Leptospirose bei Hunden

Leptospirose ist eine bakterielle Infektion, die Menschen und viele Tierarten, darunter Katzen und Hunden betreffen kann. Diese Krankheit kommt bei Katzen im Vergleich mit Hunden eher selten vor. Wenn nicht rechtzeitig behandelt kann sie zu einigen schweren gesundheitlichen Problemen führen, da die Infektion die Leber und die Nieren schädigt. Diese bakterielle Krankheit ist hauptsächlich in drei Formen unterteilt – eine hämorrhagische, eine ikterische und eine renale Leptospirose.

Die hämorrhagische Leptospirose ruft Blutungen sowie Blutinfektionen herbei, während die ikterische einen Ikterus verursacht. Die renale Leptospirose kann zum Nierenversagen führen. Diese Krankheit ist häufiger bei Hunden anzutreffen, die unter unhygienischen Bedingungen gehalten werden bzw. sich oft in überfüllten Orten aufhalten.

In den letzten Jahren nahmen die Fälle der Leptospirose bedeutend zu, vor allem in bestimmten Teilen der Vereinigten Staaten und Kanada. Die Krankheit ist in den tropischen Regionen ebenfalls üblich. Häufigere Niederschläge sind ein günstiger Faktor für das Überleben und die Ausbreitung der Bakterien, die diese Krankheit verursachen. In der Regel sind Hunde, die in Kontakt mit dem infizierten Urin von Infektionsträgern wie Nagern und Waschbären kommen, eher mit den Leptospiren infiziert.

Ursachen von Leptospirose
Es bestehen mehr als zweihundert Stämme von den Bakterien Leptospira, von denen heutzutage nur acht Stämme bzw. Serotypen identifiziert worden sind und die diese Krankheit bei Haustieren verursachen, und zwar Leptospira icterohaemorrhagiae, L. grippotyphosa, L. pomona, L. canicola, L. bratislava, L. bataviae, L. hardjo, L. autumnalis und L. grippotyphosa. Aus diesen acht Stämmen sind meistens L. icterohaemorrhagiae, L. canicola, L. grippotyphosa und L. pomona meistens für die Leptospirose bei Hunden verantwortlich.

Die Bakterien werden durch eine infizierte Körperflüssigkeit, meistens durch den Urin der infizierten Tiere übertragen. Auch ein Kontakt mit kontaminiertem Wasser und Boden kann die Krankheit verursachen. Tiere wie Ratten, Waschbären, Stinktiere und Füchse sind üblicherweise Träger der Bakterien Leptospira. Die Bakterien können in den Körper durch offene Wunden, verletzte Haut oder Schleimhaut gelangen und schließlich Nieren- und Leberprobleme verursachen.

Symptome der Leptospirose
Die Krankheit kann verschiedene Symptome hervorrufen, die nachstehend aufgeführt sind:

  • Fieber (39-40,5 ° C)
  • Appetitverlust
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Lethargie
  • Entwässerung
  • Vermehrter Durst
  • Depression
  • Veränderung der Urinfarbe (orange oder rot gefärbter Urin)
  • Häufiges Wasserlassen
  • Gelbsucht
  • Uveitis
  • Bindehautentzündung

Wenn die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt wird, verbreitet sich die Infektion im ganzen Körper, was manche zusätzlichen Symptome wie Atembeschwerden, Blut im Erbrochenen und Anomalien im Nervensystem hervorruft. Die Leptospirose zählt als eine der schweren Hund-Krankheiten, vor allem bei Welpen unter 6 Monaten, da sich da eher lebensbedrohliche Komplikationen entwickeln.

Behandlung von Leptospirose
Die Leptospirose wird mit Antibiotika behandelt. In der Regel werden mehr als eine Art von Antibiotika verwendet. Zusammen mit Antibiotika kommt eine unterstützende Therapie in Form von der Flüssigkeitstherapie zum Einsatz. Diese Therapie ist vor allem erforderlich, um die durch die Infektion verursachten Nierenschäden umzukehren. Sie hilft, den Blutfluss in den Nieren zu erhöhen und die Filtrationsaktivität und Urinproduktion wieder herzustellen. Wenn die Infektion sehr schwerwiegend ist und es bereits die Nieren erheblich beschädigt worden sind, kann die Hämodialyse erforderlich sein. Die Heilprognose hängt von mehreren Faktoren einschließlich des nämlich verursachenden Bakterie-Stammes ab sowie davon ab, wie lange das Tier vor dem Anfang der Behandlung infiziert worden ist.

Heute stehen Impfungen für bestimmte Stämme von Bakterien Leptospira zur Verfügung. Um der Erkrankung vorzubeugen müssen Sie den Hund angemessen pflegen und ihn von den möglichen Infektionsquellen fernhalten. Der Mensch kann auch durch diese Krankheit von infizierten Tieren angesteckt werden, vor allem, wenn er mit dem infizierten Urin oder Erbrochenem des Tieres in Berührung kommt. Daher sollten infizierte Hunde und andere Haustiere sorgfältig behandelt werden und jeder mit ihrem Urin oder Erbrochenem verunreinigter Bereich sollte sofort gereinigt und desinfiziert werden.

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