Erstaunliche Fakten über Schlittenhunde

Schlittenhunde stellen eine eigenständige Rasse von Hunden dar, die für ihre hervorragende Laufgeschwindigkeit bekannt sind. Sie werden für Hundeschlittenrennen in populären nordamerikanischen und europäischen Wintersportfesten verwendet. Die Praxis des Hundeschlittentransports für das Reisen und die Jagd kann weit bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Die älteste und seltenste Art von Schlittenhund ist der Canadian Eskimo, eine reine Hunderasse, die in Nordamerika entdeckt wurde. Dieser Hund hat ein typisches wolfsähnliches Aussehen und einen sehr muskulösen Körper.

Geschichte der Schlittenhunde


Hunde begleiteten Menschen, als diese vor fast 15.000 Jahre nach Nordamerika wanderten. Sie waren ein wesentlicher Bestandteil der Kultur der amerikanischen Ureinwohner und wurden als Haustiere, Reisebegleiter, Schutz- und Jagdhunde gehalten. Später, als die Europäer nach Amerika kamen, wurde von ihnen diese Praxis übernommen. Wenn der Goldrausch im Jahre 1896 begann, stieg die Zahl der Goldsucher in rasantem Tempo. Die Terrains waren während der Winter sehr unzugänglich, so dass es extrem schwierig war, dorthin zu Fuß zu gelangen. Und da hatten Schlittenhunde ausgeholfen. Sie zogen Schlitten mit Menschen, Vorräten, Verletzten und Kranken und stellten sogar Post zu. Doch mit dem Aufkommen der Technologie und der Modernisierung wurden die Schlittenhunde nicht mehr für solche Zwecke benötigt und stattdessen zunehmend für Hundeschlittenrennen eingesetzt.
Im Jahr 1925 brach in der Stadt Nome, Alaska, Diphtherie aus. Das notwendige Serum fehlte. 20 Schlittenführer und ihre 150 Hunde waren die letzte Hoffnung der Bewohner. Die besten Hundeschlittenführer, die in den Dörfern entlang der Strecke lebten, sollten in Etappen das Serum von Nenana in Richtung Nome bringen und das Team aus Nome kam ihnen entgegen. Die Temperatur fiel auf minus 52 Grad, ein Schneesturm tobte, doch die Mission war erfolgreich erfüllt und die Erkrankten gerettet.

Schlittenhunderennen
Alle anderen vorhandenen Arten von Schlittenhunden wurden aus den kanadischen Eskimohunden entwickelt, sei es Sibirischer Husky, Alaskan Malamute oder ein seltener Mackenzie River Husky.

Schlittenhunde können mit der Geschwindigkeit 30 km / h laufen und so fast 25-30 Meilen lang in einem Hundeschlittenrennen zurücklegen! Da Hunde Rudeltiere sind, ist es sehr wichtig, dass sie einen Hund als Rudelführer akzeptieren. Er fungiert als Leithund und ist für die Führung des Teams verantwortlich.
Swingdogs sind beide Hunde hinter den Leithunden, ihnen folgen Teamdogs. Die Wheeldogs laufen vor dem Schlitten und ihrem Musher (Lenker) her. Die Hunde sind sehr wertvoll für Musher; sie werden als Haustiere behandelt und artgerecht erzogen und ausgebildet. Ein Schlittenhund soll drei grundlegenden Anforderungen entsprechen – schnell laufen, stark sein und enorme Ausdauer für den Langstreckenlauf besitzen. Die Hunde mit diesen Fähigkeiten bilden ein wettbewerbsfähiges Gespann. Jeder Hund ist an seinem eigenen Zuggeschirr befestigt, während das Geschirr des Leithundes durch die gemeinsame gangline mit der Leine von jedem Hund und dem Schlitten verbunden ist. Diese Hunde wiegen in der Regel 16-28 kg und haben ein sehr dichtes Doppelfell. Auch aufgrund der Fellbeschaffenheit wählt sich ein Musher einen Welpen aus.

Ernährung


Diese Hunde sind beim Fressen nicht wählerisch, weil sie alles fressen, was ihnen der Musher vorsetzt. Die Schlittenhunde pflegen wenig Wasser zu trinken und ernähern sich von dicker Rentierfleischsuppe, die sie stark, gesund und warm hält. Musher geben ihnen auch gefrorenes Rentierfleisch, in dünnen Scheiben geschnitten, das die Hunde sehr genießen. Ein Musher füttert immer zunächst seine Hunde und isst erst dann selbst. Bei Rastpausen werden die Hunde entlang einer Linie mit den am Boden befestigten Ringen befestigt, so dass sie einander nicht wegen Nahrung oder Rudelhierarchie angreifen.
Der Musher soll den Hunden helfen und den Schlitten schieben, wenn der Schnee weich ist oder der Weg bergauf geht.
Die gangline soll bei der Fahrt immer gespannt sein, sonst können sich die Hunde darin verheddern, was schwere Verletzungen oder sogar Tod bedeutet, wenn alle oder eines von den Tieren stolpern und hinfallen und von dem hinterher fahrenden Schlitten überfahren werden.

Tierquälerei
Das Iditarod ist ein jährliches Hundeschlittenrennen, das in etwa der Route bei der Lieferung des Diphtherie-Serums in 1925 entspricht. Dieses grausame Rennen wird seit Jahren immer wieder zur Todesfalle für Hunde. Viele Tiere sterben, unzählige werden verletzt. Diesen Hunden steht meist nur ein umgedrehtes Fass oder eine heruntergekommene Hütte zum Schutz zur Verfügung. Hunde, die nicht die besten Läufer sind, werden häufig wie fehlerhafte Ausrüstung behandelt. Ältere nicht mehr geeignete Huskys werden verlassen und sterben vor Hunger und Kälte.
Unerwünschte Welpen werden oft ertrunken oder zu Tode geprügelt. Welpen, die man als Schlittenhunde ausgewählt hat, werden ihren Wurfgeschwistern ferngehalten und sind aggressiv. Diese Welpen sind angekettet und können sich nur im Umkreis von nur vier Metern bewegen.
Die meisten Bundesstaaten verfügen über Gesetze, die eine Überarbeitung oder Überlastung von Tieren verbieten – nicht so Alaska. Hundeschlittenrennen ist ein barbarischer Akt und muss entweder behördlich kontrolliert und eingeschränkt oder ganz verboten werden.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.