Hausmittel bei Verstopfungen bei Hunden

Eine Verstopfung bei Hunden kann aus verschiedenen Gründen zustande kommen; die gängigsten darunter sind Bewegungsmangel, Austrocknung und Mangel an Ballaststoffen in der Nahrung. Manchmal verschuldet es eine vergrößerte Prostata, wo eine schmerzhafte Laxation und Schwierigkeiten beim Urinieren zusammen mit einer Verstopfung beobachten werden können.

Manchmal kann ein verschluckter Fremdkörper zum Darmverschluss führen. Wenn Ihr Hund nicht essbare Gegenstände zu verschlingen pflegt, könnte dies eine höchstwahrscheinliche Ursache sein. Sie werden Ihren Hund sich beim Stuhlgang anstrengen, erbrechen, lethargisch sitzen sehen. In diesem Fall müssen Sie das Tier unverzüglich zum Tierarzt bringen. Bei älteren Hunden, wenn Sie keine offensichtlichen Gründe für diesen Zustand finden, kann es als Zeichen für eine Stoffwechselerkrankung sein kann. Wenn Ihr Hund vor kurzem eine Operation durchlaufen und einen seltenen und unregelmäßigen Stuhlgang hat, ist es eine häufige Nebenwirkung von einer Operation. In anderen Fällen sind Veränderungen in der normalen Ernährung für dieses Problem verantwortlich.

Die Feststellung der Symptome und die Entscheidung über die Behandlung sind sehr wichtig. Falls ein unregelmäßiger Stuhlgang durch die Nahrung verursacht ist, können Sie immer für Hausmittel entscheiden. In anderen schweren Fällen oder nachdem höchstens fünf Tage lang Hausmittel ausprobiert wurden, müssen Sie Ihren Hund zum Tierarzt bringen. Häufige Symptome der Verstopfung sind eine übermäßige Anstrengung während des Stuhlganges, seltener Stuhlgang, harter und grauer Kot und das Fehlen eines Stuhlgangs 2-3 Tage lang.

Sie könnten auch einige Änderungen im Verhalten des Hundes feststellen. Er wird verärgert und wütend aussehen. Eine langwährende Verstopfung kann weiterhin zu Problemen wie Appetitlosigkeit und Erbrechen führen. In jedem der oben genannten Fällen können Sie mit einem der Hausmittel gegen Verstopfung beginnen, die unten aufgeführt sind.

Hausmittel # 1: Pflege
Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Hund gut pflegen. Insbesondere im Fall von langhaarigen Hunden soll das Fell am Hinterteil gut getrimmt sein. Matten oder wirre Haare um den Anus können den Durchgang von Fäkalien verhindern.

Hausmittel # 2: Wasser
Weil die Dehydratation einer der ausschlaggebenden Faktoren für die Verstopfung bei Hunden sein kann, stellen Sie sicher, dass Ihr Hund viel Wasser trinkt. Halten Sie eine Schüssel mit sauberem Wasser im Haus. Gefiltertes Wasser ist besser als Leitungswasser. Auch den Speisen etwas Wasser zuzugeben, um die Nahrung feucht zu halten, ist eine gute Idee.

Abhilfe # 3: Kürbis
Kürbis ist ein natürliches Abführmittel. Entscheiden Sie sich für Kürbis aus der Dose. Es ist ein ballaststoffreiches Nahrungsmittel, das sich sehr wirksam bei der Behandlung dieses Problems erweisen kann. Sie können Ihrem Hund den Mahlzeiten ¼ Tasse Kürbis beimischen, bis er Erleichterung bekommt.

Abhilfe # 4: Aloe Vera
Ein weiteres klassisches Hausmittel ist Aloe Vera Saft. Stellen Sie sicher, dass Sie es den Speisen oder dem Trinkwasser in einer kleinen Menge beimischen: ½ TL soll genug sein.

Abhilfe # 5: Diät
Eine gesunde Ernährung ist bei diesem Problem sehr wichtig. Trockene Bohnen können in den Speiseplan für den Hund aufgenommen werden, weil sie eines der meist ballaststoffreichen Nahrungsmittel sind. Auch andere ballaststoffreichen Nahrungsmittel sollen nicht übersehen werden, bis Ihr Hund Erleichterung bekommt. Rohes oder gekochtes Gemüse sind gut für die Linderung der Verstopfung. Milchprodukte und andere fetthaltige Produkte sind zu vermeiden. 2 TL Haferflocken oder Weizenkleie zu einer Mahlzeit ein paar Tage lang können das Problem des trockenen, harten Stuhls auch lindern. Währenddessen soll die Nahrung aus gekochtem Reis, etwas Milch, Getreide und Fleischbrühe bestehen. An Milch soll es nicht mehr als ½ Tasse täglich sein.

Abhilfe # 6: Ballaststoffe
Eine der besten Möglichkeiten, Ihrem Hund das Problem zu erleichtern, ist Psylliumschale, Avena sativa, Aloe ferox und pflanzliche Faserergänzungen seinen Mahlzeiten beizumischen. Auf dem Markt sind viele Faserprodukte erhältlich, aber Ihr Hund könnte nicht in der Lage sein, sie gut zu verdauen. Fasern sind dafür bekannt, für schnelle Defäkation nützlich zu sein. Wenn Sie sich für Faserergänzungen entscheiden, stellen Sie sicher, dass sie nicht Zucker enthalten. Die richtige Faserdosierung ist ½ TL zweimal täglich für einen mittelgroßen Hund. Sie können auch 2 EL Milch von Magnesia verwenden.

Abhilfe # 7: Olivenöl oder Mineralöl
Dem regulären Hundefutter können Sie Olivenöl oder Mineralöl, das als Schmiermittel und Abführmittel dienen wird, beimischen. Es wird helfen, dem Hund den Verdauungsprozess zu erleichtern und den Darm zu schmieren. Denken Sie daran, dass die Zugabe von etwas mehr Olivenöl oder Mineralöl als nötig zu Durchfall führen kann. Sie können stattdessen auch Mandelöl oder Kokosöl verwenden.

Abhilfe # 8: körperliche Aktivitäten
Mangelnde Bewegung kann eine der Ursachen für einen unregelmäßigen Stuhlgang sein. Daher ist die tägliche Auslastung zusammen mit einer gesunden Ernährung bei der Verstopfung wichtig. Ein Spaziergang von etwa 15 bis 20 Minuten mindestens zweimal am Tag ist ein Muss. Wobei es ein langer Spaziergang nach der Mahlzeit auch wichtig ist.

Wenn die oben genannten Hausmittel und Maßnahmen in erster Entlastung Ihrem Hund nicht helfen, müssen Sie ihn zum Tierarzt bringen. Er verschreibt entsprechende Medikamente einschließlich Stuhlweichmacher und empfiehlt Veränderungen in der Ernährung. Manchmal kann ein Einlauf vom Tierarzt verwendet werden. Wenn das Problem weiterhin besteht, werden eine Blut- und Urinanalyse durchgeführt, um der Störung auf den Grund zu kommen.

In schweren Fällen wird der Tierarzt eine Koloskopie empfehlen.

3 Kommentare

  1. Mein Hund15 J. hatte fürchterlich Bauchschmerzen, wegen einer Verstopfung.
    Erst Operation, alle Zähne raus, dann nur Hähnchenfleisch Essen, bis die Kauleisten abgeheilt sind.
    Es fehlten Ballaststoffe.
    Hundefutter hat er sich nach Tagen noch nicht getraut, zu Essen.
    Ich wollte schon zum Tierarzt, bis ich mir unser Essen ansah und überlegte…
    Wir aßen gerade Lasagne, die Soße mit Fleisch gab ich ihn lauwarm.
    Er hat gut gespeist und innerhalb von vier Stunden, seinen Darm gleich drei Mal geleert.
    Die nächsten zwei Tage weiches Trockenfutter, kleingeschnitten.
    Nun versuche ich wieder Feuchtfutter.
    Aber Lasagne Sauße ist die effektive Möglichkeit zur schnellen Erleichterung

  2. wow.
    ich muss zugeben, es gruselt mich immer wieder aufs neue, wenn ich solche ‚Ratschläge‘, höre/ lese.
    Wer stolz berichtet, seinem Hund ausgerechnet(!) bei verdauungsproblemen, Nudeln und Soße gegeben zu haben, ist für mich ein ebenso heuchlerischer, uninformierter und verantwortungsloser „tierfreund“, wie solche, die sich einen husky in ihre stadtwohnung holen,.. deformierte, verkrüppelte, kaputtgezüchtete möpse oder Bulldoggen süß finden (wo ich mich ernsthaft frage, ob diese leute das wohl genauso sehen würden, wenn sie ein ebenso behindertes kind bekämen), während diese so sehr, unter dieser so abartig kranken modeerscheinung leiden müssen,… oder diese gestörten hardcore-Veganer, die mit dem Argument der tierliebe kommen, wenn sie erklären, dass sie ihren Hund natürlich ebenfalls vegan ernähren….
    der Grat zwischen tierfreund und tierquäler, und wenn auch ’nur‘ aufgrund mangelhaften Wissens, falscher Pflege/ Ernährung, oder fehlender gehirnzellen, wird immer schmaler…
    natürlich tut jeder, was er für richtig hält und ich will und kann niemandem sagen, was er tun soll…
    Aber ich kann nur hoffen, dass so etwas wie das hier, niemand ernsthaft als Lösung in Betracht zieht, sondern sich lieber die Zeit nimmt, vernünftig zu recherchieren, was an der Stelle tatsächlich sinnvoll hilfreich und unterstützend für den Körper, bzw die Verdauung ist – statt ihn noch zusätzlich zu belasten, wie zb durch Zucker/ungeeignete Getreide, Gewürze etc…
    grundkurs in ‚artgerechte Ernährung für Hunde‘ wäre hier wohl angebrachter, als solche Dinge öffentlich zu empfehlen.
    Ein Wunder, dass der Hund überhaupt so alt geworden ist, mit (sofern ich es richtig rausgelesen habe) Trocken-/Dosenfutter…
    Über verdauungsprobleme braucht man sich dann aber ohnehin nicht wundern.

  3. Hallo Alex,
    da muss ich Dir wirklich Recht geben! Applaus! Mir graust es oft mehr vor der Dummheit der Menschheit als vor irgendetwas in der Welt !! Vermenschlichung und nicht artgerechte Züchtung, Haltung, bzw. in diesem Fall Ernährung reihen sich hier aneinander…. Wenn ich ein Tier halte , ist es doch das Wesentliche, dass ich mich in diesem angesprochenen Fall einer Obstipation um die artgerechte Ernährung meines Tieres informiere und ihm nicht Fastfood oder anderen Müll verabreiche! In meinen Augen ist das Tierquälerei. Vielleicht sollte sie sich mal über Barfen informieren…Aber aufregen sollte man sich wirklich nicht, denn jeder kann machen was er will, manche profitieren ja auch davon…. so what !

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