Briard, oder Berger de Brie

Im 1888 erklärte der Hundeliebhaber Pierre Megnin zum ersten Mal den Unterschied zwischen Briard und Beauceron. Damals gab es einen alten Schäferhundetyp: einmal mit kurzem Haar und einmal mit langem Haar. Dieser Typ wurde in allen Gegenden Frankreichs verwendet. 1896 entschloß sich eine Kommission, den kurzhaarigen Hund „Beauceron“ und den langhaarigen „Briard“ zu nennen, um diesen Typ auszudifferenzieren, aber keineswegs, um damit die Herkunft, sei es nun aus der Beauce oder der Brie, anzugeben. Die gezielte Züchtung ergab den Hund, der heute als Biard bekannt ist. Diese großen Hunde wurden traditionell zum Hüten und Bewachen der Herden verwendet. Ein guter Hütehund, der seine Herde sogar gegen Wölfe verteidigte, diente in beiden Weltkriegen als Patrouillen-, Melde- oder Sanitätshund. Der Briard ist ein unabhängiger Denker; Sie sollen Geduld bei seinem Training haben. Er ist sowohl tapfer und furchtlos, als auch liebevoll und verspielt. Der französische Hütehund ist rustikal und kräftig. Die muskulöse Brust ist breit und tief. Der gerade Rücken geht in eine gut behaarte Rute über, die an ihrem Ende leicht aufgerollt sein soll. Der rechteckige Kopf weist eine lange Schnauze und waagrecht liegende, schwarze oder dunkelbraune Augen auf; die Ohren sind hoch angesetzt und liegen nicht an. Ein besonderes Kennzeichen der Rasse ist die doppelte Afterklaue an den Hinterläufen.

Größe und Gewicht

Rüde
Widerristhöhe: 61 – 69 cm
Gewicht: 30 – 40 kg

Hündin
Widerristhöhe: 58 – 65 cm
Gewicht: 25 – 35 kg

Lebenserwartung
Über 10-12 Jahre

Wurfgröße
8 – 10 Welpen, ein Wurf enthielt 17 Welpen!

Der Briard hat einen großen, langen und rechteckigen Kopf mit langen Ohren und einem ausgeprägten Stop. Dieser muss so platziert sein, dass er von der Nasenspitze den gleichen Abstand hat wie vom Hinterhauptbein aus. Der Kopf ist mit Haar bedeckt, das einen Kinn- und Schnurrbart bildet. Die quadratisch geformte Nase ist schwarz.

Gesamterscheinung
Das grobe, harte, lange Haar kommt sowohl in Schwarz als auch in Rehbraun, Rehbraun mit leichter bis mittlerer Charbonnierung (schwarze Haarspitzen, schwarzer Anflug) sowie in Grau vor und braucht regelmäßige Pflege. Die Pfoten sind groß, rundlich und schwarz.

Fell und Farbe
Der Briard hat ein bis zu 68 cm langes, gedrehtes, ähnlich dem Ziegenhaar, mit leichter Unterwolle, Doppelfell, in der Regel schwarz, grau oder gelbbraun.

Pflege


Das grobe Deckhaar haart wenig, aber die langen, welligen Locken können leicht verfilzen und erfordern tägliches Bürsten. Die Innenseiten der Ohren sollen gereinigt und die Krallen geschnitten werden. Übermäßig lange Haare in den Ohren oder zwischen den Zähen sind ebenfalls zu kürzen.

Wesen
Mit dem natürlichen Hüte-Instinkt ist die Rasse ein furchtloser Schutz- und aufmerksamer Wachhund, besitzt einen scharfen Hörsinn und gutes Gedächtnis. Der Hund ist nett, empfindlich, sanft, gehorsam und verspielt. Seine Erziehung erfordert Einfühlungsvermögen, starken Willen und Konsequenz. Briards sind intelligent sowie einigermaßen eigenständig, und sollten ausgelastet werden. Spiele und körperliche Aktivitäten, sowie ständige Aufmerksamkeit von seinen Bezugspersonen machen ihn glücklich. Der Hund neigt Menschen in die Beine zu kneifen. Ohne frühzeitige Ausbildung und Sozialisierung kann der Hund aggressiv oder depressiv werden.

Gesundheitsprobleme
Briards sind in der Regel gesund und nur für einige Erkrankungen wie z. B. die kongenitale stationäre Nachtblindheit (CSNB) anfällig. Ältere Hunde können von der progressiven Retinaatrophie (PRA) betroffen werden. Die vorzeitige Degeneration von Nervenzellen an der Rückseite der Augen führt oft zur Erblindung. Es ist eine erbliche Augenkrankheit. Grauer Star und Hüfte- sowie Ellbogendysplasie treten häufig bei älteren Hunden auf. Wie andere Rassen leiden Briards auch unter Magenproblemen wie Blähungen, Magenverstimmung usw. Die Hypothyreose kann zu Haarausfall, Fettleibigkeit, Epilepsie, Mangel an Energie und bestimmten Hauterkrankungen führen.

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