Portugiesischer Wasserhund, oder Cao de Agua

Barack Obamas Hund Bo wurde zum ersten portugiesischen Wasserhund, der im Weißen Haus lebte. Zu einer der besten Arbeitshunderassen gehörend stammt der Hund von den Küsten Portugals. Über die Herkunft ist nicht viel bekannt, aber Hunde-Experten glauben, dass die Rasse von Hunden abstammt, die von portugiesischen Fischern ausgebildet wurden. Sie stellten Netze aus und holten sie wieder ein, trieben Fischschwärme in die Netze hinein, holten ins Wasser gefallenen Fang und Gebrauchsgegenstände wieder zurück – tauchten sogar bis zu einer Tiefe von 4 Meter danach – und transportieren Botschaften von Boot zu Boot. Die fortschreitende Technisierung der Fischerei machte die Hilfe dieser Hunde immer mehr überflüssig, und so starben die Cao de Agua (Hund des Wassers) allmählich aus.

Ein portugiesischer Reeder und der glühende Verehrer der Rasse hörte davon, mischte sich ein und veränderte ihr Schicksal. Er kaufte Hunde von einem alten Fischer, organisierte ein Zuchtprogramm und hat so die Rasse vor dem Aussterben bewahrt. In den späten 1950er führte eine Züchterin aus Connecticut, Deyanne Miller, in die USA den Portugiesischen Wasserhund ein. Am 13. August 1972 trafen sich sechzehn stolze Besitzer von portugiesischen Wasserhunden im Haus von Fr. Miller zusammen und gründeten den Portuguese Water Dog Club of America. Zum Jahr 1982 wurden die Vereinigten Staaten zur Heimat für über 600 portugiesische Wasserhunde.

Einige interessante Fakten über portugiesische Wasserhunde
▶ Rüden sind 50–57 cm, Hündinnen 43–52 cm am Widerrist hoch, ihr Gewicht beträgt jeweils 19–25 kg und 16–22 kg
▶ Der ganze Körper ist reichlich von widerstandsfähigem Haar bedeckt und weist keine Unterwolle auf. Die Hunde haaren wenig und eignen sich damit für allergische Menschen.
▶ Wenn der Hund sich an Hundeausstellungen teilnimmt, kann das Fell in zwei Arten geschnitten werden: Lion Cut und Retriever Cut. Im Lion Cut wird das Haar nur an der Schnauze, Basis des Schwanzes und Hinterhand rasiert. Es ist ein traditioneller Outlook, in dem die volle Behaarung der Brust die lebenswichtigen Organe warm hält, und die rasierte Hinterteil eine einwandfreie Bewegung der Hinterläufe ermöglicht. Der Retriever Cut ist ein moderner Schnitt, bei dem das Fell des Hundes etwa ein Zoll lang bleibt. Dies ist auch der Haarschnitt des Hundes von Präsident Obama.
▶ Die Hunde sind ausgezeichnete Begleiter, mögen das Zusammensein mit Menschen, vor allem Kindern. Aufgrund ihrer intelligenten, liebevollen und spaßigen Natur sind diese Hunde leicht zu trainieren und bleiben den ganzen Tag über aktiv.
▶ Sie sind energetisch und erfordern eine intensive körperliche und geistige Beschäftigung. Ihre Sänfte und Geduld sollen gar nicht auf Langeweile und Lethargie schließen; die letzteren könnten im Gegenteil unerwünschte Wirkungen hervorrufen.
▶ Man soll den Hund nicht für längere Zeit allein  lassen, weil er aggressiv werden kann. Er hängt eng an seiner Bezugsperson und ist glücklich, an ihr dabei sein zu dürfen.
▶ Die Pfoten mit Schwimmhäuten machen den Hund zum ausgezeichneten Schwimmer.
▶ Obwohl viele Besitzer das gewellte Haarkleid des Hundes bevorzugen, muss das Fell alle 2 bis 3 Monate geschnitten werden. Langes Fell führt zu Verfilzungen und Hauterkrankungen
▶ Die Hunde pflegen um Küchenarbeitsplatten und Esstischen Kreise zu ziehen, wenn sie was fressbares gerochen haben. In den USA ist diese Gewohnheit als „Counter Surfing“ bekannt.
▶ Portugiesische Wasserhunde sind dafür bekannt, auf Menschen zur Begrüßung zu springen; einige können auch hüpfen, tanzen oder auf den Hinterbeinen gehen.
▶ Die Hunderasse ist für folgende gesundheitliche Probleme anfällig:

  • Hüftdysplasie
  • Progressive Retinaatrophie
  • Grauer Star
  • Distichiasis
  • Juvenile dilatative Kardiomyopathie
  • Liposomale Speicherkrankheit.

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