Erhöhte alkalische Phosphatase bei Hunden

Alkalische Phosphatasen (ALP) umfassen eine Gruppe von Enzymen, die hauptsächlich durch die Leber und Knochen produziert werden und die in einer nicht-sauren (alkalischen) Phase aktiv sind. Andere Körperteile, die die alkalischen Phosphatasen herstellen, sind die Nieren, Plazenta und Darmschleimhaut. Eine erhöhte alkalische Phosphatase kann mit bestimmten gesundheitlichen Problemen zusammenhängen.

Ursachen

Die genauen Gründe für erhöhte alkalische Phosphatasen bei Hunden sind noch nicht bekannt. In der Mehrzahl der Fälle ist diese Anomalie auf Leberprobleme und Knochenerkrankungen zurückzuführen. Schätzungsweise unterliegt ein Hund mit sehr hohen Mengen von ALP dem Risiko von über 50 Prozent, das sich bei ihm Leber- und Knochenerkrankungen entwickeln. Die wichtigsten Ursachen für eine erhöhte ALP sind Grunderkrankungen, Nebenwirkungen von Arzneien und ein junges Alter von Hunden.

Cushing-Syndrom
Die häufigste Ursache für die erhöhte alkalische Phosphatase ist die Krankheit Morbus Cushing (Hyperadrenokortizismus), die eine Überproduktion des Hormons Adrenalin verursacht. Um den Elektrolytenhaushalt zu regeln, beginnt der Körper des Hundes hohe Mengen an den alkalischen Phosphatasen zu produzieren.

Infektiöse Hepatitis
Die infektiöse Hepatitis wird in der Regel durch die Fütterung mit kontaminiertem Futter oder von einem Hund zum anderen durch direkten Kontakt übertragen. Dabei greifen die eingedrungenen Parasiten die Leber an, was die Erhöhung der alkalischen Phosphatasen und anderen Leberenzyme verursacht.

Knotige Hyperplasie
Die fokale noduläre Hyperplasie ist eine gutartige Lebererkrankung, die bei Hunden zu einer abnormalen Sekretion der alkalischen Phosphatasen führt. Es ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel asymptomatisch bis in die Endphase bleibt. Daher ist eine frühe Diagnose von der nodulären Hyperplasie in den meisten Fällen sehr schwierig.

Andere Gründe
In einigen Fällen kann die Verabreichung von Kortikosteroiden und bestimmten anderen Medikamenten über eine längere Zeit eine erhöhte alkalische Phosphatase hervorrufen. Die Aktivität der Enzyme hat ihren Höhepunkt bei Welpen. Bestimmte Hunderassen neigen einen gutartigen Tumor im Alter von 9 bis 10 Jahren zu entwickeln, was durch deutlich erhöhte ALP-Werte gekennzeichnet ist.

Zu einigen auffälligen Symptomen für eine erhöhte alkalische Phosphatase bei Hunden gehören allgemeines Unwohlsein, Lethargie, Ikterus, Schwäche und Schmerzen. Es gibt auch asymptomatische Fälle. Neben einer hohen alkalischen Phosphatase bei Hunden sind ebenfalls Fälle von einem ungewöhnlich niedrigen Niveau von ALP verzeichnet. Im Allgemeinen bedeutet eine sehr geringe Menge an der alkalischen Phosphatase einen genetischen Fehler, der Knochen- und Leberprobleme zur Folge hat.

Überblick

Eine erhöhte alkalische Phosphatasen bei Haustieren wird durch einen Bluttest diagnostiziert. Zum Zeitpunkt einer Verletzung und bei normalen Aktivitäten des Hundes wird dieses Enzym in den Blutstrom freigesetzt. Ein Bluttest kann lediglich ein hohes Niveau der alkalischen Phosphatase im Körper feststellen, jedoch nicht ihre Quelle. Daher sind korrekte differentialdiagnostische Methoden (wie Affinitätselektrophorese) anzuwenden, um die Quelle der erhöhten Ausschüttung (in dem Knochen oder der Leber) herauszufinden. Der Tierarzt kann den Hund auch auf Ikterus, Pankreatitis, Leberkrebs und andere Probleme mit der Leber prüfen.

Wenn die Bluttests einen leichten Anstieg der alkalischen Phosphatase über dem normalen Niveau zeigen, dann gibt es keine Notwendigkeit für eine therapeutische Intervention. Wenn jedoch das Niveau signifikant überhöht ist, kann der Tierarzt bestimmte Tipps für Hundepflege vorschlagen einschließlich der Änderung der Ernährungsgewohnheiten sowie medizinischer Routineuntersuchungen. Eine rechtzeitige Behandlung der Tiere mit erhöhter alkalischer Phosphatase ist notwendig, weil es ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen in sich birgt. Die Methodik für die Behandlung einer erhöhten alkalischen Phosphatase hängt von den Untersuchungsergebnissen und des allgemeinen Gesundheitszustandes des Hundes.

Von der zugrunde liegenden Ursache ausgehend kann der Tierarzt bestimmte Medikamente für die Behandlung der erhöhten Leberenzyme verordnen. Damit der Gesundheitszustand der Leber aufrechterhalten und gestärkt wird, sollen entsprechende Medikamente verschrieben werden. Hundefutter soll nur einen niedrigen Natriumgehalt haben, Nahrungsmittel mit einfachen Kohlenhydraten und Fettsäuren sind eindeutig vorzuziehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Leber während der Verdauung nicht überfordert wird.

15 Kommentare

      1. Am 04.10.2016 war die ALKP auf 3690 k und GPT 176
        Im Jahr 2017 bekam sie dann Medikamente die für Großtiere zugelassen sind und Medikamente aus der Humanmedizin.
        Um die hohen Leberwerte hat sich die Tierärztin nicht weiter gekümmert.
        Mein Westiemädchen wurde erlöst wegen schwerer Herzinsuffiziens und Lungenödem.
        Ich bin in großer Trauer.

        1. Das tut mir sehr leid für Sie, den Herrchen oder Frauchen sind mit ihrem Schmerz am meisten betroffen.
          Auch meine Hündin hat große Leberprobleme mit katastophalen Werten und auch ich habe Sorgen, wie es weiter geht.
          Wenn Ihr Schmerz nachläßt, ist es am besten, ein neues Hundi sich zuzulegen. Man hat dann wieder eine Aufgabe und man verkraftet den Tod des geliebten Tieres leichter. Wir haben jedenfalls dies Erfahrung gemachtIhnen weiterhin alles Gute!

        2. Habe soeben ihr Posting gesehen
          Meine geliebte Westiehündin hatte die selben Probleme und wurde am 5.3.2018 erlöst.
          mir gings wie Ihnen. Die hohen Werte waren bekannt aber es wurde sich nicht darum gekümmert. Wir waren Stammkunden beim Tierarzt.
          Mein Hund hatte stets Probleme. Leider sind Westies total überzüchtet aber die wunderbarsten Hunde die man haben kann. Ich vermisse sie sehr und es wird für mich nie mehr einen Hund geben. Hatte zu viele Sorgen um mein Mädel und enorme Tierarztkosten.

  1. Das tut mir sehr leid für Sie, den Herrchen oder Frauchen sind mit ihrem Schmerz am meisten betroffen.
    Auch meine Hündin hat große Leberprobleme mit katastophalen Werten und auch ich habe Sorgen, wie es weiter geht.
    Wenn Ihr Schmerz nachläßt, ist es am besten, ein neues Hundi sich zuzulegen. Man hat dann wieder eine Aufgabe und man verkraftet den Tod des geliebten Tieres leichter. Wir haben jedenfalls dies Erfahrung gemachtIhnen weiterhin alles Gute!

  2. Die Ärzte kümmern sich auch nicht so viel , aber ich hab alleine in Internet nachlegelesen , hab viele Kräuter mir zusammen gestellt und gebe sie langsam unter den Futter, es geht ihr jetzt schon viel besser . Alle andere Werte hat sie Top…. ich hoffe das sie uns noch paar Jahre erhalten bleibt … OP kommt nicht in Frage, da sie schon 13 j alt ist die ich sie das nicht mehr an.Lg

    1. Mein Max ist 10 Jahre und hat die Werte ALT 86
      ALKP 590
      Kann mir jemand erklären was das heißt? Die Ärztin gibt keine gute Auskunft die ich mit 77 Jahre verstehen kann .

  3. Maczionsek
    du kannst ihr Pute, Lamm und Kalbfleisch geben. Am Besten mehrmals am Tag, dafür kleinere Mahlzeiten. Mariendistel ist gut zum entgiften für die Leber. kannst du ihr ins Futter geben

    1. Viola, ich danke Dir , mache das auch so wie Du mir geschrieben hast , sie isst jetzt schon selbständig – vorher musste ich sie mir der Hand füttern…Mariendistel mische ich ihr unter dem Futter. Es klappt hervorragend ….Danke von ganzen Herzen

    2. Nur Fleisch(abgekocht) pur oder aus der Dose? Bei meinem sind die Werte auch enorm hoch. Ich verabreichen auch schon mariendistel“ vetoquinol“. Welches futter ist den Natrium arm?! Ich such schon länger gutes Futter.

  4. Mein Zwergschnauzer hat den Blutwert AP (U/1) Serum/Blut für Serum von 240 (Grenzwert 108). Er ist aber quietschfidel und bestens bei Laune!
    Muß ich da was machen!

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