Pharaonenhund – die älteste Hunderasse

Geschichte

Viele Abbildungen des Pharaonenhundes reichen in 3000-4000 Jahre vor Christus zurück. Dieser Hund wurde im alten Ägypten verehrt und war als treuer Begleiter der Pharaonen betrachtet. Westlich der große Pyramide von Cheops, in der Nähe von Gizeh, wurde ein Grab eines dieser Hunde entdeckt. Eine Inschrift erklärt, dass er seinen Herrn bewacht hätte.

Ägypten war jedoch nicht der Ort, wo diese Rasse entdeckt wurde. Phönizische Händler und Römer sollen für die Verbreitung dieser Hunde im ganzen Mittelmeergebiet verantwortlich gewesen sein und sie schließlich auch auf die Inseln Malta und Gozo gebracht haben. Das Volk von Malta und Gozo verwendete diesen Hund für die Kaninchenjagd und Bewachung ihrer Herden und Häuser. Dieser Hund lebte dort für die nächsten tausend Jahre. So währte es bis zu den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, als ihn die Engländer entdeckt und nach England gebracht haben. Etwa 30 Jahre später wurde der Hund im Jahr 1967 in die Vereinigten Staaten importiert und dort im Jahr 1984 offiziell anerkannt.

Erscheinungsbild

Die Rüden sind 59 bis 63 cm, die Hündinnen 53 bis 60 cm am Widerrist hoch. Das durchschnittliche Gewicht beträgt 20 bis 25 kg. Der Hund ist sportlich und schlank, der Körper eher lang als hoch. Das Fell ist kurz und glänzend, mit Farben von rostbraun bis dunkelrostbraun und eventuell wenigen weißen Abzeichen. Die Augen sind klein, eiförmig und bernsteinfarben. Die Ohren sind hoch und aufgerichtet. Die Rute ist mittelhoch angesetzt, am Ansatz dick, sich zur Spitze verjüngend, in Ruhehaltung gerade bis unter das Sprunggelenk reichend.

Wesen

Diese Rasse ist mutig und liebevoll. Sie kommt sehr gut mit Kindern aus und ist in der Regel zurückhaltend gegenüber Fremden. Der Umgang mit Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern, Mäusen oder Ratten soll beaufsichtigt werden, weil es eben ein Jagdhund ist.

Aus diesem Grund jagt der Hund alles von Kleintieren, was er sieht. Außerhalb des Grundstücks führe man ihn besser an der Leine. Der Zaun des Grundstücks soll mindestens 1,5 m hoch sein. Sie können den Hund auf Jogging oder auf Radtouren mitnehmen, jedenfalls ist reichlich Auslauf unerlässlich.

Der Hund ist relativ einfach zu trainieren, wenn Sie positive Verstärkung verwenden. Nicht selten ist er stur und harte Trainingstechniken werden von ihm gar nicht akzeptiert. Der Hund braucht einen Besitzer, der das konsistente Durchsetzungsvermögen zeigen kann und den Vierbeiner wissen lässt, wer der Chef ist.

Gesundheit und Pflege

Diese Rasse ist für alle genetischen Krankheiten nicht anfällig und im Allgemeinen gesund. Allerdings kann die Empfindlichkeit gegenüber Barbiturat-Anästhetika auftreten. Die Lebenserwartung liegt zwischen 12 und 14 Jahren.

Das Fell soll nur gelegentlich gepflegt werden, um abgestorbene Haare aus dem Fell zu entfernen. Baden erfolgt nach Bedarf. Das Abhaaren ist mittelmäßig intensiv.

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