Große Hunderassen

Der höchste Hund der Welt, der Riese George, starb im Jahr 2013. Diese Deutsche Dogge hatte die Schulterhöhe von knapp 112 Zentimetern, brachte 111 Kilogramm auf die Waage und war 7 Jahre alt.
Dank einer sorgfältigen Zucht haben wir jetzt so viele Hunderassen mit einem ganz unterschiedlichen Erscheinungsbild und Charakter. Basenjis pflegen nicht zu bellen, Chow-Chows besitzen eine blaue Zunge, Doggen und Irish Wolfhounds konkurrieren um den Titel des höchsten Hundes der Welt und English Mastiffs gehören derzeit zum längsten und schwersten Hund weltweit. Normalerweise, wenn Menschen nach der größten Hunderasse fragen, sollen oft Experten erstmal überlegen, ob die Frage sich auf die Schulterhöhe, Länge oder das Gewicht des Hundes bezieht.

English Mastiff


Der englische Mastiff ist die längste und schwerste, jedoch nicht die höchste Hunderasse der Welt. Sie hat mehrere Weltrekorde im Gewicht und der Kraft aufgestellt. Der englische Mastiff entstand aus einer heute fast ausgestorbenen Jagdhundrasse Alaunt. Dieser riesige Hund hat einen ausgeprägten schwarzen Fang und eher kleine Ohren. Die Geschichte dieser Hunderasse enthüllt die blutige und grausame Verwendung der Hunde in sogenannten Sportarten wie Stierhetze und Hundekämpfen. Trotz der mit viel Aggression verbundenen Vergangenheit sind diese Hunde ideale Haustiere und genau das, was sich eine liebevolle Familie wünschen würde.
Der Old English Mastiff Zorba steht im Guinness-Buch der Rekorde: Er ist sowohl der schwerste Mastiff als auch der schwerste Hund generell. Der Rüde Aicama Zorba La-Susa wurde im Jahr 1989 für das Guinness-Buch der Rekorde gemessen: auf seinen Hinterläufen stehend war er 251 cm lang, wies eine Widerristhöhe von 95 cm auf und wog 155,58 kg.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 76-94 cm, 68-76 cm
Rüden, Hündinnen: 68-113 kg 54-90 kg
Fellfarbe: Aprikose, Rehfarben, gestromt

Deutsche Dogge


Die Deutsche Dogge ist wirklich ein sanfter Riese. Diese Hunderasse wurde in Deutschland entwickelt. Ihre Herkunft kann zu dem alten englischen Mastiff und dem Irish Wolfhound zurückverfolgt werden. Der Körper der männlichen Dogge erscheint quadratisch und groß, Weibchen sind etwas länger. Zeus, die Deutsche Dogge aus den USA, wurde als höchster Hund in der Welt in das Guinness-Buch der Rekorde 2013 aufgenommen. Er war fast 1,12 Meter groß, wog mehr als 70 Kilo und maß auf den Hinterläufen stehend 223 cm. Die andere Riesendogge George galt als größter Hund der Welt von 2010 bis 2012. Im Jahr 2004 war der Rekordhalter im Guinness-Buch auch eine Deutsche Dogge namens Gibson mit 107 cm Widerristhöhe und 81 kg Gewicht.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 76.86 cm, 71-81 cm
Rüden, Hündinnen: 54-90 kg, 45-59 kg
Fellfarbe: gelb und gestromt, schwarz und gefleckt, blau

Irish Wolfhound


Ohne Berücksichtigung der Guinness-Rekorde von Deutschen Doggen zählt der irische Wolfshund als die höchste Hunderasse der Welt, die vom American Kennel Club anerkannt war. Der Körper ist nicht korpulent, der Hund gilt als ausgezeichneter Jäger und Läufer, jedoch kein effizienter Wachhund, sofern er nicht entsprechend ausgebildet wird. Der Irish Wolfhound bellt nicht viel, neigt zu melancholischer Stimmung, wenn man ihn zu lange allein lässt und kann unter solchen Umständen destruktiv werden. Der Irische Wolfshund verträgt sich gut mit Kindern und verhält sch schützend gegegenüber seinem Besitzer und Familienmitgliedern.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 81-94 cm, 76-86 cm
Rüden, Hündinnen: 40-54 kg, 40-47 kg
Fellfarben: grau, gestromt, rot, schwarz, reinweiß, rehbraun, weiß und rot

Deerhound


Der Deerhound ist etwas kleiner als der Irish Wolfhound. Vermutlich hat er den keltischen Windhund und andere großen Rassen zu Verwandten. Ursprünglich setzte man ihn für die Jagd auf Hirschen und Rehen ein. Sein Körper weist die typische abfallende, breite und kraftvolle Kruppe auf und ermöglicht dem Hund mit enormer Geschwindigkeit zu laufen. Der Deerhound hat ein zotteliges, circa 7 bis 10 Zentimeter langes Doppelfell und eine galoppierende Gangart. Sein liebenswürdiger Charakter und eifriges Bestreben, seinen Bezugspersonen zu gefallen, macht ihn zum geeigneten Haustier, aber nicht zu einem guten Wachhund.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 76-81 cm, 71-76 cm
Rüden, Hündinnen: 38-49 kg, 34-43 kg
Fellfarbe: dunkles Blaugrau, dunkleres und helleres Grau oder gestromt sowie gelb, rotsandfarben oder rotbräunlich

Anatolischer Hirtenhund


Wie der Name schon sagt, stammt der anatolische Schäferhund aus Anatolien, Türkei. Man verwendete die Rasse wegen ihrer außergewöhnlichen Herdenschutzfähigkeiten. Gleichermaßen schützt der wehrhafte, imposante Hund seine menschliche Familie. Diese Rasse hat schwarze Markierungen an Ohren, Schnauze und um die Augen.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 73-81 cm, 71-78 cm
Rüden, Hündinnen: 50-67 kg, 40-55 kg
Fellfarben: Keks, Brindle, Weiß, Rehfarben, Leber und Blau Fawn

Bernhardiner


Der stämmige, flauschige und sanfte Bernardiner gehört zu einer der größten Molosser- Rassen. Dieser Riese aus der Schweiz wurde als Lawinenhund für die Suche und Rettung von Menschen verwendet. Der Bernardiner Benedictine V Schwarzwald Hof wurde als schwerster mit seinen 143 Kilogrammen unter seiner Rasse im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet. Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 70–90 cm, 65–80 cm
Rüden, Hündinnen: 63-120 kg, 63-100 kg
Fellfarben: weiß mit rotbraun oder rotbraun mit weiß in verschiedenen Abstufungen mit weißen Abzeichen an Brust, Pfoten, Nase, Hals und Rutenspitze

Leonberger


Diese Hunderasse entstand als Arbeitshund in Leonberg, Deutschland durch die Kreuzung von Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund. Im Jahr 2010 wurde der Leonberger vom American Kennel Club anerkannt. Die Hunderasse hat eine deutliche schwarze Maske und ein dunkles Fell, das er von dem Neufundländer geerbt hat. Die Rasse starb im Ersten und Zweiten Weltkrieg fast aus, in denen diese Hunde schwere Wagen mit Munition ziehen mussten. Neben seinen ausgezeichneten Wachfähigkeiten ist der Leonberger ebenfalls ein sehr guter Schwimmer und wird immer noch von der kanadischen Regierung als Wasserrettungshund eingesetzt.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 72–80 cm, 65–75 cm
Rüden, Hündinnen: 50–70 kg, 45–60 kg
Fellfarbe: löwengelb, rot, rotbraun, auch noch sandfarben (fahlgelb, cremefarbig) und alle Kombinationen zwischen ihnen

Kuvasz


Der schneeweiße Kuvasz hat die enge Verwandtschaft zur Tibetdogge. Die Rasse kam zur Zeit der ersten großen Völkerwanderung nach Ungarn vor mehreren Jahrhunderten. Diese Hunde waren bei dem magyarischen Hochadel sehr beliebt und haben sich im letzten Jahrhundert auch unter gemeinen Leuten verbreitet.
Heute wird der Kuvasz als Herdenschutzhund verwendet. Er kann Wölfe, Bären, Raubkatzen und Räuber erfolgreich von den Herden fernhalten.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 71–76 cm, 66–70 cm
Rüden, Hündinnen: 48–62 kg, 37–50 kg
Fellfarben: weiß

Pyrenäenberghund


Der Ursprung dieser Rasse kann im Molosser und Bronzehund gefunden werden. Der Überlieferung nach trieben Hirten im Mittelalter große Rinderherden aus Ungarn nach Südfrankreich und so wird auch der ungarische Kuvasz zu seinen Vorfahren gezählt werden können. Der Pyrenäenberghund war als königlicher Wachhund in Frankreich im 17. Jahrhundert bevorzugt. Heute wird er als Herdenschutzhund wegen seines angeborenen Instinkts, seine Herde und kleinere Tiere zu schützen, verwendet. Den Ursprung hat die Rasse in Zentralasien. Sie kam nach Europa während der großen Völkerwanderung und ist mit vielen Hunderassen wie Akbash, Tatra-Hirtenhund, Kuvasz, dem italienischen Maremma Schäferhund verwandt und Bernhardiner sowie Neufundländer entfernt verwandt.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 70–80 cm, 65–75 cm
Rüden, Hündinnen: 50-54 kg, 36-40 kg
Fellfarben: rein weiß oder hellgelb mit oder ohne Abzeichen

Neufundländer


Die Hunderasse wurde ursprünglich von den Fischern als Arbeitshund eingesetzt. Sie liebt Wasser und ist ein ausgezeichneter Schwimmer und Wachhund. Der Hund ist massiv und hat einen kräftigen, gut bemuskelten Körper und Schwimmhäute zwischen den Zehen. Der größte Neufundländer wog 118 kg und war von der Nase bis zum Schwanz 118 cm lang.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 68-76 cm, 63-68 cm
Rüden, Hündinnen: 60-60 kg, 45-55 kg
Fellfarben: schwarz, schwarz-weiß, braun und grau

Tibetan Mastiff


Der Tibetan Mastiff, auch als Do Khyi, Tibetdogge oder Tibetanische Dogge bekannt, stammt aus den Hochebenen des Himalaya und Transhimalaya und wird als eine der ältesten Hunderassen des Ostens bezeichnet. Das Deckhaar und die dichte Unterwolle schützen den Hund vor harten Wintern im Himalaya. Die im Westen weiter gezüchteten Tiere waren viel größer, was sich mit der Qualität der Ernährung erklären lässt.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 66-76 cm, 61-71 cm
Rüden, Hündinnen: 47-81 kg, 34-54 kg
Fellfarben: schwarz, schwarz-tan, braun, bräunlich-tan, grau-blau

Bullmastiff


Die Rasse entstand durch die Kreuzung des englischen Mastiffs mit dem englischen Bulldog und wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert für das Schützen von Hab und Gut sowie für Jagd gedacht. Diese Hunde bellen selten, sind extrem stark und können ein Wild fangen und im Maul halten, ohne es zu schädigen. Als natürlicher Wachhund spürt das Tier instinktiv eine Gefahr und schützt seine Familienmitglieder davor. Der Bullmastiff hat schwarze Markierungen an Schnauze, Ohren und um die Augen. Der englische Kennel Club erkannte die Bullmastiffs 1924, der American Kennel Club 1933 an.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen:  64–69 cm, 61-66 cm
Rüden, Hündinnen: 50–59 kg, 41–50 kg
Fellfarben: jegliche Schattierungen von gestromt, rehbraun oder rot, mit schwarzer Maske

Bordeauxdogge


Die Bordeauxdogge, oder Französischer Mastiff, ist eine der ältesten Hunderassen Frankreichs. Obwohl der Bordeaux Mastiff im Vergleich zu anderen großen Rassen kleiner erscheinen mag, ist er trotzdem einer der stärksten unter ihnen. Die Hunderasse wurde früher zum Bewachen der Schlösser, zur Jagd, zum Hüten und Schützen der Viehherden, zum Ziehen der Karren, aber auch zum Kampf mit Wölfen und Bären verwendet. Verschiedene Theorien versuchen dem Ursprung der Bordeauxdogge auf den Grund zu kommen. Einige glauben, dass die Rasse älter als Bulldog und Bullmastiff und mit der Tibet-Dogge verwandt ist, während andere sie mit dem neapolitanischen Mastiff oder dem ausgestorben Dogues de Bordeaux of Aquitain in Verbindung bringen.
Durchschnittliche Größe
Rüden, Hündinnen: 60-68 cm, 58-66 cm
Rüden, Hündinnen: 54-65 kg, 54-56
Fellfarben: fahlgelb, goldfarben und mahagonifarben

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