Otterhund

Geschichte
Der Otterhund hat seinen Ursprung in Großbritannien, wo er für die Jagd auf Fischotter verwendet wurde und daher seinen Namen hat. Es wird vermutet, dass viele Hunderassen einschließlich Bloodhound dabei gekreuzt wurden. Die Rasse wurde zum ersten Mal vom AKC im Jahr 1910 registriert, heute ist sie dem Aussterben nahe: ihre Population ist noch kleiner als die von großen Pandas. 51 dieser Tiere wurden im Jahr 2006 und nur 15 im Jahr 2011 registriert. Die heutige Zahl der Hunde wird auf lediglich 1000 auf der ganzen Welt geschätzt. Mit zahlreichen Anstrengungen versucht man, die Rasse vor dem Aussterben zu retten.

Wesen


Dieser lebensfreudige Hund hat seinen eigenen Kopf, ist sehr unabhängig, aber liebevoll gegenüber seiner Familie. Er mag laufen und spielen. Wenn Sie sich diesen Hund anschaffen wollen, soll genügend Platz für seine Aktivitäten vorhanden sein.

Obwohl die Otterhunde als ausgeglichene, freundliche Tiere gelten, dennoch bleiben sie ihrem eigenen Verständnis nach Jagdhunde und bedürfen in ihrer Erziehung ausreichender Konsequenz. Sie sind zudem für ihren sehr ausgeprägten Eigensinn bekannt, weshalb ein absoluter Gehorsam in der Regel selten erreicht wird. Der Otterhund braucht ein sehr hohes Maß an Beschäftigung, sofern er als Familienhund gehalten wird. Dieser Hund mag an allem, was die Familie tut, teilnehmen. Da er ursprünglich zur Jagd auf Fischotter eingesetzt war, liebt er zu schwimmen. Da ihm die Jagd am Herzen liegt und falls dem Hund eine Spur gefällt, vergisst er oft alles um sich herum. Daher ist ein guter, stabiler Zaun, mindestens 1,5 Meter hoch notwendig, so dass das Tier nicht entkommt.

Dieser Hund kann laut bellen und alarmiert dadurch über das Ankommen der Fremden. Die Aggression ist dem Otterhund fremd. Allerdings hängt es vom Charakter eines einzelnen Otterhundes ab. Wenn Sie zu sehr auf die Sauberkeit und Ordnung in Ihrem Haus halten, dann ist dies nicht der richtige Hund für Sie, weil er sehr chaotisch ist. Das Training kann sich aufgrund der Hartnäckigkeit der Rasse manchmal schwierig erweisen; wenn er der Meinung ist, dem Befehl soll nicht nachgegangen werden, kann man ihn durch nichts dazu bewegen. Aus diesem Grund ist diese Rasse am besten für die geeignet, die bereits Erfahrung in der Hundeausbildung haben.

Dieser große Hund versteht sich gut mit Kindern und Haustieren, wenn er früh sozialisiert ist. Allerdings soll er nicht mit kleinen Tieren allein gelassen werden, denn ein jäh aufgewachter Jagdinstinkt kann ihn zur Jagd auf sie veranlassen.

Aussehen und Pflege
Haarkleid ist leicht ölig und Wasser abweisend und hat ein mittellanges, raues Deckhaar sowie eine dichte Unterwolle. Das Fell ist einfarbig gräulich, sandfarben, rot, weizenfarben oder „blau“ und kann andersfarbige Abzeichen an Kopf, Brust, Pfoten und Rutenspitze aufweisen. Ein unschuldiger und liebevoller Ausdruck in seinem Gesicht wird noch von den über die Augen fallenden Haarsträhnen verstärkt. Die Pfoten weisen Schwimmhäute auf. Die Widerristhöhe reicht bis 69 cm, das Gewicht beträgt 36 bis 54 kg.

Obwohl das Fell sehr struppig und dick ist, kann es leicht gepflegt werden. Der Otterhund haart wenig, trägt jedoch immer allerlei Schmutz im Fell. Für Allergiker wäre er nicht zu empfehlen. Das dichte Fell wird nicht getrimmt. Zur Fellpflege genügen jährlich ein Vollbad und kräftiges Durchbürsten ein bis zwei Mal in der Woche. Schlamm und Nässe werden durch Abrubbeln mit Handtüchern entfernt. Nach Wunsch oder Bedarf kann das Haarkleid gekürzt werden.

Gesundheit


Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Rasse beträgt ein wenig mehr als 10 Jahre, obwohl einige Otterhunde auch 12 bis 15 Jahre leben können. Der Hund kann faul werden und muss daher an regelmäßige Betätigung gewöhnt werden. Die wichtigsten gesundheitlichen Probleme dieser Rasse sind Hüft- und Ellbogendysplasie wegen der Körpergröße. Daher ist es empfehlenswert, Welpen nicht aus der Höhe springen, viel herauf- und hinunterklettern und auf harten Oberflächen laufen zu lassen. So können sich dann die Gelenke richtig entwickeln. Andere eventuellen Gesundheitsstörungen sind erbliche Epilepsie, Blähungen und Ohr-Infektionen.

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