Depression bei Hunden

Ist Ihr Hund lustlos und kauert in einer Ecke, jammert ständig und kuschelt mit Ihnen? Sie sollten es jedoch nicht als eine vorübergehende Erscheinung betrachten, aber auf diese Verhaltensauffälligkeiten im Laufe von ein paar Tagen achten, denn so ein Verhalten könnte Angst und Depression des Hundes anzeigen. Eine krankhafte Depression verläuft über einen längeren Zeitraum und äußert sich genau wie beim Menschen in verschiedenen Symptomen wie z. B. Teilnahmslosigkeit, Schlappheit, Appetitlosigkeit, wenig oder gar keinem Interesse an der Umgebung und geliebten täglichen Aktivitäten.
Meistens sind Tierärzte nicht in der Lage, die emotionalen und psychologischen Auslöser der Depression herauszufinden, weil es von Hund zu Hund variieren kann. Laut Experten leiden 25% aller Hunde an Depressionen. Allerdings sind als die häufigsten Ursachen Veränderungen der Umwelt, Trennungsangst, körperliche Probleme oder auch schlicht Langeweile zu nennen.

Ursachen der Depression ausfindig machen

Der Tod einer gut bekannten und geliebten Person, in erster Linie einer Bezugsperson, dann plötzliche Veränderungen wie die Aufnahme eines neuen Haustieres können einen Hund depressiv und traurig stimmen. Tierärzte glauben, dass jede Art von Umweltveränderungen eine Depression auslöst, ein Umzug zum neuen Ort, ein neu geborenes Kind, mitunter sogar eine Veränderung in der Landschaft usw.

Trennungsangst bei Hunden geht allen anderen Ursachen voran. Ein Hund verweigerte die Nahrung einige Tage lang, bis sein Herrchen wieder nach Hause kam, und dies trotz der Tatsache, dass die anderen Familienmitglieder um ihn herum waren.

Manche gesundheitlichen Probleme können ebenfalls eine plötzliche Änderung im Verhalten des Hundes auslösen und zu Depressionen führen. Längere Schlechtwetterperioden sorgen fast zwangsläufig für Depressionen bei Hunden. Keine Auslastung, längeres Alleinsein sind ebenfalls häufige Ursachen.

Symptome der Depression

Ähnlich wie bei Menschen äußern sich die Anzeichen einer Depression bei Hunden in der tagelangen schlechten Stimmung und verdrießlichem, lustlosem Hundeverhalten. Einige der häufigsten Symptome sind:

  • Appetitverlust oder auch
  • Vermehrtes Fressen
  • Drastischer Gewichtsverlust
  • Lethargie
  • Verstopfung
  • Reduzierung der Wasseraufnahme
  • Übermäßige Schläfrigkeit
  • Keine Lust zu spielen
  • Verlust des Interesses an gewöhnlichen Aktivitäten und Spielzeug
  • Langsame Bewegungen
  • Haarausfall
  • Aggressives Verhalten
  • Unruhiges und ängstliches Verhalten

Behandlung von Depressionen

Obwohl es banal klingt, erholen aber die meisten Hunde von Depression und Angst mit ein wenig Liebe und Sorgfalt von seiten des Hundebesitzers innerhalb weniger Zeit. Halten Sie den Hund beschäftigt, sprechen Sie ihn oft an, spielen mit ihm und üblicherweise in wenigen Tagen wird er wieder in Ordnung sein. Je mehr Sie Zeit mit dem Hund verbringen und seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen, desto schneller kommt er in seine alte gewohnte Bahn zurück. Belohnen Sie das Tier jedes Mal, wenn er glücklich und entspannt aussieht. Dies verstärkt gutes Verhalten. Wenn es trotzdem nicht hilft und die Depression zu einer immerwährenden und langwierigen Erscheinung wird, soll man den Hund vom Tierarzt auf eine Krankheit oder chemisches Ungleichgewicht prüfen zu lassen. Oft wird die Depression mit Antidepressiva wie Prozac, Paxil und Zoloft kurz- oder auch langfristig behandelt.

Sie sollten keine Wunder erwarten, wenn bei dem Hund ein psychologisches Problem wie Depression vorliegt. Es kann Tage, sogar Monate dauern, bis der Vierbeiner seine normalen Aktivitäten wieder aufgenommen hat.

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