Geschichte des Irish Wolfhounds

Der Ursprung der Irish Wolfhounds ist umstritten, und nur weitere genetischen Tests werden es klären können. Es ist eine sehr alte Rasse, die sich vermutlich zur gleichen Zeit wie der Irish Wolf (8000 vor Christus) entwickelt hatte. Mehrere Überlieferungen berichten über die Tapferkeit dieser Hunde in den Schlachten. Die alten Iren benutzten sie als Wachhunde sowie für den Schutz ihrer Nutztiere. Ein großer Teil der Informationen über diese Rasse geht aus Geschichten und Sagen hervor. So enthält „Die Intelligenz der Hunde“ von Stanley Coren eine Story über einen Schiff voll von „Jagdhunden“, die man aus Irland nach Europa brachte, um für sie hohe Preise einzuhandeln. Ein anderer Bericht erzählt von einem gewissen bestürzten Culann, dessen Irish Wolfhound von sieben Jahre alten Jungen Setanta in Selbstverteidigung getötet wurde. Setanta erbarmte sich über den unglücklichen Culann und bot sich als dessen Hund solange zu dienen, bis ein anderer Hund gefunden werden konnte.

Ein unverwechselbares Aussehen und eine ausgesprochene Intelligenz verhalfen zur Verbreitung der Rasse auf anderen Kontinenten. Der Irish Wolfhound wurde ein beliebter Exportschlager, mit dem aus Irland Könige und Zaren in ganz Europa beschenkt wurden. Er wurde zu einem ganz besonderen, einem privilegierten Hund. So stand im Brief des römischen Konsuls Quintus Aurelius Symmachus an seinen in England stationierten Bruder Flavianus geschrieben: „Ganz Rom sah sie mit Erstaunen und stellte sich vor, sie müssten in Eisenkäfigen hier hergebracht worden sein.“ Es ist möglich, dass die Rasse von den Römern verehrt wurde, wie die gefundene Bronzestatue eines halbwüchsigen Wolfshundes im römischen Tempel von Nodens im Lydney Park, Gloucestershire vermuten lässt. Diese Darstellung geht ins 365 n. Cr. zurück.

Andere Geschichten, die den Wolfshund Tiere wie Löwen besiegen zeigen, sind wohl doch übertrieben, oder auch wahr, gesetzt den Fall, dass ein Rudel der Wolfshunde einen einzelnen Löwen verjagt hatte. Ebenso kann es um Siege in den Schlachten dank dieser Rasse bestellt sein. Wie bereits erwähnt, wurden die Hunde in andere Länder exportiert, teuer verkauft und so als Statussymbol angesehen. Der Irish Wolfhound war immer an der Seite des Adels in den Wohnräumen zu finden und hatte seinen Platz zum Beispiel bei seinem Herrn neben dem Kamin, sogar als Bettgenosse wird er in Überlieferungen geschildert. Seitdem führte aber eine Kette von Ereignissen fast zur Ausrottung der Rasse in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre Rettung kam in Person von Kapitän Graham, der sie mit Deerhound, Dogge, Barsoi, English Mastiff, Mastiff und andere Rassen zu kreuzen begann. Die Rasse war schließlich gerettet, jedoch änderte sich ihr ursprüngliches Aussehen. Die wichtigste Änderung war eine gestromte Fellfarbe.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.