Erziehung von Labrador Retrievern

Der Labrador Retriever wurde ursprünglich gezüchtet, um bei der Jagd zu helfen oder abgetriebene Fische und Fischernetze aus dem Meer zu holen. Heute ist es eine der begehrtesten Rassen auf der ganzen Welt. Ein Labrador ist intelligent, verspielt und lebenslustig, kann aber zähe Charaktereigenschaften zeigen. Daher ist es empfehlenswert, mit der Erziehung von diesen Hunden bereits im frühen Alter zu beginnen, vorzugsweise, wenn der Welpe etwas mehr als 12 Wochen alt ist. Ein Labrador gibt einen wunderbaren Begleithund ab ob gelb, schwarz oder braun. Die Rasse wird oft als Wach-, Polizei-, Spürhund zum Aufspüren von Drogen und Sprengstoff und Blindführhund trainiert.

Tipps zum Gehorsamkeitstraining eines Labradors
Wer einen Labrador-Welpen hat, kann von viel Glück sagen, weil ein Labrador außerordentlich gesellig und freundlich ist. Dies kann einen Hundebesitzer zu dem Gedanken verleiten, es bestehe keine Notwendigkeit, den Hund zu trainieren. Ein Herrchen oder ein Frauchen soll sich dennoch im klaren sein, dass die Erziehung und das Training zum Wohl des Hundes und für eine bessere eigene Beziehung zu ihm wichtig sind. Sobald Sie anfangen, Ihren Labrador zu trainieren, werden Sie merken, wie viel Spaß es macht. Hier sind ein paar Tipps, wie das Training zu einer tollen Erfahrung für beide, Sie und Ihren Labrador, zu gestalten wäre.

Sich als „Rudelführer“ behaupten

Der wichtigste Punkt bei dem Gehorsamkeitstraining ist, Ihren Labrador wissen zu lassen, dass Sie das Alphatier sind. Dazu bestehen mehrere Möglichkeiten, z. B. Sie füttern Ihren Labrador nur zu geregelten Zeiten und nicht dann, wenn er es will. Oder auf einem Spaziergang führen Sie den Hund und nicht umgekehrt. Allem voran bei dem Gehorsamkeitstraining soll eine Kontrolle über dem Tier erlangt werden, so dass es bestrebt ist, Ihre Kommandos zu befolgen. Eine Pflege des Hundes hilft ihm, das Vertrauen zu Ihnen aufzubauen. Sobald Ihr Hund Ihnen vertrauen gelernt hat, wird er Sie als Führer akzeptieren und wird mehr als glücklich sein, Ihnen zu gefallen.

Verhaltenstraining

Sobald Ihr Hund Sie als Führer anerkannt hat, ist es wichtig, ihm zu verstehen geben, welches Verhalten von ihm erwartet wird. Also, loben Sie ihn, wenn er etwas Gutes tut, und ignorieren seine Wutanfälle. Sparen Sie eben nicht mit Lob, wenn er Kommandos gut ausführt oder etwas Erfreuliches für Sie tut, vergessen Sie auch nicht an Leckerlis. Dies wird ihn noch mehr dazu ermutigen, sich zu Ihrem Gefallen zu verhalten. Macht er mal einen Fehler, sollten Sie etwas Geduld haben. Gereizte Worte werden die Erziehung nicht weiterbringen, sondern den Labrador nur verunsichern oder gar aggressiv stimmen.

Seien Sie konsequent beim Training

Beim Training soll man immer konsequent vorgehen, d. h., Sie sollen ein bestimmtes Wortkommando immer mit demselben Sichtzeichen begleiten und solche festen Kombinationen zur Routine verankern. Ein Training soll nicht lange dauern und nicht zu viel Lernmaterial enthalten. Den Hund je eine Stunde an drei Tagen pro Woche zu trainieren wird es für ihn einfacher machen, Kommandos schnell zu erfassen und auf Ihre Befehle promt zu reagieren. Auch ist es wichtig, den Lernprozess interessant und unbeschwert für Ihren Labrador zu gestalten, indem Pausen zwischen den Trainingseinheiten eingelegt werden, in denen er seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen darf.

Für eine optimale mentale Stimulation sorgen

Um Ihren Labrador lebensfroh zu erhalten, soll man seine Ausdauer und Energie in viele interessante Beschäftigungen zuleiten. So können Sie Ihrer Phantasie freie Luft geben und dem Hund mit innovativen Einfällen entgegenkommen. Labradors spielen sehr gern und werden Ihre Anregungen nur zu gerne unterstützen. Man soll auch nicht ihre Liebe zum Wasser vergessen. Erste Schwimmstunden werden ein unvergessliches Erlebnis für Sie beide sein.

Disziplin beibringen

Disziplin ist untrennbarer Bestandteil des Trainings und soll dem Hund in einem frühen Alter angelernt werden. Es wird Fälle geben, wenn Ihr Labrador Sie frustriert. In solchen Situationen ist es zwingend notwendig, ihm zu zeigen, dass Sie ein solches Verhalten ablehnen. Allerdings bedeutet dies nicht, dass Sie den Hund bestrafen oder anschreien sollten. Ihre Abneigung nur mit einem entschlossenen „Nein“ auszudrücken ist schon genug. Weil Labradors ihre Familien lieben, neigen sie, ihre Menschen anzuspringen. In einer solchen Situation soll ein festes „Sitz“ erklingen. Weil ein Labrador wegen seiner aufgeschlossenen Natur Fremde belästigen kann, soll es ihm auch abgewöhnt werden.

Den Hund sozialisieren

Es ist wichtig, dem Hund Bekanntschaften mit Menschen, Haustieren und neuen Umgebungen zu ermöglichen. Dies wird später seine Reizschwelle in unterschiedlichen Situationen bedeutend reduzieren. Nehmen Sie den Labrador z. B. zum Park, wo er neue Menschen kennenlernt, mit Kindern und Hunden spielen kann.

Dem Hund eine Lektion in Stubenreinheit geben

Von erstem Tag an in Ihrem Haus soll der Labrador Stubenreinheit lernen. In den ersten acht Wochen bringen Sie ihn in regelmäßigen Abständen und vor allem jedes Mal nach dem Aufwachen, Fressen, Spielen, vor dem Schlafengehen nach draußen. Und jedes erfolgreich erledigte Geschäft soll gelobt und (nicht jedes Mal) mit einem Leckerli belohnt werden.

Fünf Grundkommandos, die Ihr Labrador lernen soll, sind Sitz, Platz, Komm, Bleib, Bei Fuß. Denken Sie daran, Befehle immer mit einer sanften und freundlichen Stimme zu geben.

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