Gastroösophagealer Reflux bei Hunden

Saurer Reflux oder gastroösophagealer Reflux (GERD) bei Hunden ist eigentlich ein unkontrollierbarer Rückfluss von Darm- oder Magensaft in die Speiseröhre. GERD tritt auf, wenn sich der untere Schließmuskel der Speiseröhre (LES) spontan und unregelmäßig öffnet und schließt, was ein partielles Vakuum in der unteren Speiseröhre erzeugt. Der Mageninhalt steigt dann in die Speiseröhre auf. Obwohl jüngere Hunde für diesen Zustand besonders anfällig sind, weil ihr Schließmuskel (LES) noch unterentwickelt ist, kann saurer Reflux Hunde jedes Alters betreffen.

Symptome
Die Auswertung des Verhaltens von Ihrem Hund kann eine Reihe der Symptome von GERD wie Erbrechen der aufgenommenen Nahrung, Schmerzen beim Schlucken, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust offenbaren.

  • Symptome der erosiven Ösophagitis (leicht bis schwer), wobei das Tier unter Fieber und abnormem Speichelfluss leidet.
  • Sodbrennen ist ein weiteres wichtiges Symptom. Dies wird durch Regurgitation von Salzsäuren aus dem Magen verursacht und man denkt sich, der Hund hätte das gesamte Futter wieder erbrochen. Doch es war kein Erbrechen, sondern lediglich das Zurückströmen aus der Speiseröhre.
  • Ihr Hund heult oder winselt während der Nahrungsaufnahme, weil er Schmerzen oder Beschwerden hat.
  • Der Hund wird weniger aktiv vor allem nach der Fütterung im Vergleich zu anderen gesunden Hunden.

Ursachen

  • Manchmal kann saures Aufstoßen eine Nachwirkung der Narkose sein, die den LES (Unterer Speiseröhren-Schließmuskel) entspannen lässt.
  • Eine falsche Positionierung des Hundes während der Anästhesieverabreichung würde auch zu GERD führen.
  • Dieser Zustand bei Hunden kann aufgrund von chronischem Erbrechen auftreten. Erbrechen bei Hunden ist üblich, aber wenn es mehr als zwei Wochen dauert, ist diesem Umstand eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
  • Eine zugehörige Erkrankung ist eine angeborene Hiatushernie, welche das erhöhte Risiko des gastroösophagealen Refluxes vermuten lässt. Hiatushernie ist ein Zustand, bei dem der Bauchinhalt über den Hiatus in die Brusthöhle ausbeult (eine Öffnung in der Membran).

Diagnose
Wie bei jeder Krankheit ist eine richtige Diagnose zum richtigen Zeitpunkt von entscheidender Bedeutung für die Früherkennung und Heilung.

  • Erstens, wenn Sie die oben genannten Symptome bemerkt haben, sprechen Sie unverzüglich Ihren Tierarzt an.
  • Oesophagoskopie wird als bestes Mittel zur Diagnose von GERD angesehen. Bei diesem Verfahren wird eine Miniaturkamera in die Speiseröhre eingeführt, um die Auskleidungen der Speiseröhre zu prüfen.
  • Ein Fremdkörper oder ein Tumor in der Speiseröhre kann ein Anzeichen für GERD sein.
  • Megaösophagus, eine bei Hunden entdeckte Krankheit, wo die Muskeln der Speiseröhre die Nahrung in den Magen nicht mehr transportieren können, ist auch mit saurem Reflux assoziiert.

Behandlung
Obwohl diese Krankheit als eine schwere erscheinen mag, kann sie hauptsächlich zu Hause behandelt werden.

  • Veränderungen in der Ernährung, und zwar weniger Fett, weniger Protein und kleinere und häufigere Mahlzeiten sind ein paar Tage lang sehr ratsam.
  • Antazida wirken als Erste-Hilfe-Arznei bei saurem Reflux. Sie neutralisieren die Magensäure und reduzieren die in der Speiseröhre verursachte Reizung. Man soll sich vom Tierarzt über Medikamente gegen Sodbrennen Rat holen, weil manche von ihnen Nebenwirkungen haben.
  • Aktiver Manuka-Honig ist eine weitere Alternative. Er schützt die innere Auskleidung der Speiseröhre gegen die Säuren.
  • Medikamente wie Prokinetika (beeinflusst die Motorik des Magen-Darm-Traktes) sind weitere Möglichkeiten, die Probleme bei dem Stuhlgang zu lösen helfen und den Unteren Speiseröhren-Schließmuskel stärken.

Die beschriebenen Maßnahmen sollen bis zur vollständigen Genesung des Tieres durchgeführt werden. Danach ist es ratsam, noch einige Zeit nach GERD-Symptomen zu schauen. Ein gelegentlicher saurer Reflux ist üblich, aber wenn er andauert, kann eine Umwandlung in eine schwere Form, bekannt als gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), erfolgen, der sehr wahrscheinlich der Speiseröhrenkrebs folgen würde. Der beste Weg, künftige Fälle von saurem Reflux zu verhindern, ist, Nahrungsmittel mit hohem Fettgehalt vollständig aus dem Speiseplan zu verbannen.

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