Bouvier des Flandres, oder Flandrischer Treibhund

Kuhhirte von Flandern
Flandern ist eine Region in Belgien, die für ihre Küche, den Multikulturalismus und auch als Geburtsort des Flandrischen Treibhundes bekannt. Aus dem Französischen übersetzt bedeutet Bouvier Kuhhirte, und nämlich für diesen Zweck wurden die Hunde ursprünglich gezüchtet. Heute ist die Rasse durch die Teilnahme an den Hundeausstellungen und -shows bekannt. Der starke Herdentrieb vom flandrischen Treibhund macht ihn zum guten Wachhund. Bouvier des Flandres war der beliebte Haushund von Ronald Reagan.

Erscheinungsbild
Höhe
Rüden: 62–68 cm
Hündinnen: 59–65 cm

Gewicht
Rüden: 35–40 kg
Hündinnen: 27 bis 36 kg

Fellfarben – schwarz, grau gestromt, rehbraun, Pfeffer- und – Salz
AKC Klassifizierung – Gruppe der Hütehunde

Flandrischer Treibhund
Der Flandrische Treibhund hebt von vielen anderen Hütehunden durch die einzigartige Kombination von Größe und Statur ab. Trotz ihrer beträchtlichen Größe haben die Hunde einen schlanken Körper, der für kleinere Hunderassen üblich ist. Sie besitzen einen einzigartig geformten Kopf und ein dichtes, üblicherweise schwarzes oder dunkelgraues Fell. Ihre Ohren und Rute werden traditionell aus Gründen der Optik kupiert, obwohl diese Prozedur in vielen Ländern verboten ist.

Geschichte
Die Bouvier des Flandres wurden ursprünglich von Mönchen in Flandern gezüchtet. In Europa wurden sie als eigenständige Rasse 1910 bekannt und erst in den 1960er anerkannt. Teilweise waren dafür schwere Verluste in Flandern während beider Weltkriegen verantwortlich, die auch die drastische Reduzierung der Population der Rasse bewirkten.

Wesen
Heute sind die Bouviers auf der ganzen Welt für ihr freundliches, ruhiges Temperament geliebt. Diese Hunde lassen sich nicht verunsichern, ihr Training fällt leicht. Darüber hinaus sind sie treu, schützend und unheimlich gut im Umgang mit Kindern. Die einschüchternde Statur täuscht über die angenehme und freundliche Natur des Tieres. Mit der richtigen Ausbildung geben Bouviers ausgezeichnete Wach- sowie Schutzhunde ab. Eigenschaften wie Intelligenz und Selbstständigkeit hat man gezielt bei deren Züchtung angestrebt. Die Hunde sind furchtlos und begeistert. Ein weiteres Plus ist, dass sie Befehle blitzschnell ausführen, was das Training erleichtert.

Dies alles macht die Bouviers zum wunderbaren Familienhund, laut Experten soll aber die Bindung an die Familie im frühen Alter des Hundes erfolgen, so dass die Hunde die Zugehörigkeit zum „menschlichen“ Rudel verspüren können. Das gleiche gilt für das problemlose Zusammensein der Bouviers mit anderen Haustieren.

Ausbildung
Ein ganz auffallender und wichtiger Charakterzug dieser Rasse ist die dominante Natur des Hundes, die in den Vordergrund bei der falschen Ausbildung tritt. Dem Hund soll man unbedingt bereits im Welpenalter zeigen, wer der Rudelführer ist. In Ermangelung eines starken Führers wird der Bouvier dominierende Rolle übernehmen und schwierig zu handhaben sein. Das Gehorsam-Training ist in einem relativ frühen Alter ein Muss, und diese Rasse ist nicht für erstmalige Hundebesitzer sowie diejenige zu empfehlen, die keine Erfahrung mit großen und dominierenden Rassen haben. Bouviers reifen im Alter von etwa 3 Jahren, in der Zeit kurz davor soll die Gehorsam-Ausbildung im Idealfall beginnen.

Haltung
Das Doppelfell verlangt regelmäßiges Kämmen und Bürsten, nicht nur, um gut auszusehen, auch um die Haut darunter gesund zu halten, auch, um Kletten, Zecken und andere gefährlichen Eindringlinge zu entfernen. Bouviers brauchen täglich Bewegung, um Herz und Lunge gesund zu erhalten und die Muskulatur zu stärken. Wegen seiner zurückhaltenden, oft faulen und etwas antriebsarmen Art wird der Hund sich nicht von selbst genug Bewegung verschaffen, wenn Sie ihn nicht dazu auffordern oder mit ihm spielen.

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