mehr belastender und ernster Fall als der von Hämatochezie.

▲ Ursachen

Im Allgemeinen deutet Blut im Stuhl auf eine Magen-Darm-Erkrankung. Eine seltene Anwesenheit von Blut kann als geringfügiges oder vorübergehendes Ereignis betrachtet werden. Allerdings wiederholtes Erscheinen von Blut zusammen mit Durchfall sollen nicht ignoriert werden. Neben den Magen-Darm-Erkrankungen bestehen verschiedene andere mögliche Ursachen für das Vorhandensein von Blut und Schleim im Stuhl:

  • Bakterielle Infektionen, wie Lebensmittelvergiftung und Typhus
  • Hundeallergien gegen Nahrungsmittelzusatzstoffe, Emulgatoren, Fette oder gegen bestimmte Medikamente
  • Aufgefressenes Rattengift oder Ratten, die vergiftet worden sind
  • Darmparasiten oder Hundewürmer einschließlich Peitschenwurm, Bandwurm und Tinea
  • Gut- und bösartigen Tumoren in der Bauchhöhle oder dem Analbereich
  • Störung des Dickdarms oder Enddarms aufgrund Frakturen im Beckenbereich
  • Verschlingen von scharfen Gegenständen wie Knochen, Kunststoff oder Nadeln
  • Übermäßige Nahrungsaufnahme oder abrupte Änderungen in dem Ernährungsplan
  • Virusinfektionen wie Parvovirus und Coronavirus
  • Blutgerinnungsstörungen (Koagulopathie)
  • Entzündung des Dickdarms, Analbeutels und Mastdarms
  • Darmkrebs
  • Invagination, d. h. eine Einstülpung eines Darmabschnitts

▲ Diagnose

» Der übliche Weg, dieses Problem zu diagnostizieren, ist eine Stuhlprobe zum Tierarzt zu bringen, damit sie auf Parasiten, Bakterien oder Viren geprüft wird.

» Immer das Zahnfleisch des Hundes prüfen; es soll gesund rosa und nicht weißlich-grau oder gelb sein. Konsultieren Sie einen Tierarzt so bald wie möglich, wenn Sie eine Änderung in Farbe oder Aussehen des Zahnfleisches bemerkt haben, denn dies kann einen Verlust von großen Blutmengen bedeuten.

» Ihr Hund soll einer gründlichen körperlichen Untersuchung unterzogen werden, um festzustellen, ob die Analdrüsen infiziert wären oder nicht. Hierfür macht der Tierarzt einen Bluttest und / oder eine Röntgenuntersuchung, um zu prüfen, ob der Hund nicht etwas scharfkantiges verschluckt hat.

▲ Behandlung

» Die Behandlung hängt von der Schwere der Erkrankung und der zugrunde liegenden Ursache ab. Antibiotika mit entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften sowie Entwurmungsmittel können oral verabreicht oder gespritzt werden.

» Einen Tierarzt konsultieren und eine Stuhl-Analyse vornehmen, wenn man das Vorhandensein von Würmern vermutet. Auf Würmer sollen Hunde regelmäßig geprüft werden, auch wenn sie gesund erscheinen. Eine routinemäßige Entwurmung hilft lästige Peitschen-, Band- und Spulwürmer loszuwerden.

» Reinigende Einläufe oder lokale Eingriffe werden zum Extrahieren der Fremdkörper wie Knochen, Stöcke und Nadeln verwendet.

» Der Hund muss einer Operation unterzogen werden, um Bereiche von Dick- oder Mastdarm zu entfernen, die die Krebszellen aufweisen.

» In schweren Fällen kann der Hund auch oft erbrechen, Mangel an Energie, Appetitverlust, ein blasses weißgraues Zahnfleisch und Durchfall haben. Dann werden Medikamente intravenös verabreicht und der Elektrolythaushalt wiederhergestellt.

» Wenn der Tierarzt vorschlägt, die Ernährung Ihres Hundes zu ändern, sollten neue Nahrungsmittel schrittweise den Mahlzeiten zugegeben werden. Plötzliche Veränderungen in der Nahrung könnten zum Erbrechen, Durchfall, gereiztem Darm und Blutspuren im Kot führen.

» Verwenden Sie nicht menschliche Nahrung für Hunde. Magen-Darm-Erkrankungen können durch eine ballaststoffreiche oder hypoallergene Nahrung gemischt mit Wasser geheilt werden, was auch dem Austrocknen vorbeugt.

» Lassen Sie Ihren Hund 12-24 Stunden lang ohne Nahrung oder Leckereien, für Welpen soll das Fasten nicht mehr als 12 Stunden dauern. Dann stellen Sie in 12-24 Stunden eine Mahlzeit bereit, die aus weißem Reis, Quark, 1 EL. Joghurt (für einen mittelgroßen Hund), Huhn ohne Knochen oder gekochten Kartoffeln bestehen. Das würde sich bei der Heilung oder Verminderung von Blut im Stuhl als hilfreich erweisen. Geben 2-3 Knoblauchzehen der Abendmahlzeit Ihres Hundes täglich bei, was auch von großem Vorteil sein wird.

 

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