Dandie Dinmont Terrier

Geschichte
Der Dandie Dinmont Terrier entstand aus rauhaarigen Schottischen Terriern um 1600 in den Chevoit Hills an der Grenze zwischen Schottland und England und wurde zur Jagd auf Dachse, Hasen, Otter und auch Ratten verwendet. In der Literatur war diese Rasse zum ersten Mal im Werk Guy Manne von Sir Walter Scott erwähnt. Der Hauptheld in dem Buch mit dem Namen Dandie Dinmont hielt einige dieser Terrier. Das ist die einzige Hunderasse, die ihren Namen von einer literarischen Person bekommen hatte. Als ihr Züchter gilt James Davidson.

Niemand weiß wirklich über den genauen Ursprung dieser Rasse, aber unbestritten ist der Dandie Dinmont Terrier ein naher Verwandter des Bedlington Terriers. Beide Rassen entstammen wohl dem englisch-schottischen Grenzgebiet und dem südlichen Hügelland Schottlands. Eine Theorie besagt, dass dieser Hund aus der Kreuzung des schottischen Terriers mit dem Skye Terrier entstand. Laut einer anderen handelt es sich um eine weiterentwickelte Version des rauhaarigen Terriers.

Wesen


Der Hund ist besitzergreifend hinsichtlich seinem Fressen und Spielzeug. Er zeichnet sich durch seine Intelligenz und die Bereitschaft, den Bezugspersonen zu gefallen, aus. Trotz seiner kleinen Größe ist der Hund sehr lebhaft und verspielt, ein Mix aus Intelligenz und Selbstvertrauen trägt zu schelmischen Zügen in seinem Charakter bei. Dieser Hund kommt gut mit älteren Kindern oder solchen, die er von jung auf kennt, aus. Er versteht sich gut mit Fremden, aber alarmiert immer mit dem lauten Bellen ihr Ankommen. Wenn sich der Besitzer als Chef behauptet hat, geht das Training besser vonstatten. Ansonsten kann sich die Ausbildung schwierig erweisen, weil diese Rasse ziemlich dickköpfig ist.

Aussehen
Dieser Hund hat einen länglichen Körper und kurze Beine. Er ist ca. 20 bis 28 cm am Widerrist hoch, der Körper sieht „tieferlegt“ aus. Das Gewicht beträgt 8,2 bis 10,9 kg. Das Fell ist seidig, mit einem Haarknoten auf dem Kopf. Die Fellfarben sind Pfeffer und Senf, haben am Körper hellere Schattierungen und verdunkeln sich im Bereich der Läufe. Die Pfeffer-Farbe variiert von einem leichten Silbergrau zu einem dunklen, fast blauschwarzen Farbton. Die Senf-Farbe kann von rehbraun bis rötlich sein. Das Haar ist normalerweise ca. 5 cm lang. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Rasse liegt zwischen 11 und 13 Jahren.

Das Fell muss zwei Mal wöchentlich gebürstet und bei Bedarf ordentlich geschnitten werden, so dass seine Haare nicht über den Boden schleifen und sauber bleiben. Die Ohren sollen sauber und trocken sein, weil diese Rasse für Ohrinfektionen anfällig ist.

Gesundheit


Die Rasse ist für gesundheitliche Probleme mit Wirbelsäule, Schilddrüse, Epilepsie, Ellenbogengelenken und einigen anderen Störungen anfällig. Aufgrund des langgestreckten Körpers ist ein Bandscheibenvorfall nicht selten. Im schlimmsten Fall kann dies zur Lähmung oder zum Verlust der Blasen- und Darmkontrolle führen. Auch das Auftreten von Krebs ist relativ höher als bei den anderen Terrier-Rassen. Weitere Probleme sind Glaukom, Cushing-Syndrom und Hypothyreose.

Dieser Hund gibt einen wunderbaren Haus- sowie guten Wachhund ab. Er ist ein toller Begleiter, mit Kindern umgänglich, in der Regel anspruchslos und eine relativ ruhige Rasse im Vergleich zu den anderen Terriern.

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