Eigenschaften vom Siberian Husky

Obwohl der Siberian Husky kein Nachkomme von Wölfen ist, wird er umgangssprachlich als sibirischer Wolfshund oder Husky-Wolfshund genannt. Seine anderen Spitznamen sind Sibe, Husky und Icee. Das ist eine der ältesten Hunderassen. Der Siberian Husky ist ein Nachkomme der Schlittenhunde von Tschuktschen. Da die Samojeden- und Alaskan Mala-Hunde miteinander verwandt sind, bilden alle drei Rasen einen Verwandtenkreis. Der Stamm von Tschuktschen, der im nordöstlichen Teil von Sibirien lebt, begann den sibirischen Husky als Schlitten- und Hütehund für die Rentierherden zu züchten. Im Jahr 1908 nahm die Rasse in Alaska am ersten Schlittenhunderennen unter dem Namen „All Alaska Sweepstakes“ in Nome statt, bei dem die Hunde auf der Strecke von 408 Meilen Schlitten ziehen mussten.

Die Popularität dieser Rasse stieg nach dem Jahr 1925, als die Diphtherie-Epidemie im Dorf Nome in Alaska ausbrach. Die einzige Möglichkeit, das Serum in die eingeschneite, von zugefrorenem Meer umgebene Siedlung zu bringen, waren Schlittenhunde. Der Staffellauf von 20 Mushern  (kommt von den französisch sprechenden Kanadiern, die ihren Hunden „MAARRCH!“ zuriefen, was soviel heißt wie: „vorwärts, lauft!“) und ihren Schlittenhunden über 1085 km von Nenana nach Nome innerhalb von fünfeinhalb Tagen ging als Serum Run to Nome oder auch Great Race of Mercy in die Geschichte ein. Zwei Huskys wurden speziell für ihre Bemühungen gelobt – Togo und Balto. Togo bewältigte die meiste Strecke, während Balto die letzte Etappe der Rückreise zurücklegte und das Serum nach Nome brachte. Die Leute von New England begannen mit der selektiven Züchtung des sibirischen Huskys. Diese Rasse wurde offiziell vom AKC im Jahre 1930 anerkannt.

Erscheinungsbild: Die Widerristhöhe beträgt in der Regel 53 bis 60 cm für Rüden und 51 bis 56 cm für Hündinnen, das Gewicht darf nicht mehr als jeweils 21 bis 27 kg und 16 bis 23 kg betragen.
Fell: Es kann den Temperaturen zwischen -50 Grad und -60 Grad Celsius dank einem besonderen Aufbau des Fells widerstehen: seine zwei Schichten bilden eine optimale Wärmedämmung, denn die Unterwolle erzeugt bei den Bewegungen des Hundes Wärme (wegen der Reibung) und die Deckhaare verhindern den Wärmeverlust, hinzu wachsen die Haare zwischen den Zehen. Das allgemeine Farbmuster ist rot und weiß, braun, silber sowie schwarz und weiß.
Augen: Übliche Augenfarben kommen in Farben von dunkelblau bis hellblau, auch gelb, braun oder grün vor. Die Augen sind mäßig voneinander entfernt angesetzt, mandelförmig und braun, gelb, glasig blau, dunkelblau oder grün.
Huskys zeigen eine teilweise oder vollständige Iris-Heterochromie, ein Zustand, bei dem die Iris beider Augen nicht die gleiche Farbe haben.
Nase: Die Farbe der Nase hängt von der Fellfarbe ab. Sie ist schwarz beim grauen Fell und jeweils tan beim schwarzen, leberbraun beim kupferfarbenen und hellbraun beim weißen.
Rute: Die Rute ist sichelförmig und soll nicht über dem Körper eingerollt getragen werden. Die buschige Rute des Huskys ist mit besonders steifem Stockhaar ausgestattet und enthält keine (oder nur wenig) Unterwolle. Bei Schneesturm rollt sich der Hund ein und steckt die Nase unter die Rute. Diese wirkt dabei als Luftfilter und Luftvorwärmung, so dass der Husky die Nacht unter dem Schnee verbringen kann.
Wesen: Dieser Hund ist intelligent, liebevoll, verspielt, sanft, aufmerksam und sehr anhänglich. Somit ist er als Wachhund weder geeignet noch nützlich. Er bellt normalerweise nicht, sondern heult wie ein Wolf. Der Husky liebt Kinder und auch andere Menschen. Seine extrem liebevolle und tolerante Natur macht ihn zum besten Spielkameraden für Kinder. Nicht zu verschweigen ist jedoch auch sein unabhängiges, einfallsreiches und intelligentes Wesen. Was übrigens manche Schwierigkeiten bei seiner Ausbildung machen kann.
Als Haushund: Für Anfänger ist es keine geeignete Rasse, weil sich der Besitzer gleich als Anführer des Rudels etablieren soll, und Huskys eben Rudelhunde sind. Sind Sie ein wenig nachsichtig, fängt der Hund bald darauf an, Sie steuern zu versuchen.
Verhaltensprobleme: Ein Fluchtversuch ist auch möglich, obwohl die gute Nase immer wieder zurückführen würde. Ein Grundstück sollte einen mindestens 1,8 m hohen Zaun mit dem festen Unterbau haben, denn der Hund kann sich auch darunter durchgraben. Hauskaninchen oder die Katze von Nachbarn sind für einen Siberian Husky nichts anderes als eine Zwischenmahlzeit. Falls der Husky mit einer Katze zusammen leben soll, muss er an diese von Welpenbeinen an gut gewöhnt werden. Auch lassen Sie Ihren Husky nicht von der Leine, außer auf einem einzäunten Grundstück.
Auslastung: Die Rasse ist ausgesprochen bewegungsfreudig und ausdauernd. So bieten sich als Auslastung lange Fahrradtouren an und natürlich jede Art von Zugsport außer wenn das Wetter zu warm ist. Auf der Freifläche versucht der Hund sich immer eine Beschäftigung zu finden. Gelingt es ihm nicht, kann er in Zerstörungswut verfallen.
Diese Rasse ist besser für die Haltung in einem Haus geeignet, das mindestens ein mittelgroßes Grundstück hat, kann aber auch in einer Wohnung gehalten werden, wenn er von jung auf an sie gewöhnt ist und eine ausreichende Menge der täglichen Beschäftigung erhält.
Der Hund liebt kühles und noch mehr kaltes Wetter und braucht, wenn möglich, ein klimatisiertes Umfeld in den wärmeren Jahreszeiten.

Pflege und Haarwechsel
Diese Rasse erfordert regelmäßige Fellpflege; zumindest ein paar Mal pro Woche, wenn es täglich nicht möglich wäre.
Der Fellwechsel erfolgt zweimal im Jahr mit hoher Intensität. Währenddessen soll das Fell häufiger gepflegt werden.

Gesundheitsprobleme
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Huskys beträgt 12 bis 14 Jahre. Diese Rasse ist nicht sehr für Hüftdysplasie wie andere mittelgroßen Rassen anfällig, jedoch sind Einzelfälle möglich.
 Zu anderen gesundheitlichen Störungen dieser Rasse gehören juveniler Katarakt, Hornhautdystrophie, Glaukom und progressive Retina-Atrophie. Ektopie und zink-reaktive Dermatose kommen auch vor. Bronchitis, Magenerkrankungen und Geschwüre sind weitere eventuellen Erkrankungen.
Diese Rasse erfordert eine angemessene Menge an Nahrung, Überfütterung soll vermieden werden, sonst kann es zur Fettleibigkeit und somit zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen.

Amüsantes
 Es wird angenommen, dass diese Rasse mehr als 3000 Jahre alt ist.

Ein Husky kann schnell laufen und die Geschwindigkeit von 38 Stundenkilometern erreichen.

Dieser Hund liebt es, Menschen zu lecken!

 Ein Husky kann Entfernungen von mehr als 100 Meilen pro Tag zurücklegen.

Ein Bronzedenkmal zu Ehren des Huskys namens Balto steht am Eingang des New Yorker Central Parks.

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