Blut im Urin des Hundes

Die meisten Hundebesitzer drücken den Panikknopf, sobald sie Blut im Urin oder Stuhl ihres Hundes sehen. Es ist ja lobenswert, wenn ein betroffener Hundehalter gleich dem Grund dieses beunruhigenden Vorfalls nachgeht und sofort notwendige Maßnahmen unternimmt. In vielen Fällen ist der Grund für Blut im Urin unbedeutend und leicht behandelbar. Es ist immer ratsam, diese ungewöhnlichen Zeichen vom Tierarzt überprüfen zu lassen, um später Komplikationen zu vermeiden.

Sie fragen sich wohl, wie Blut im Urin hinkommt. Sie können Blutklümpchen im Urin des Hundes schwimmen sehen. In den meisten Fällen wird der Urin einen rötlichen Farbton bekommen. Dies liegt daran, das sich Blut mit dem Urin vermischt und dessen normale Farbe verändert. Wenn Sie helles rotes Blut beobachten, bedeutet es, dass es die Blutung aus der Vagina oder dem Rektum des Hundes ist. Verschiedene Ursachen für Blut im Urin des Hundes kommen in Betracht.

Ursachen der Hämaturie in Hunden
Blut im Urin des Hundes nennt man Hämaturie. Es ist ein Fachbegriff für das krankhafte Ausscheiden von Blut bzw. von roten Blutkörperchen. Dafür kommen verschiedene Ursachen in Frage:

  • Thrombozytopenie: Eine Erkrankung, die eine geringe Anzahl von Blutplättchen (Thrombocyten) im Blut verursacht
  • Vaskulitis führt eine Entzündung der Blutgefäße wegen der Infektion der oberen Harnwege herbei
  • Koagulopathie oder Blutgerinnung

Abgesehen von diesen Erkrankungen besteht noch eine Reihe von Krankheiten und Störungen, die zur Hämaturie führen können. Zu diesen gehören:

Erkrankungen der oberen Harnwege

  • Trauma der Nieren und Harnleiter
  • Nierensteine
  • Nephritis
  • Zystische Nierenerkrankungen
  • Nieren- und Blasenentzündungen
  • Idiopathische Ursachen

Erkrankungen der unteren Harnwege

  • Entzündung der Blase oder der Harnröhre
  • Bakterielle Infektion
  • Neoplasie

Andere Krankheiten und Gesundheitsstörungen

  • Brunst (Wärmezyklus bei Weibchen)
  • Karzinome oder Tumore in der Niere, der Blase oder den Harnwegen
  • Harnsteine (Blasensteine)
  • Prostata-Infektionen
  • Pyometra (Gebärmutterentzündung bei Weibchen)
  • Durch Zecken übertragene Krankheiten wie Babesiose
  • Versehentlicher Verzehr von Gift wie Rattengift

Symptome der Hämaturie bei Hunden
Sie sollen auf der Hut sein, besonders wenn Sie andere Symptome zusammen mit Blut im Urin des Hundes ersehen. Der Hund kann mehr Wasser als normal trinken, auch häufig urinieren und Beschwerden beim Urinieren zeigen. Vergrößerter Bauch, Krämpfe, Fieber sind auch Anzeichen von gesundheitlichen Problemen bei dem Hund. Manche Hunde haben sichtbare Wunden, sabbern übermäßig, Rüden können auf dem Penis und Hoden Schwellungen aufweisen. Wenn Sie eines dieser Zeichen erkennen, oder Ihr Hund lethargisch oder schwach ist, besuchen Sie besser den Tierarzt für eine richtige Diagnose.

Diagnose der Hämaturie bei Hunden
Der Tierarzt wird zuerst den Urin des Hundes auf Infektionen analysieren. Kristalle lassen ihn sogar auf die Steine ​​in der Niere oder Blase schließen. Er kann zur Ultraschall- und Röntgenuntersuchung greifen, um seine Diagnose bestätigt zu haben.

Behandlung von Hämaturie bei Hunden
Die Behandlung hängt von den Ergebnissen der Tests ab. War eine Infektion der Harnwege als Ursache festgestellt, werden Antibiotika verschrieben. Dem Hund soll möglicherweise mehr Flüssigkeit zu trinken gegeben werden, so dass er mehr uriniert und die Bakterien ausspült. Im Fall einer Vergiftung muss der Hund hospitalisiert werden; ihm werden die Giftstoffe aus dem Körper abgeführt. Tumoren und Krebs sollen eventuell chirurgisch entfernt werden. Wenn eine Operation nicht möglich ist, sollte man die Chemotherapie anwenden. Zeckenbisse und Prostata-Infektionen werden entsprechend behandelt. Antikoagulant Heparin wird den Hunden mit Blutgerinnungsstörungen gegeben. Hausmittel umfassen Kräuter wie Berberis vulgaris, Cantharis, Goldrute, Uva Ursi, Wacholderbeere usw. Sprechen Sie mit einem Heilpraktiker bezüglich der Dosen dieser Kräuter für Ihren vierbeinigen Freund. Sie können dem Hund Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren geben, die das Immunsystem stärken.

Sie müssen wachsam bleiben und das Wasserlassen und Koten bei Ihrem Hund beobachten, um jedes mögliche gesundheitliche Problem bei Ihrem Haustier aufzudecken. Wenn Sie hellrotes Blut oder rötlichen Farbton des Urins sehen, können Sie nicht umhin, den Vierbeiner zum Tierarzt zur Diagnose zu bringen. Denken Sie immer daran, Vorbeugen jeden Tag wäre besser als Heilen.

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