Komondor

Der Komondor mit seinem imposanten Zotthaarkleid weist einen einmaligen Charakter auf. Auch als König der Hirtenhunde bezeichnet, dienten die Hunde Hirten und Viehzüchtern des ungarischen, türkischen und asiatischen Raumes als zuverlässige, unentbehrliche Freunde und Helfer. Für die Haltung eignet sich am besten ein geräumiges Haus mit dem großen eingezäunten Grundstück, vorzugsweise auf dem Lande. Sie sind nicht besonders gut für eine Wohnung geeignet, weil ihr tief dröhnendes Bellen die Nachbarn sicherlich belästigen wird. Die loyale und treue Rasse ist nicht sehr freundlich, wenn es um Fremde geht. Das Zotthaarkleid des Komondors wächst bis zu 9 cm lang und verbindet sich beim Fellwechsel mit den ausfallenden Haaren zu Schnüren oder Zotten. Die Fellpflege des Komondors ist ein wenig arbeitsintensiv: die Haare müssen auseinandergezogen werden, um eine große, flächendeckende Verfilzung zu vermeiden. Auf keinen Fall sollte das Fell gewaschen werden, da ansonsten der Fettgehalt des Haarkleides, der das Fell und somit den Hund schützt, seinen natürlichen Wert verliert.

Der Komondor ist ein idealer Familienhund.

Durchschnittsgröße:
➺ Rüde: 70 cm und mehr

➺ Hündin: 65 cm und mehr

Durchschnittsgewicht:
➺ Rüde: 50-60 kg

➺ Hündin: 40-50 kg

Farben
➺ Die Farbe des Haarkleides ist immer weiß, mit zunehmendem Alter elfenbeinfarben.

➺ Wie andere riesigen Hunde müssen die Comondors einen großen Hof zum Freilaufen haben.

➺ Der Komondor ist solide gebaut, besitzt gut ausgebildete Muskeln und schwere Knochen. Weitere Kennzeichen sind Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen, eine schwarze Nase und eine dunklergrau bis schwarz pigmentierte Haut. Seine dichtbehaarte Rute ist niedrig angesetzt, nach unten gerichtet und an der Spitze leicht nach oben gebogen.

Lebenserwartung
➺ Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 10-12 Jahre.

Historische Fakten


➺ Das Wort Komondor – mit Betonung auf die 1. Silbe – lässt verschiedene Deutungsmöglich-keiten zu, selbst Experten sind sich nicht einig, ob das ungarische Wort komor = düster oder der Begriff „Kommandeur“ den Ursprung für die Namensgebung bildet. Die Rasse stammt von tibetischen Hunden ab. Sie kamen während der 1100er Jahre mit den fliehenden Cumans nach Ungarn, die aus ihrer Heimat in der Nähe des Gelben Flusses vor den Mongolen flohen. Den Cumans wurde das Asyl gewährt und sie ließen sich in Ungarn im Jahre 1239 unter dem Herrscher Koten Khan nieder. Bei Ausgrabungen in der biblischen Stadt Ur, der Hauptstadt des sumerischen Volkes, fand man Tontäfelchen, auf denen große u. zotthaarige Hunde zusammen mit Rindern abgebildet und in Keilschrift mit KU-MUND-UR bezeichnet waren.
➺ Eine andere Theorie besagt, dass die Komondor-Rasse von dem großen, langbeinigen russischen Ovcharka abstammt, der von den Hunnen nach Ungarn gebracht wurde.

➺ 1920 wurde die Rasse als Arbeitshund kategorisiert. Der erste ungarische Komondor-Verein wurde im Jahr 1924 ins Leben gerufen. Während des Zweiten Weltkrieges stand die Rasse dem Aussterben nahe. Nach dem Krieg versuchten Enthusiasten, die Rasse wieder zu beleben, aber sie blieb trotzdem noch weitgehend selten. Nur wenige Komondors existierten bis 1962 außerhalb Ungarns.

Gesundheit
➺ Es ist im Allgemeinen eine gesunde Rasse, aber manchmal ist sie für Krankheiten wie Hüftdysplasie, Magenblähungen und Hautprobleme anfällig.

Fellpflege
➺ Die außergewöhnliche Qualität des Fells erlaubt dem Hund, sich beim Hüten mit seiner Herde zu vermischen. Das Fell schützt ihn sowohl vor extremer Hitze von +30° als auch vor extremer Kälte von -30°.
➺ Das Fell ist auf jeden Fall nicht pflegeleicht. Es soll besser nicht gebürstet werden. Die Zotten sind sanft zu entwirren und vorsichtig auseinanderzuziehen. Man soll gleich am Haaransatz damit anfangen. So wird verhindert, dass sich die langsam wachsende Unterwolle zu Knoten verfilzt. Auf der Innenseite der Oberschenkel, rund um das Maul und die Geschlechtsteile können die Haare weggeschnitten werden.

➺ Die Zähne sollen mindestens zwei oder drei Mal pro Woche geputzt werden, um Zahnstein und Bakterien zu entfernen. Die Krallen sind ein- oder zweimal im Monat zu schneiden.

Bewegungsbedürfnis und Disziplin
➺ Die intelligente Rasse erfordert viel geistige und körperliche Stimulation, weil es eine ausgeprägte Arbeitshunderasse ist und unbedingt ausgelastet werden muss.
➺ Die Hunde können sich ruhig in einem städtischen Umfeld verhalten, ihnen soll lediglich das zu laute Bellen abgewöhnt werden. Tägliche lange Spaziergänge mit dem Hund und der Freilauf auf dem Hof ​​oder im Garten werden die aufgestaute Energie freisetzen.

Soziale Fähigkeiten
➺ Obwohl die Komondors mit anderen Haustieren, insbesondere Hunden, nicht gut auskommen, kann man sie dazu erziehen, andere Haustiere zu akzeptieren.
➺ Sie eignen sich am besten für den Umgang mit älteren Kindern.

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