Einen Mops-Welpen trainieren

Der Mops stammt vermutlich aus dem Kaiserreich China, wo er vor mehr als 2.000 Jahren aus doggenähnlichen Hunden herausgezüchtet wurde. Zu dieser Zeit ähnelte der Mops nur in wenigen Zügen dem Hund, den wir heute als Mops kennen. Zur Zeit der Tang-Dynastie (ca. 950 n. Chr.) war die Rasse auch als Lo-Chiang-Sze und Foo bekannt. Im Laufe der Jahre wurde der Mops zu einem beliebten Haustier unter den buddhistischen Mönchen und verbreitete sich dann auch in Japan und Europa.

Der Mops ist ein ausgeglichener, intelligenter, fröhlicher und immer zu Späßen aufgelegter Hund, der sich dem Temperament seines Besitzers vollkommen anpasst. Er ist gefühlvoll, verspielt, sehr anhänglich und hat einen stark entwickelten Sinn für Humor. Man hält ihn für mehr sozial als jede andere Rasse. Das kurze und glänzende Fell kommt in Beige, Schwarz, Aprikose und Silber vor. Bei unsachgemäßer Pflege sind Möpse zu Übergewicht veranlagt. Ein faltiges Gesicht ist für Infektionen anfällig. Eine richtige Erziehung und Haltung sorgen für ein gesundes Leben und viel Fröhlichkeit sowie Lebensfreude Ihres Mopses.

Stubenreinheit
Vom ersten Tag an sollen für den Welpen bestimmte Regeln gesetzt werden. Stubenreinheit geht allem voran. Der kleine Welpe passt sich seiner neuen Umgebung nur allmählich an, alles um ihn herum ist neu und noch unverständlich. Der Besitzer soll dem Kleinen die Anpassung erleichtern und mit viel Geduld und Aufmerksamkeit ihn stubenrein bekommen.

Wählen Sie den gewünschten Löseplatz für den Mops. Einige Menschen benutzen eine Hundetoilette, solange der Welpe noch ganz klein ist. Der Darm und die Blase des Welpen sind klein, die Nahrung wird schnell verdaut, was häufigeres Entleeren notwendig macht. Wenn Ihr Welpe zu schnüffeln beginnt, ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass er sich lösen will. Auch ein Hund zieht es vor, sein Geschäft an einen dafür geeigneten Ort zu erledigen. Allerdings kennt er diesen Ort noch nicht und ist daher auf Ihre Hilfe angewiesen. Bringen Sie ihn zum Hundeklo, wenn er noch klein ist, und führen Sie ihn nach draußen immer zu einem festgelegten Löseplatz, wenn er schon laufen kann. Bei dem Entleeren wiederholen Sie immer wieder ein und dasselbe Wort, z. B. Pipi, so das der Hund es mit seiner Aktion in Verbindung bringt und sich einprägt. Hat er sich gelöst, sparen Sie nicht mit Lob und auch Leckerchen. Anfangs kann es auch schief gehen. Reinigen Sie den Boden mit einem stark riechenden Putzmittel, damit er den Geruch nicht mehr wahrnimmt.

Grundkommandos
Die Kommandos Sitz, Bleib, Platz, Komm, Fuß und Nein sollen als erste dem Welpen beigebracht werden. Sie helfen Ihnen, mit dem Hund zu kommunizieren und ihn zu disziplinieren und zu leiten. Für das Training bevorraten Sie Leckerchen, die der Hund genießen kann, wenn er richtig Kommandos ausführt. Denken Sie auch daran, dass Welpen eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, daher sollen Übungseinheiten kurz sein.

Leinenführung
Mit einem kleinen Welpen auf einen Spaziergang zu gehen ist immer eine Herausforderung. Hunde genießen vor allem Spaziergänge mit ihrem Herrchen. Ihre Begeisterung schwappt über und führt zu falschen Verhaltensweisen. Der häufigste Fehler bei der Ausbildung zur Leinenführigkeit besteht darin, dass der Mensch dem Ziehen des Hundes nachgibt. Vor dem Leinenführigkeitstraining soll der Welpe bereits in der Wohnung oder im Garten an Halsband/Geschirr und Leine gewöhnt werden. Das Ziel dieses Trainings ist, dass Ihr Hund neben Ihnen an lockerer Leine läuft. Freut sich der Kleine auf den Spaziergang, rufen Sie ihn zu sich, geben den Befehl zum Sitzen. Hat er sich nun beruhigt, ziehen Sie ihm das Halsband an, hängen die Leine ein und führen ihn nach draußen. Der Hund darf nicht vor Ihnen, sondern nur an Ihrer Seite oder hinterherlaufen. Zerrt er an der Leine, ziehen Sie an ihr leicht, und wenn er sich nicht verlangsamt und wieder an Ihrer Seite läuft, bleiben Sie stehen oder versuchen es mit dem Richtungswechsel.

Sozialisierung


Welpen müssen viele Kontakte zu Menschen und Hunden knüpfen, sonst werden sie später ihnen gegenüber ängstlich, unsicher oder aggressiv. Ein sozialisierter Hund passt sich schnell neuen Menschen, Artgenossen und einer neuen Umgebung an.

Tricks lernen
Tricks sind können eine Übungseinheit abrunden. Dies wird sowohl den Welpen als auch Sie selbst entspannen und freuen.

Sich im Kreis drehen
Stellen Sie sich vor Ihrem Hund. Halten Sie ihm die Hand mit einem Leckerli vor die Nase. Gehen Sie einen andeutungsweise kleinen Schritt nach hinten weg und fangen an, einen Kreis langsam zu beschreiben. Führen Sie den Mops erst etwas an Ihnen vorbei, um ihn dann in die Linksdrehung zu lenken. Ziehen Sie den Arm zu Ihnen zurück, wenn er ausgestreckt nach vorne weist. Schließen Sie den Kreis ganz exakt ab. Halten Sie die Hand immer kurz vor der Nase von Ihrem Hund, bleiben sanft und führend, bis er begreift, dass er sich drehen soll.

Pfote geben
Lassen Sie den Mops erstmal sitzen. Halten Sie ihm vor die Nase die geschlossene Hand mit einem Leckerchen drin. Die meisten Hunde werden mit der Pfote versuchen, die Hand zu öffnen. Tut er das, öffnen Sie sofort die Hand und lassen ihn das Leckerchen nehmen. Machen Sie es mit einem neuen Leckerli wieder. Diesmal, sobald er die Hand mit der Pfote berührt, halten Sie die Pfote ganz kurz in der Hand und sagen „Gib Pfötchen“.

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.