Deerhound

Die Rasse Deerhound stammt aus dem 3. Jahrhundert und ist eine der wenigen Rassen, die sich nur sehr wenig im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Im Mittelalter verwendeten die schottischen Stämme diese Hunde zur Jagd auf Hirsche, Wölfe und Wildschweine. Damals dienten sie dem schottischen Adel als Begleithund, waren unter verschiedenen Namen, zum Beispiel Scotch Greyhound, Rough Greyhound und Highland Deerhound und auch als „königlicher Hund von Schottland“ bekannt. Queen Victoria und Sir Walter Scott besaßen Scottish Deerhounds. Da die Hunde für die Verfolgung der Hirsche entwickelt und verwendet wurden, bekam die Rasse schließlich den Namen ‚Deerhound.‘ Durch die Einführung von Schusswaffen zur Jagd verlor der Deerhound seine Aufgabe, den Hirsch auf Sicht zu hetzen. Die Rasse wurde im Jahre 1886 vom AKC anerkannt.

Diese Hunde sind für ihre scharfen Augen und gute Nase bekannt. In diesen Tagen werden sie in der Konformation (Zuchtschau) und Coursing (ein Hundesport, bei dem das Jagdverhalten der Hunde bewertet wird), vor allem in den USA, verwendet. Sie werden sogar noch mancherorts für die Kojoten-, Fuchs-, Schakal- oder auch Kängurujagd eingesetzt. Wegen ihrer Größe sollen diese Hunde einen großen Platz für die Haltung haben, um sich frei bewegen zu können. Als Wachhunde taugen sie nicht und werden nicht bellen oder nicht mal knurren, wenn ein Fremder Ihr Grundstück betritt.

Grundinformation


(I) Größe:
Widerristhöhe:
➺ Rüden: 75-80 cm und höher

➺ Hündinnen: 70 cm und höher

Durchschnittsgewicht:
➺ Rüden: 40 bis 50 kg

➺ Hündinnen: 35 bis 43 kg

(II) Farben:
➺ Der Hund ist in verschiedenen Farben und Farbzeichnungen vertreten. Es sind in erster Linie verschiedene Grautöne, zum Beispiel blau, grau, gestromt, grau, grau gestromt, dunkelgrau und schwarz gestromt. Einige Hunde können weiße Flecken auf der Brust, den Läufen und der Rute haben.

(III) Charakteristische Merkmale:
➺ Wie andere riesigen Hunde sollen die Deerhounds eine große Fläche für körperliche Aktivitäten und reichlich Nahrung haben.

➺ Mit ihrem beeindruckenden, großen, schlanken Körper und den Windhund-ähnlichen Körperlinien sehen Scottish Deerhounds wie rauhaarige Windhunde aus, sind jedoch größer und schwerer.

➺ Ihr Fell ist etwa 7-10 cm lang, hart und drahtig. Etwas zottig sehen aber ein weicher Bart, Augenbrauen, Mähne und Schnurrbart aus. Das Fell ist kürzer und weicher an Kopf, Brust und Bauch.

➺ Die dunkelfarbigen, weichen, glänzenden Ohren sind relativ klein. Normalerweise sind die Ohren eng an Hinterkopf angelegt und richten sich halb auf, wenn der Hund lauscht.

➺ Mit ihrem bezaubernden, schwebenden Gangwerk laufen und jagen die Tiere. Ihre Oberschenkel sind muskulös und die Läufe ziemlich stark und gerade. Damit der Hund nicht ausbrechen kann, soll Ihr Grundstück einen mindestens 1,8 m höhen Zaun haben.

➺ Die im Ansatz starke Rute ist sehr lang, so dass sie beinahe bis auf den Boden gelangt, und verjüngt sich zur Spitze hin. Die Hunde haben eine tiefe Brust, einen kräftigen Hals, langen Kopf und eine spitze Schnauze. Der Kopf sieht wie bei Windhunden aus.

➺ Die Augen sind dunkel, dunkelbraun oder haselbraun.

(IV) Wurfgröße:
➺ Der Wurf ist 4-15 Welpen groß.

(V) Lebenserwartung:
➺ Die Lebenserwartung liegt bei 8 bis maximal 11 Jahre.

Pflege
➺ Das harte, drahtige Fell braucht regelmäßige Pflege und kann leicht geschnitten werden, wozu kein großes Geschick erforderlich ist. Die Rasse haart mittelmäßig.

➺ Auch wenn Sie für das Kämmen oder Bürsten ein paar Tage lang keine Zeit hatten, kann diese Versäumnis binnen 10-15 Minuten nachgeholt werden. Ein gelegentliches Bad hilft, den Staub, Schmutz, und den Hunde-Geruch aus dem Fell zu entfernen.

➺ Mit einem Nagelknipser, einer Zupfbürste und einem Stahlkamm von guter Qualität mit eng stehenden Zähnen werden Sie in der Lage sein, das Fell in Ordnung zu halten. Gelegentlich können Sie lange und / oder helle Haare in den Ohren zupfen.

Ausbildung


➺ Die Rasse lernt langsam und das Training kann sich etwas schwierig erweisen. Ein schlüssiges Trainingskonzept und Geduld spielen eine wichtige Rolle in der Ausbildung.

➺ Welpen sind sehr aktiv und erfordern frühe Ausbildung und Sozialisation. Sie entwickeln selbständig ihren Jagdinstinkt und jagen voller Energie alles, was sich bewegt. Es sind kurze Trainingseinheiten empfohlen, die Spaß und Spannung in den Lernprozess hineinzubringen.

Wesen
➺ Obwohl Deerhounds die Zeit drinnen mit Familienmitgliedern zu verbringen lieben, sollen sie freien Zugang zu einem großen eingezäunten Garten haben.

➺ Diese Hunde sind für ihre Jagd-, Sicht-, Aufspür- und Rennfähigkeiten bekannt. Sie sind sehr aktiv und agil.

➺ Wenn richtig ausgebildet, können sie bequem mit Ihnen reisen. Sie lieben es, in Autos zu fahren. Sie würden Sie überallhin begleiten. Die Hunde sind sehr anmutig, zärtlich, freundlich und sanft.

➺ Die Hunde sind für Eifer, große Renngeschwindigkeit und außergewöhnliche Ausdauer bekannt. Sie haben ein angenehmes Wesen und vertragen sich gut mit anderen Hunden, Haustieren und Kindern.

Bewegungsbedürfnis
➺ Scottish Deerhounds sind sehr aktiv, weise und klug. Sie besitzen einen starken Jagdtrieb, deswegen soll man auf sie aufpassen, besonders in der Nähe von Autostraßen oder in Hundeparks.

➺ Ein ausgewachsener Hund erfordert täglich etwa eine Stunde Bewegung. Er braucht eine Motivation dafür und würde sich freuen, mit einem anderen Hund auf dem Hof ​​frei spielen zu dürfen. Sie können ihn auf lange Spaziergänge oder Joggen oder Radfahren zweimal am Tag mitnehmen. Das ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Deerhounds.

➺ Die Hunde können übermäßige Hitze nicht vertragen. Im Sommer sollen die Dauer und Intensität Ihrer Spaziergänge reduziert werden.

Gesundheitsprobleme
➺ Scottish Deerhounds sind für Blähungen und Magendrehung besonders anfällig, die eine sofortige ärztliche Behandlung erfordern. Es kann ein lebensbedrohlicher Zustand sein. Verfüttern Sie 2 oder 3 kleinere Mahlzeiten pro Tag statt einer großen. Vermeiden Sie körperliche Belastung direkt nach einer Mahlzeit.

➺ Ernste Gesundheitsprobleme umfassen Kardiomyopathie (allmähliche Schwächung des Herzmuskels), Osteosarkom (Knochenkrebs), Blähungen, Hypothyreose, Magen- oder Milzdrehung und Cystinurie (Blasensteine).

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.