Großer Schweizer Sennenhund

Der Große Schweizer Sennenhund ist der größte und stärkste unter den vier regionalen Sennenhunden (Berner Sennen, Appenzeller Sennen und Entlebucher Sennen sind die anderen drei) in den Schweizer Alpen. Es wird auch als Grosser Schweizer Sennenhund, Large Swiss Mountain Dog, Great Swiss Cattle Dog oder Bouvier Suisse in verschiedenen europäischen Sprachen bekannt. Es ist ein kräftiges Tier: Rüden wiegen von 60 bis 70 kg, Weibchen – von 50 bis 60 kg.

Aussehen

  • Der Große Schweizer Sennenhund ist mit einem Doppelfell ausgestattet, das eine schwarze Grundfarbe mit braunroten und weißen Abzeichen hat.
  • Schwarz ist die dominierende Farbe, vor allem an den Ohren, der Nase, Rute, dem Rücken und den Läufen.
  • Weiß erscheint an der Schnauze, den Pfoten, der Brust, Schwanzspitze und am Kopf zwischen den Augen. Die Wangen und der Bereich über den Augen sind braunrot.
  • Seine Ohren sind dreieckig, die Unterwolle ist dicht, weich und grau.

Herkunft und Geschichte


Der Ursprung dieser Rasse ist nicht klar. Diese Hunde lebten auf den Höfen und in den Dörfern der Schweizer Alpen noch vor tausend Jahren. Es wird angenommen, dass sie aus der Kreuzung der starken und massigen Mastiffs, die von den Römern im 1. Jahrhundert vor Christus in die Schweizer Alpen gebracht wurden, mit lokalen Hunden hervorkommen. Einige glauben auch, dass die Rasse mit den Phöniziern in die Schweiz im Jahre 1100 v. Chr. kam.

Bernhardiner und Rottweiler sind dem Großen Schweizer Sennenhund ähnlich. Aufgrund der zunehmenden Popularität des Bernhardiners wurde der Sennenhund immer mehr in den Schatten gerückt und wäre wohl ausgestorben. Der Schweizer Kynologe Albert Heim entdeckte 1908 auf einer Ausstellung den großen Berner Sennenhund, belebte die Rasse wieder, die vom Schweizer Kennel Club 1910 anerkannt wurde. Heutzutage wird die Rasse als Wach-, Schlitten-, Polizei- und Rettungshund eingesetzt.

Wesen
Diese Hunde sind für ihr warmes und herzliches Wesen bekannt. Sie haben einen ruhigen Ausdruck auf ihrem Gesicht, sind perfekte Aufpasser und verhalten sich extrem schützend und loyal gegenüber ihren Besitzern. Als ausgezeichnete Familienhunde können sie besonders umgänglich gegenüber Babys und vernünftigen jungen Kindern sein.

Ausbildung und Pflege
Der Große Schweizer Sennenhund wächst sehr langsam heran und kann erst in 2-3 Jahren volle Reife erreichen. Die Ausbildung sollte in einem sehr jungen Alter beginnen, weil der Hund von Natur aus zur Dominanz veranlagt ist. Aus diesem Grund kann der Großer Schweizer Sennenhund kein geeignetes Haustier für erstmalige Hundebesitzer sein. Es ist wichtig, diese Hunde von erfahrenen Trainern ausbilden zu lassen.

Da die Hunde für mühsame Aufgaben wie Wagenziehen und landwirtschaftliche Tätigkeiten immer verwendet wurden, ist es notwendig, ihre Energie im Griff zu haben. Auslauf wenigstens einmal am Tag ist ein Muss. Das Fell soll regelmäßig gebürstet werden.

Gesundheitsprobleme
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 10 und 12 Jahren. Der Große Schweizer Sennenhund ist für verschiedene Krankheiten anfällig. Zu einer von ihnen gehört die Hüftdysplasie, die bei großen Hunden üblich ist und der menschlichen Arthritis entspricht. Epilepsie, Distichiasis (Erkrankung der Augen) und Magendrehung können ebenfalls auftreten.

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