Häufiges Wasserlassen bei Hunden

Häufiges Urinieren ist bei Hunden sehr üblich und es hängt in der Regel mit Verhaltensproblemen wie Trennungsangst oder sein Revier Markieren zusammen, aber in manchen Fällen kann es ein Symptom einer Gesundheitsstörung sein, die dringende Aufmerksamkeit erfordert.

Eine erhöhte Frequenz des Wasserlassens kann eine Folge verschiedener Faktoren sein, wie Wetterumschlag, erhöhte Wasseraufnahme, eine andere Marke von Hundefutter, eine Änderung in der körperlichen Auslastung oder bestimmte Infektionen.

Ursachen
Harnwegsinfektionen: Die Blasenentzündung ist eine Harnwegsinfektion (HWI), die als eine der Hauptursachen rangiert, insbesondere bei Hündinnen sein. Die Blase des Hundes ist durch die Infektion entzündet, die das Tier oft zu urinieren veranlasst. Die Infektion in der Regel wirkt sich auf die unteren Harnwege aus, indem die Blasenwand beschädigt wird oder die Nervenenden in der Blase oder den Harnröhren gereizt werden, was einen abnormalen oder schmerzhaften Harndrang verursacht. Die Blase einer Hündin ist kurz und breiter als die eines Rüden; dies macht sie anfälliger für bakterielle Infektionen. Die Blasenentzündung ist auch häufiger bei jungen Hunden aufgrund ihres relativ schwachen Immunsystems. Häufiges Urinieren und Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), angestrengtes Urinieren, blutiger Urin, Ablecken des Genitalbereichs etc. sind einige andere Symptome, die bei Hunden bei der Blasenentzündung beobachtet werden.

Übermäßige Wasseraufnahme: Im Sommer oder nach der körperlichen Belastung verbraucht der Hund mehr Wasser und das ist ein offensichtlicher Grund mehr zu urinieren als üblich ist. Doch ein plötzlicher Anstieg im Bedürfnis, Wasser zu trinken (Polydipsie) und zu urinieren (Polyurie) sind Indikatoren einer Erkrankung, an der der Hund leidet. Falls Sie diese Symptome bemerken, wenden Sie sich an den Tierarzt.

Hormonelles Ungleichgewicht: Bei älteren Hündinnen oder kastrierten Hunden beeinflussen häufig ein hormonelles Ungleichgewicht oder ein niedriger Östrogenspiegel die Nierenfunktion des Tieres und machen es unfähig, Urin richtig zu speichern, was den Hund mehr zu urinieren veranlasst. Wenn dies nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es sogar zu schweren gesundheitlichen Komplikationen wie Austrocknung führen.

Blasensteine: Die Blasensteine ​​bilden sich durch die Kristallisation von Mineralstoffen bei ihrer hohen Konzentration im Urin aufgrund des niedrigen pH-Wertes oder ungesunder Essgewohnheiten. Diese Steine ​​können die Größe von Perlkies aufweisen oder so klein wie ein Sandkorn zu sein.

Diabetes: Genau wie Menschen, sind Hunde keine Ausnahme und leiden an Diabetes. Um die erhöhte Konzentration von Zucker im Blut zu reduzieren, neigen Hunde mehr Wasser zu trinken und urinieren folglich häufiger als üblich.

Cushing-Syndrom: Das Cushing-Syndrom (erhöhte Produktion von Nebenhormonen) ist häufiger bei älteren Hunden zu verzeichnen und wird somit durch den Hundehalter als Zeichen des Älterwerdens eines Hundes falsch ausgedeutet. Häufiges Urinieren wegen zu hoher Wasseraufnahme, Haarausfall, Gewichtszunahme, Lethargie usw. sind häufige Symptome dieser Erkrankung.

Was als nächstes?
Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegende Ursache, Schwere und Dauer der Erkrankung. Als verantwortungsvoller Besitzer sollen Sie Änderungen im Verhalten des Hundes, in der Ernährung oder Routine erfassen und auswerten, welcher Faktor ausschlaggebend sein könnte. Allerdings, wenn Sie der Meinung sind, die Änderung des Lebensstils hat damit nicht zu tun, sollen Sie nach anderen Gründen forschen. Bevor die Behandlung beginnt, kann der Tierarzt eine Urinanalyse machen und einige Bluttests durchführen. Achten Sie darauf, das die Urinprobe nicht älter als vier Stunden sein soll und wird vorzugsweise gekühlt und in einem sterilen Behälter abgegeben. Die Krankengeschichte des Hundes wird untersucht.

Ein gesunder Hund trinkt etwa drei oder vier Tassen Wasser pro Tag pro ca. 9 kg Körpergewicht. Daher sollten Sie Ihr Haustier vom Trinken überschüssigen Wassers abhalten, indem Sie dem Hund abgemessene Mengen hinstellen und sicherzustellen, dass der Hund nicht aus einem undichten Wasserhahn oder der Toilette trinkt. Vor jeder Behandlung ist es empfohlen, den Tierarzt zu konsultieren, um die Ursache zu diagnostizieren und den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes zu beurteilen.

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