Neufundländer

Der Neufundländer, im englischsprachigen Raum auch „Newfs“ oder „Newfies“ genannt, ist eine große Hunderasse mit einem dichten, groben und üblicherweise schwarzen Fell. In früheren Zeiten wurde diese Rasse gezüchtet, um Fischnetze und schweres Fischergerät aus dem Wasser zu ziehen. Seine Schwimmfähigkeiten verdankt er den Pfoten mit Schwimmhäuten, sein dickes Doppelfell ist wasserabweisend und schützt ihn vor Kälte. Er fühlt sich ganz zu Hause wie an Land als auch im Wasser und wird in Wasserrettungsaktionen eingesetzt. Dem Hund ist ein natürlicher Rettunsginstinkt angeboren und seine Geschichte zeichnet sich durch viele erfolgreiche Rettungen von Menschen aus. Sobald er in kalte nördliche Gewässer taucht, funktionieren die Lungen mehr aktiv, so dass der Neufundländer den Meeresströmungen trotzen und große Strecken durchschwimmen kann.

Herkunft

Der Neufundländer ist ein nationales Tiersymbol der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Dem Namen nach hat diese Rasse den Ursprung in Neufundland und stammt wahrscheinlich von den zahlreichen europäischen Hunden, die die europäischen Fischer auf die Insel gebracht haben. Auch wird es vermutet, dass der Neufundländer teilweise ein Nachkomme der großen schwarzen Bärenhunde ist, die die Wikinger hatten. Einige Forscher sind der Meinung, dass der Hund seine Größe von großen Doggen bekommen hatte, die nach Neufundland von portugiesischen Fischern gebracht wurden. Seit der Kolonisation der Insel 1610 hat der Neufundländer seinen typischen Körperbau und angeborene Charaktereigenschaften behalten.

In den 1880er Jahren, als Fischer aus England und Irland nach Neufundland kamen, fanden sie zwei Hauptarten von Arbeitshunden vor. Einer hatte ein längeres Fell, war groß und stark gebaut, eigentlich der heutige Neufundländer, und der andere war ein leichter gebauter und aktiver Wasserhund mit der glatten Behaarung, ein St. John’s dog, der Vorgänger des Labrador Retrievers. Beide Rassen wurden für ähnliche Arbeiten verwendet, wie Fischernetze und schwere Teile des Fischergerätes aus dem Wasser zu ziehen.

Aussehen

Dieser Hund hat ein wasserfestes Fell und bei anderen Rassen seltene Zwischenzehenhäute. Ein Rüde ist etwa 60-70 kg, eine Hündin ca. 45-55 kg schwer. Einzelne Hunde können mehr als 90 kg wiegen. Der größte Hund hat einen Rekord mit 120 kg Gewicht und der Körperlänge von der Nase bis zur Rute über 213 cm aufgestellt. Die Rasse kann bis zu 71 cm in der Schulterhöhe wachsen.

Die Augen sind verhältnismäßig klein und mäßig tief eingesetzt; sie liegen weit auseinander und es ist keine rote Bindehaut sichtbar. Die Augenfarben können dunkelbraun bei schwarzem und weiß-schwarzem Haarkleid sein; bei braunem Haarkleid ist ein hellerer Farbton zulässig. Die Ohren sind eher klein, dreieckig mit abgerundeter Spitze, gut hinten und seitlich am Oberkopf angesetzt, können nach vorne gelegt werden, so dass Wasser nicht hineindringt. Der Neufundländer hat ein wasserundurchlässiges Stockhaar. Das Deckhaar ist mäßig lang und gerade, nicht gelockt. Die Unterwolle ist weich und dicht, dichter im Winter als im Sommer. So ein Aufbau der Behaarung schützt den Hund vor Kälte und nach stundenlangem Schwimmen bleibt die Haut absolut warm und trocken.

Wesen

Das sanfte und süße Temperament, der Wunsch, seinem Besitzer zu gefallen, seine Hingabe machen diese Rasse zu einer der besten auf der Welt. Der Hund wird oft als „sanfter Riese“ bezeichnet. Er eignet sich hervorragend für den Umgang mit Kindern, verhält sich freundlich gegenüber Fremden und Tieren. Allerdings liegt das einzige Problem beim Spielen mit Kindern in seiner Größe, weil er versehentlich ein Kind umstoßen kann. Daher ist eine frühzeitige Ausbildung empfohlen.

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