Olde English Bulldog

Der Olde English Bulldog ist eine neue Hunderasse, die erst vor kurzem als solche etabliert geworden ist.

Geschichte


Vor Jahrhunderten kamen Nomaden aus Asien auf die britischen Inseln und brachten die asiatischen Doggen mit. Die Engländer begannen, diese Hunde zu züchten, und bekamen am Ende Bull-Hunde, deren Name auf Stierhetze beruht. Die Rasse war weit und breit für blutige Hundekämpfe, vor allem in England verwendet.

Das dauerte bis 1835, als die Hundekämpfe in Großbritannien gänzlich verboten waren.

Die meisten Hunderassen der Welt, falls sie aussterben, überreichen gentechnisch ihre Fähigkeiten den Nachkommen weiter. Mit der englischen Bulldogge war dies jedoch nicht der Fall.

Als der Stierhatz verboten worden war, versuchten die Züchter, die Aggressivität der Rasse hinunterzusetzen. Aus diesem Grund paarten sie diesen Hund mit dem Mops und anderen gedrungenen Hunderassen, die nicht aggressiv waren. Auf einer Seite war das Ergebnis erfolgreich und die neuen Hunde konnten mit Kindern und Haustieren gut auskommen. Auf der anderen Seite scheiterte der Versuch kläglich, weil die Gesundheit der Rasse gefährdet war.

Die englische Bulldogge litt unter vielen gesundheitlichen Problemen wie Hüftdysplasie, Atemstörungen, Hitzschlag (schon bei 21 Grad Celsius). Die Rüden waren zum Decken und die Hündinnen zur natürlichen Geburt (weil die Welpen einen großen Kopf hatten) unfähig. Die Hunde konnten nur schlecht laufen, weil sie kurze Beine und einen fetten Körper hatten.

Auf der Basis eines von der Universität Ohio entwickelten Linienzuchtprogramms aus der Rinderzucht kreuzte David Leavitt in die Linie des English Bulldog verschiedene Rassen ein, die dem Bulldog all das zurückgeben sollten, was über die Jahrzehnte verschwunden worden war. Um die neue und alte Rassen auch namentlich abzugrenzen, wählte Mr. Leavitt seinerzeit den Namen Olde English Bulldog. Heute wird die Rasse von ihm selbst Leavitt Bulldog genannt. Er gründete auch die Olde English Bull Association (OEBA), die ein Zuchtbuch angelegt hat.

Das Zuchtprogramm sah die Kreuzung von zwei verschiedenen Linien vor. Die ursprüngliche Generation bestand zu etwa 50 % aus der englischen Bulldogge sowie zu jeweils 1/6 der Rassen Bullmastiff, American Bulldog und American Pitbull Terrier. Im Ergebnis hatte man heute deutlich mehr bewegliche, ausdauernde Bulldoggen bekommen, die freiatmend, sportlich, selbstständig fortpflanzungsfähig und nicht aggressiv sind. Der Olde English Bulldog konnte nun einwandfrei laufen, spielen und familienbezogen sein.

Aussehen
Diese Rasse ist mittelgroß, muskulös und gut proportioniert. Sie hat keine Probleme mit der Atmung. Ein Rüde ist 42-50 cm, eine Hündin 40-47 cm am Widerrist hoch und jeweils 27-36 kg und 25-32 kg schwer. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieses Hundes beträgt 9 bis 14 Jahre. Die Wurfgröße ist zwischen 3 und 12 Welpen groß.

Der Kopf ist groß und viereckig, aber in guter Proportion zum Körper. Der Unterkiefer ist etwas nach oben gebogen und weist einen leichten Vorbiss auf. Die Augen eines Old English Bulldogs sitzen tief und liegen weit auseinander. Die Farbe ist braun mit schwarz pigmentierten Lidrändern. Die Nase ist auffällig groß mit weit offenen Nasenlöchern, die Ohren sind hochangesetzt und befinden sich weit hinten am Schädel. Das Fell ist kurz, anliegend und pflegeleicht. Auch die feinen Falten am Kopf bedürfen nur minimaler Pflege. In der Regel sind alle Farbzeichnungen mit schwarzer Nase erlaubt: einfarbig, gestromt oder gescheckt, mit oder ohne schwarzer Maske.

Wesen


Dies ist ein guter Begleithund. Er ist freundlich und verspielt, aber wachsam. Verschiedene Aktivitäten wie Spielen, Laufen, Apportieren usw. sind ihm durchaus willkommen. Sein Wesen ist selbstbewusst. Er gibt einen guten Familien- und Wachhund ab.

Gesundheit
Das einzige bemerkenswerte gesundheitliche Problem ist Hüftdysplasie.

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