Irish Red Setter

Geschichte
Einmal als Jagdhund verwendet, ist der Irish Red Setter jetzt nicht nur für seine Jagdfähigkeiten, sondern auch für sein reges Temperament und als geeignetes Haustier bekannt. In der Setter-Gruppe gilt diese Rasse als die älteste, die noch vor dem Gordon und dem englischen Setter  existierte. Wie der Name schon sagt, stammt der Irish Setter aus Irland. Es wird angenommen, dass die Rasse aus der Paarung des Spaniels mit dem Scottish Setter entstand. Da der Irish Setter für die Jagd gezüchtet wurde, hat er eine ausgezeichnete Nase.

Der erste offizielle Zuchtverein für den Irish Setter wurde 1882 in Dublin gegründet; in jenen Tagen konnte man unter diesen Hunden noch Gewinner der Hundeshows mit dem weißen und manchmal sogar dem schwarzen Fell finden, welche von den Red Setter Cousins – dem Gordon Setter und den roten und weißen Settern – vererbt worden waren.

Aussehen und Gesundheit


Das Fell dieses Hundes ist ein wenig lang und seidig. Es ist entweder rot oder kastanienbraun. Die Befransung der Rute besteht aus mäßig langem Haar, das zur Rutenspitze hin allmählich kürzer wird. Die durchschnittliche Schulterhöhe beträgt 64 bis 69 cm, das Durchschnittsgewicht bei Rüden 27 bis 32 kg, bei Hündinnen 24 bis 29 kg. Diese Rasse hat eine dünne Taille und eine tiefe Brust. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen 11 und 12 Jahren. Im Allgemeinen hat der Hund wenig Gesundheitsprobleme. Zu einigen spezifischen Gesundheitsstörungen gehören unter anderem Hüftdysplasie, progressive Retina-Atrophie, Krebs, Epilepsie, Aufblähungen und Hypothyreose.

Wesen
Das ist eine Rasse, die ihre Unabhängigkeit liebt, aus diesem Grund ist ein frühes Anlernen von Gehorsam ein Muss. Der Hund kann sich leicht ablenken und ist sehr begeistert und neugierig. Auch neigt er, sich taub zu stellen, was ein weiterer Grund für die frühe Ausbildung ist. Eine Härte bei der Ausbildung wäre nicht wegen seiner sensiblen Natur empfohlen. Mit Zuwendung, Leckerchen und Spiel als Motivation lässt sich der Hund gut erziehen.

Dieser Hund hat Energie und Bewegungsdrang. Diesen Eigenschaften sollte man als Halter dieser Hunderasse durch viel Auslauf, Beschäftigung und Förderung seines Bewegungs- und Jagdtriebes gerecht werden, denn nur dann kann sich sein ausgeglichenes und angenehmes Wesen voll ausprägen. Selbst wenn der Hund manchmal dickköpfig ist, sollte man ihn nicht zu viel unter Druck setzen. Er hat eine sehr lebensfrohe und fröhliche Haltung und liebt, den ganzen Tag lang zu spielen und zu laufen. Der Hund ist sehr anhänglich und mag die Aufmerksamkeit seiner Besitzer.

Der Hund liebt Kinder und überhaupt die menschliche Gesellschaft, kommt mit anderen Hunden ganz gut aus. Bei kleineren Tieren ist Vorsicht geboten, denn er war ursprünglich Jäger. Für die Haltung in Wohnungen ist der Hund schlecht geeignet. Er braucht täglich Auslauf. Wie jede andere Rasse wird der Hund destruktiv, wenn er keinen Ausgang für seine Energie hat und sich langweilt. Er ist alles andere als aggressiv von Natur aus und liebt Menschen, d. h. als Wachhund kann er kaum dienen, dafür kann aber sehr effizient als Therapiehund eingesetzt werden.

Differenzierung


Diese Rasse ist in zwei Arten von Setter unterteilt: als Arbeitshund und als Show-Hund mit dem Gewicht jeweils 20 kg und 32 kg. Das Fell der Arbeitshunde ist kürzer und weniger seidig. Die Fellfarben sind ein sattes Kastanienbraun ohne jede Spur von Schwarz; Weiß an der Brust, dem Hals und den Zehen oder als kleiner Stern auf der Stirn oder als schmale Blesse auf der Nase oder im Gesicht ist nicht disqualifizierend.

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