Kokzidiose bei Hunden

Bei Hunden kann die Kokzidiose durch vier Arten von Einzellern Kokzidien herbeigeführt werden: isospora canis, isospora ohioensis, isospora neorivolta und isospora burrowsi. Die Ansteckung erfolgt als Schmutzinfektion mit sporulierten Oozysten. Diese Einzeller-Parasiten dringen durch die Schleimhaut des Darms in den Darmtrakt ein und infizieren ihn. Immungeschwächte bzw. -schwache Hunde sind für den Parasitenbefall besonders anfällig, was eine hohe Infektionsrate bei Welpen und jungen Hunde erklärt.

Etwa jeder vierte Hundewelpe in Deutschland leidet an Kokzidien. Sie treten häufig bereits kurze Zeit nach der Geburt im Darm auf. Tiere in Zuchten oder in Gruppenhaltung sind besonders betroffen. Die Kokzidien vermehren sich im Darm und schädigen die Darmschleimhaut. Typisch bei der Erkrankung ist ein dünnbreiiger Durchfall.

Symptome
Das erste Zeichen von Kokzidiose ist Durchfall. Seine Intensität hängt von der Schwere der Infektion ab. Die Kokzidien können sich schnell vermehren und eine schwere Infektion hervorrufen. In den meisten Fällen sind die Stühle wässrig, im Fall einer schweren Infektion können sie Blut und Schleim enthalten. Ein äußerst übler Kotgeruch weist auf eine Kokzidien-Infektion hin. Wenn Sie bemerken, dass der Stuhl weich ist, lassen Sie den Hund auf Kokzidien prüfen. Andere Symptome dieser Infektion sind:

  • Gewichtsverlust
  • Appetitverlust
  • Erbrechen
  • Lethargie
  • Krampfanfälle bei einer schweren Infektion
  • Dehydration, vor allem bei jungen Welpen
  • Abdomen

Da diese Liste der Symptome nicht erschöpfend ist, kann der Hundebesitzer die Krankheit auch nicht anhand dieser eindeutig erkennen. Idealerweise sollten Sie einen Tierarzt für eine genaue Diagnose konsultieren.

Behandlung
Die Behandlung umfasst die Verwendung von zwei Medikamenten, die hohe Erfolgsquote haben: Sulfadimethoxin und Trimethoprim / Sulfadiazin. Diese Medikamente töten zwar die Parasiten nicht ab, verhindern jedoch ihre Fortpflanzung, so dass das Tier sich von der Infektion nur sehr langsam erholt. Der Hund wird gesund, wenn ein Gleichgewicht zwischen dem Immunsystem und dem Organismus erreicht ist. Die durchschnittliche Dauer der Genesung nach der richtigen Behandlung beträgt ca. 2 Wochen.

Der beste Weg, eine Kokzidiose bei Hunden zu verhindern, ist Kot jedes Mal unverzüglich wegzuräumen. Aber Kot ist nicht die einzige Gefahr. Auch Fliegen, Schaben, Zecken und Flöhe fungieren als Träger von Kokzidien und tragen somit zur Übertragung von Kokzidiose auf gesunde Hunde bei. Sie sollten besser den Besuch überfüllter Orten mit dem Hund vermeiden und ihn nur in sauberen Räumen halten. Ihr Hund soll jederzeit Zutritt zu sauberem Wasser haben, denn verunreinigtes Wasser enthält auch Kokzidien-Zysten. Ein kleiner Welpe wird nach und nach immun gegen Kokzidien sein.

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