Rampur Windhund

Die Rampur Hounds sind seltene und glatthaarige Windhunde aus Nordindien. Sie stammen aus Rampur, das zwischen Delhi und Bareilly liegt. Der Herrscher von Rampur, Ahmed Ali Khan Bahadur, wollte eine geeignete Rasse für die Jagd auf Wildschweine besitzen, und so kreuzte man einheimische Hunde mit fremden Rassen wie Tazis, Afghanen und englischen Windhunden. Das Ergebnis dieser Kreuzungen war der Rampur Hound.

Der Hund übertraf bei weitem die Erwartungen des Herrschers. Er hatte das Aussehen und den unerschütterlichen Charakter von dem Tazi und den afghanischen Vorfahren, sowie die Geschwindigkeit vom englischen Windhund. Der Vierbeiner war auch sehr intelligent, um schlauen und gewaltigen Ebern beizukommen, und pflegte auch bei schweren Verletzungen die Jagd nicht aufzugeben. Der Eber wurde schließlich zum Herrscher von Rampur vor die Füße gebracht, aber der Rampur Windhund erlag öfters den Verletzungen während der Jagd oder danach.

Dieser Hund wurde auch für die Jagd auf Schakale und Hirsche verwendet. Er war so mächtig, dass er auf ausgewachsene Stiere jagen konnte. Der Rampur Windhund leistet ausgezeichnet die Fährtenarbeit und kann das verwundete Wild über weite Strecken verfolgen.

In diesen Tagen angesichts der Tierschutzgesetze in Indien ist die Jagd auf Wildschweine und andere Wildtiere als Zeitvertreib von der indischen Regierung stark eingeschränkt worden und jagen dürfen nun nur noch Dorfbewohner oder Bauer, um sich ernähren zu können oder ihre Kornkammern und Hühnerställe vor Nage- und kleinen Raubtieren zu schützen. Dies führte zum Rückgang der Popularität der Rampur Windhunde. Die indischen Dorfbewohner konnten sich den Unterhalt eines so großen Hundes nicht leisten, und obwohl sie diese Rasse sehr schätzen, standen bei ihnen die Rassestandards gar nicht im Vordergrund. Zwar versuchten einige Enthusiasten, diesen Sachverhalt zu ändern, jedoch sind heute die reinrassigen Rampur Windhunde kaum anzutreffen.

Der Rampur Windhund ist ein ausgezeichneter Wachhund. Er ist sehr schützend gegenüber seiner Familie, obwohl der Hund üblicherweise auf eine Person fixiert ist und nur seinem Herrchen gehorcht. Im Kreis der Familie, vor allem mit Kindern, ist er zuverlässig, sanftmütig und umsichtig. Es ist natürlich ratsam, das Zusammensein von Kind und Hund immer zu kontrollieren, denn Kinder machen oft ungerechtfertigten Gebrauch von der angeborenen Gutmütigkeit des Vierbeiners, und als großer Hund kann er im Anflug der Zuneigung unabsichtlich einen anspringen und umstoßen.

Der Rampur Windhund soll reichlich Bewegung sowie viel Platz im Haus haben; sehr wahrscheinlich wird er in einer kleinen Wohnung nicht glücklich sein. Andererseits erfordert er minimale Pflege und bei seiner Größe sind die Futterkosten nicht so hoch. Es ist auch eine zähe Rasse, die für viele physiologische Hundeprobleme nicht anfällig ist.

Er kann im schnellem Galopp eine Geschwindigkeit von locker sechzig km/h erreichen und leichtfüßig allerhand Hindernisse (bis 1,8 m) überspringen.

Es ist ein großer, eleganter Hund, mit einer tiefen, wenn auch nicht breiten Brust, einer schlanken, hohen Taille und langen, geraden Läufen. Die Pfoten sind gewölbt und mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen und kräftigen Krallen versehen. Dadurch erklärt sich der katzenartige Passgang des Hundes. Die Rute ist lang, dünn, reicht fast bis zum Boden, wird am Ende leicht nach oben gebogen getragen.

Der Kopf ist breit mit kleinen, dunkel umrandeten Augen und kleinen hängenden Ohren. Die Schnauze ist lang, schmal und spitz. Die Fellfarbe kommt in Grau, Rehbraun, Braun, Weiß, Schwarz, und auch gescheckt vor.

Die Rüden sind 60–75 cm am Widerwrist hoch und 38 – 40 kg schwer, die Hündinnen – jeweils 55–60 cm und 36 – 38 kg.

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