Kangal-Hund

Geschichte
Mehrere Geschichten erzählen darüber, wie der Kangal-Hund zustande kam. Ein Mythos besagt, dass bei diesem Tier es sich um eine Kreuzung eines Löwen mit einem Tiger in den assyrischen und babylonischen Zeiten handelt. Laut einer anderer Theorie war der Kangal ein Geschenk an den osmanischen Sultan. Er hatte den Löwen des Sultans angegriffen und getötet, sobald man ihn in die Burg brachte. Neugier und Respekt gewann der Hund dadurch bei dem Sultan, das Tier blieb bei ihm und wurde sein Begleiter beim Kriegszug nach Kangal Deliktaş im Gebiet von Sivas, wo der Hund verloren ging und nicht wieder gefunden war. Laut dieser Geschichte wurde der Kangal zum Vater der Kangal-Rasse in der Türkei.

Aussehen


Die Rassestandards für diese Rasse unterscheiden sich bei jedem Kennel Club. Die kynologische Föderation der Türkei (KIF) legt seine Schulterhöhe zwischen 65 und 80 cm fest. Die Rassestandards vom United Kennel Club (UKC) bestimmt dieselbe für Rüden als 74 bis 81 cm, für Hündinnen als 71 bis 79 cm. Das Gewicht ist nicht vorgegeben. Die Zuchtstandards des Neuseeland-Kennel Clubs legen die Schulterhöhe 75 bis 82 cm für Rüden und 71 bis 79 cm für Hündinnen, das Gewicht jeweils 50 bis 63 kg und 40 bis 60 kg fest. In den Vereinigten Staaten geben die UKC Rassestandards die Schulterhöhe für Rüden 76 bis 81 cm, für Hündinnen 71 bis 76 cm vor. Die Gewichtsangaben liegen jeweils bei 50 bis 65 kg und bei 40 bis 54 kg.

Diese Rasse hat ein Doppelfell. Die Unterwolle bietet Schutz vor Kälte im strengen Winter und vor dem sengenden Sommersonne, während das kurze und dichte Deckhaar Wasser und Schnee abweist. Das Fell ist in der Regel blassbeige oder schwarz und braun. Es kann weiße Abzeichen haben. Diese werden nicht vom KIF, sondern von anderen Zuchtvereinen akzeptiert. Das Fell ist schwarz auf dem Gesicht, der Schnauze und den Ohren. Es sollte nicht gestromt oder gefleckt sein. Die Ohren sin hängend.

Diese Rasse hat eine verwirrende Ähnlichkeit mit dem anatolischen Schäferhund, obwohl es zwei sehr unterschiedliche Rassen sind. Den anatolischen Schäferhund kann man in der ganzen Türkei antreffen, während der Kangal-Hund ein ziemlich seltenes Tier ist.

Wesen
Diese Rasse ist ruhig. Sie ist ganz unabhängig und kann gegenüber Fremden zurückhaltend sein. Wenn der Hund jedoch in einem frühen Alter sozialisiert ist, kann er sehr gut mit Kindern umgehen und im allgemeinen Fremde akzeptieren. Der Kangal ist sehr aufmerksam und sensibel auf das, was um ihn herum vorgeht, und gibt einen guten Wachhund sowie ausgezeichneten Hütehund ab. Aufgrund der unabhängigen Natur kann sich das Training ein wenig schwierig erweisen. Diese Rasse ist nicht gut für Anfänger.

Gesundheit und Pflege


Die heutige Rasse ähnelt genau ihren Vorfahren. Die Blutlinien konnten die Reinheit erhalten, weil das Wohngebiet von Kangal isoliert war. Diese Rasse leidet kaum unter gesundheitlichen Problemen. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 12 bis 15 Jahre. Das Fell soll gelegentlich gebürstet werden, der Fellwechsel erfolgt zweimal im Jahr. Obwohl das Fell nicht sehr lang ist, haart es bedeutend.

Dieser Hund ist für Häuser besser geeignet, die einen Garten haben. Er ist relativ inaktiv im Haus, aber für die Haltung in einer Wohnung nicht geeignet. Der Kangal braucht täglich Auslauf und geistige Förderung, sonst wird er langweilig und kann ungemütlich werden. Gelegentlich soll der Hund auch in Kontakt mit anderen Menschen kommen.

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