Gesundheitsprobleme bei Labradors

Der Labrador Retriever ist ein treuer Familienhund, wunderbarer Begleiter und hervorragender Wachhund. Aber leider ist diese schöne und fleißige Rasse für einige gesundheitliche Störungen anfällig.

Hüftgelenkdysplasie
Dieses genetische Gesundheitsproblem betrifft ein Hüftgelenk der Hunde. Auch als degenerative Gelenkerkrankungen, Arthrose und Osteoarthros bekannt, verursacht die Hüftgelenksdysplasie eine abnorme Entwicklung des Hüftgelenks, wobei es zu einer Veränderung des Oberschenkelkopfs, der Hüftgelenkpfanne oder von beiden Knochenteilen kommt, die nicht ordnungsgemäß ineinander passen. Die Mißbildung der Hüftgelenke ist auch ein Hauptfaktor für die Entwicklung von Arthritis bei Hunden.

Was sind die Ursachen einer Hüftdysplasie bei Hunden? Diese Erkrankung wird bei Hunden meistens durch genetische Faktoren, manchmal durch Übergewicht, Überanstrengung, Bänderrisse und Verletzungen verursacht. Durch die Verminderung der Hüftbewegung schwingt der Hund verstärkt sein Becken, um die Hüfte zu schonen. Bei einem schnelleren Gang neigt der Hund zum Hüpfen. Die Versteifung der Gelenke führt zu einer verminderten Lauffähigkeit, was die Aktivität des Hundes stark einschränkt. Bei Spaziergängen ist das Tier oftmals demotiviert, bleibt zwischendurch stehen und setzt sich häufig hin.

Retinaatrophie


Progressive Retina-Atrophie und Retinadysplasie äußern sich in der Degeneration der Netzhaut, was zu Sehverlust und sogar Blindheit bei Hunden führt. Das ist eine erbliche Krankheit, ziemlich üblich für die Rassen wie Dobermann, Rottweiler und Labrador Retriever. Eine mikroskopische retinoskopische Untersuchung kann Falten und Rosetten innerhalb der äußeren Netzhautschichten zeigen. Andere Augenprobleme sind juveniler Katarakt und die Hornhaut-Dystrophie. Ein ophthalmoskopischer Sehtest ist ein wesentlicher Schritt, um Augenprobleme der Labradors zu diagnostizieren.

Muskeldystrophie
Eine progressive Degeneration der Muskeln äußert sich in der Muskelschwäche, steifem Gang, und dem Unwillen gegenüber einer körperlichen Aktivität. Eine Muskelbiopsie, ein Bluttest und eine Elektromyographie der jungen Welpen ermöglichen dem Tierarzt, das Problem zu diagnostizieren. Von der Muskeldegeneration betroffene Hunde können auch unter Problemen wie Herzmuskelerkrankung leiden.

Magendrehung
Die Ursachen einer Magendrehung und Aufblähungen sind noch nicht klar, aber es kann an der Verdrehung und Überfüllung des Magens liegen. Das ergibt die Anschwellung des Bauches und wird von Gasbildung und unerträglichen Schmerzen begleitet. Eine Magendrehung ist ein absoluter Notfall, ohne sofortige Operation führt sie innerhalb weniger Stunden zum Tod. Die häufigsten Anzeichen sind Unruhe, Speicheln, blasse Schleimhäute und starkes Hecheln. Der Bauch bläht sich zunehmend auf und wird hart.

Ellbogendysplasie


Die Fehlentwicklung bestimmter Teile der Ellbogengelenke führt zu unebenen Gelenkflächen, Entzündungen, Gelenkschwellung, Lahmheit und Arthritis. Die häufigste Ursache der Ellbogendysplasie sind genetische Faktoren. Auch bestimmte hormonelle, traumatische und Ernährungsfaktoren können dieses Gesundheitsproblem hervorrufen. Gelenksteifigkeit, Schmerzen und schmerzhafte Arthritis gehören zu den häufigsten Symptomen der Ellbogendysplasie bei Hunden. Entzündungshemmende Medikamente können die Schmerzen lindern. Die Behandlung kann eine chirurgische Korrektur beinhalten.

Osteochondrosis dissecans (OCD)
Diese Form der Arthrose tritt überwiegend bei Hunden großer Rassen und meistens im Alter von 5-8 Monaten auf. Die Ursache liegt in einem gestörten Knochenwachstum im Gelenkbereich, bei dem sich eine ungewöhnlich dicke Knorpelschicht entwickelt. Die am häufigsten betroffenen Teile sind Ellbogen, Schultern und Knöchelgelenke. Dies kann sich in Schwellungen, Hinken, steifem Gang und Schmerzen äußern. Da die Gelenke geschwollen und entzündet sind, kann der Hund vor Schmerzen heulen, vor allem, wenn er das geschwollene Gelenk zu strecken versucht. Eine starke Belastung des Tieres in seiner Wachstumsphase oder eine Mangelernährung sind die allerersten möglichen Faktoren für die Entstehung dieser Krankheit.

Neben diesen Gesundheitsstörungen sind Labradors auch für Fettleibigkeit, Megaösophagus, Hypothyreose, Laryngoparalyse, Diabetes mellitus, Epilepsie anfällig. Häufige Verletzungen wie gerissene Kreuzbänder und Kokzygeale Myopathie (Schwanzmuskelleiden) können ebenfalls auftreten.

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