Geschichte des American Bulldogs

Die amerikanische Bulldogge hat den Ruf einer mutigen und unerschrockenen Hunderasse. Sie kann mit einer Situation selbst klar kommen und sie bewältigen, ohne das Kommando ihres Herrchens abzuwarten. Ein gut gebautes, stämmiges Tier zeichnet sich durch mächtige Kiefer und eine kastenförmige Schnauze aus. Es gibt zwei verschiedene Zuchtlinien von American Bulldogs: Johnson-Linie und Scott Linie, benannt nach den Züchtern John D. Johnson und Allen Scott. Die heutige amerikanische Bulldogge stellt eine Kombination aus den beiden Linien dar.

Geschichte

Die amerikanische Bulldogge stammt von alten Mastiffs ab, die nach Europa von Nomaden im Jahre 1066 während der Herrschaft von Caesar gebracht wurden. Aufgrund des unglaublichen Muts und der Kampffähigkeit wurde sie zum Schutz von großen Tieren wie Bären und Raubkatzen verwendet. Sehr zähe Mastiff-Hunde Alaunts kamen mit Normannen nach Europa im rund 400 v. Chr. und wurden mit Doggen gekreuzt. Dies ergab die englische Bulldogge. Der eiserne Griff der mächtigen Kiefer ließ den Hund an Nase, Hals oder Wange jedes großen gejagten Tieres unerschütterlich hängen, wie auch heftig dieses versuchte, ihn herunterzuwerfen.

Während des 17. und 18. Jahrhunderts wurde englische Bulldoggen häufig als Wachhund auf Bauernhöfen gehalten, um Vieh zu schützen. Man verwendete sie auch in blutigen Sportarten wie Stier-Hetze. 1835 wurden die Stierhetzen in den Vereinigten Staaten verboten und seitdem gewann die Bulldogge immer mehr Beliebtheit als liebevolles und gehorsames Haustier. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wäre diese Rasse fast ausgestorben, wenn nicht John D. Johnson und sein Vater sie wieder hätten beschlossen zu beleben. Mit Alan Scott und einigen anderen Züchtern begannen sie, American Bulldogs zu züchten, die gesund und arbeitsfähig sein sollten. Später trennten sich die Wege von Johnson und Scott und sie setzten fort, jeder für sich allein, zwei verschiedene Linien der amerikanischen Bulldoggen zu züchten. Am 1. Januar 1999 wurde der American Bulldog vom United Kennel Club anerkannt.

Zuchtlinien

  • Johnson-Linie: Diese Linie ist als Classic- oder Bully-Typ bekannt. Die Bulldoggen sind mehr aggressiv, haben stärkere Knochen, lose Lefzen, einen Vorbiss, Falten am Gesicht und einen kürzeren Fang. Johnson`s berühmter American Bulldog Incredible Mean Machine behielt 25% Eigenschaften einer englischen Bulldogge.
  • Scott-Linie: Diese Linie wird auch als Standard- oder Performance-Typ bekannt. Bulldogs von diesem Typ sind groß, leichter und deutlich athletischer als Classic-Typ, langbeinig und für die Jagd auf wilde Schweine und Großwild gedacht. Sie haben einen sportlichen Look und eine relativ lange Schnauze.
  • Der Painter / Margentina Typ: Diese Bulldogs wurden Ende der 70er Jahre von Joe Painter, Margentina entwickelt und Tappe und sollten vor allem in Hundekämpfen eingesetzt werden. Sie sind eher klein und wiegen etwa 25 – 35 kg.
  • Old Southern White Typ: Diese Hunde gehören auch zur Familie der American Bulldogs und wurden ursprünglich als Hofhunde verwendet. Sie dienten als Rohmaterial für Johnson, Scott etc., aus dem die Züchter ihre Bulldog-Linien aufbauten.
  • Der Hybrid-Typ: Das sind vor allem American Bulldogs, deren Blutlinie eine Mischung aus Johnson- und Scott-Linien darstellt. Einige erfolgreichen Züchter dieser Hunde sind Kyle Symmes, Matt Boyd, Grau Souza, usw.

American Bulldogs sind freundlich, liebevoll und bauen eine enge Bindung zu ihrem Besitzer und der Familie auf. Bei der richtigen Erziehung und Sozialisation vertragen sich die Tiere gut mit Kindern sowie Haustieren. Ihr Energieniveau ist hoch, so soll der Hund reichlich Auslauf und viel körperliche Beschäftigung bekommen. American Bulldogs kann man auch in einer Wohnung halten, wenn der Hund gut ausgelastet wird. Sie haben einen vielseitigen Charakter, lernen schnell, sind unabhängig und können manchmal eigenwillig sein oder die Dominanz anstreben. Fehler in der Zucht, Erziehung und Sozialisation können dazu führen, dass der Hund ein aggressives, unausgeglichenes und gefährliches Verhalten an den Tag legt.

Ein American Bulldog kann zu Ihrem besten Begleiter werden, vorausgesetzt, dass er genügend Pflege und Aufmerksamkeit bei Ihnen findet.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.