Bobtail – Altenglischer Schäferhund

Der Altenglische Schäferhund ist ein quadratisch gebauter, großer Hund mit einem struppigen grauen und weißen Fell. Seine Arbeitsaufgabe besteht im Zusammenhalten von Vieh in der Herde. Heute gilt er auch als Haustier. Bei manchen Hunden der Rasse ist eine Stummelrute angeboren. Bei der Geburt haben die Welpen ein schwarzes und weißes Fell, so dass sie wie Pandas aussehen. Das struppige Haarkleid bekommt charakteristisches Silber oder Grau erst nach dem Wechsel vom Welpenfell zum Erwachsenenfell. Der Schäferhund wird auch ein „Bobtail“ wegen seiner kupierten Rute genannt.

Geschichte


Obwohl diese Rasse keine Ansprüche auf eine antike Geschichte wie einige andere Hunderassen machen kann, sprechen genügend Beweise über ihren Ursprung mindestens vor 150 Jahre oder zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Es wird vermutet, dass die Rasse wahrscheinlich in den westlichen Teilen von England entstand, in den Grafschaften Cornwall, Somerset und Devon, obwohl die Züchtung und Blutlinie eine Frage der Spekulation bleiben. Einige glauben, dass der russische Schäferhund ein Vorläufer von Bobtail war, andere behaupten, dass am Anfang der Züchtung der Bearded Collie stand. Einer weiteren Meinung nach ist die Rasse mit dem Deerhound und dem Barbone verwandt, was wiederum von manchen Experten durch die Annahme bestritten wird, dass die Züchtung mit dem Bergamasco und dem Briard anfing. Wie auch immer seine Herkunft sein mag, ist es eindeutig bekannt, dass die Bobtails von den Schafe- und Viehzüchtern im Westen Englands gezüchtet wurden und halfen denen, ihre Herden zu den Märkten zu treiben.

Erscheinungsbild
Der Bobtail wirkt durch sein üppiges Haarkleid wesentlich größer und massiver, als er wirklich ist. Er besitzt einen kurzen und gedrungenen, allerdings kräftigen Körper. Eine ungewöhnlich ansteigende Rückenlinie von seiner Kruppe zum Widerrist gehört zum wichtigen Rassemerkmal. Die Brust ist breit und der Brustkorb tief. Die Vorderläufe sind gerade, mit runden und kleinen Pfoten, die direkt nach vorn zeigen.

Das üppige Haarkleid des Bobtails ist eines seiner Markenzeichen und macht ihn unverwechselbar. Dazu ausgelegt, auch viele Zeit bei Wind und Wetter zu verbringen, ist das Fell sehr üppig. Das Deckhaar besteht aus langem, harschem, ungelocktem Haar. Es hat eine harte Struktur. Die Unterwolle ist dicht und wasserabweisend. Die Farben des Haarkleids sind Schattierungen von graumeliert oder blau. Die zugelassenen Farben sind Blue Merle, blau, grau, grau oder blau, in der Regel mit weißen Markierungen. Manchmal kann das vorherrschende Weiß der Markierungen in anderen Farben vorkommen. Im normalen Passgang ist ein Rollen typisch für die Bewegung. Sein Bellen kann man an einem speziellen Tonfall erkennen, der sich wie der Klang eines am Boden fallenden Teekessels anhört.

Wesen

Dieser Hund sieht wie ein Teddybär aus. Er ist sehr schützend, treu, intelligent und freundlich, auch anpassungsfähig und ausgeglichen. Aufgrund der Herkunft zeigt sich der Herdentrieb stark, so dass der Hund versuchen kann, auch die Familie, vor allem kleine Kinder, zu „hüten“, was der Hund durchs Stoßen mit der Schnauze, aber nie mit Kneifen in die Waden vollführt; ansonsten ist er sehr lieb zu ihnen und will mehr als alles andere spielen.

Der Bobtail ist ein ziemlicher Sturkopf und bedarf einer liebevollen und zugleich konsequenten Erziehung mit viel Geduld und Zuwendung. Die Härte bei der Ausbildung macht ihn nur ängstlich.

Pflege und Bewegungsbedürgnis
Das langhaarige, struppige Fell erfordert eine regelmäßige Pflege und soll bis zur dichten Unterwolle etwa dreimal wöchentlich gebürstet und gekämmt werden, was Verfilzungen und das Einnisten von Parasiten in der Haut verhindert. Wenn das Fell schlimm verheddert ist, empfiehlt es sich, die betroffenen Bereiche abzuschneiden. Es ist am besten, eine Pflege-Tabelle zu erstellen. Das Fell kann auch maschinell von einem Spezialisten etwa ein- bis zwei Mal monatlich geschnitten werden. In der Vergangenheit wurde das Haarkleid bei dem Schoren der Schafe, die der Hund hütete, auch geschoren. Der intensive Fellwechsel erfolgt saisonbedingt, in der Regel im Frühjahr.

Als Arbeitshunde brauchen die Bobtails viel Auslastung. Für die Haltung in einer Wohnung sind sind sie schlecht geeignet.

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