Reizdarmsyndrom bei Hunden

Das Reizdarmsyndrom bei einem Hund beeinträchtigt die rhythmische Kontraktion des Verdauungstraktes des Tieres. Es wird angenommen, dass das Problem auf die Kommunikation zwischen dem autonomen Nervensystem und den Muskeln des Dickdarms zurückzuführen ist. Dies führt zu anormalen Bewegungen von Nahrung sowie Nahrungsresten und Abfallprodukten aus dem Stoffwechsel im Magen und Darm. In diesem Zustand wird eine große Menge an Schleim und Giftstoffen im Darm gesammelt, die den Verdauungstrakt teilweise blockieren, was zu Schwellungen im Magen führt. Allen Hunderassen und beide Geschlechter sind gleichermaßen anfällig für die Störung. In den meisten Fällen ist die genaue Ursache unbekannt. Da das Problem mit dem Nervensystem zusammenhängt, könnte der Stress einer der Auslösefaktoren sein. Außerdem kommen dafür schlechte Essgewohnheiten, Nahrungsmittelallergien und eine Verstopfung des Verdauungstrakts durch verschlungene Gegenstände wie Spielzeug auch in Frage.

Symptome

Da der Stuhlgang nicht konsistent ist, sind eine Verstopfung und ein Durchfall als häufigste Symptome zu beobachten, die häufig abwechselnd auftreten. Beim Durchfall werden kleine Mengen von weichem Stuhl recht häufig ausgeschieden. Der Stuhlgang morgens könnte normal sein, aber später am Tage wird er lose oder wässrig und kann so den ganzen Tag andauern. Ein Schleim kann im Stuhl gefunden werden. Dem Durchfall folgt nicht selten eine Verstopfung. Ein gelegentliches Erbrechen oder eine Übelkeit ist ein weiteres Symptom, welches manchmal von Durchfall begleitet wird. Blähungen und starke Blähungen lösen Bauchschmerzen aus. Die Intensität der Schmerzen kann von leicht bis schwer variieren. Manchmal entwickelt das Haustier eine Intoleranz gegenüber bestimmten Nahrunssmitteln. All diesen Symptome, und wenn Ihr Hund drastisch sein Gewicht zu verlieren beginnt, sind ein klarer Hinweis darauf, dass es sich hier um das Reizdarmsyndrom (IBD) handelt.

Behandlung

Der wichtigste Teil der Behandlung sind Änderungen in der Ernährung. Die verordnete Diät unterscheidet sich in jedem Einzelfall. Manche Tiere reagieren sehr gut auf Knochen und Rohkost (BARF), während andere die Hausmannskost vorziehen. Die Verbesserung des Gesundheitszustandes bei einigen Hunden könnte bereits nach der Aufnahme von weißem oder braunem Reis eintreten. Ballaststoffreiches Hundefutter kann sich für manche Vierbeiner effektiv erweisen. Deshalb müssen Sie auf dem Versuchsweg herausfinden, was von der Nahrung am besten für Ihr Haustier funktioniert. Wichtig ist, dass, wenn das Tier an der chronischen Darmentzündung leidet, die Ernährung sehr einfach gestaltet wird. Das meiste handelsübliche Hundefutter, synthetische Konservierungsstoffe, stark gewürzte Speisen, Milchprodukte etc. sollen wegbleiben, weil sie üblicherweise den Zustand nur verschlechtern. Proteine ​​und Getreide sollten nicht zusammen gegeben werden. Viele Haustiere können nicht allein mit Veränderungen in der Ernährung geheilt werden. In den meisten Fällen werden geeignete Medikamente von einem Tierarzt verschrieben. Denjenigen, die häufig Durchfall oder Defäkationsdrang bekommen, werden Anti-Diarrhoe-Drogen verabreicht. Um Blähungen und Völlegefühl zu steuern, werden Medikamente gegen Blähungen verschrieben. Krampflösende Arzneien können auch anormale Muskelkrämpfe des Magens und des Darms unter Kontrolle halten.

Das Reizdarmsyndrom bereitet eine Menge Frustration sowohl für den Hundehalter als auch für den Hund, da die Symptome normalerweise immer wieder nach kurzen Zeitabständen aufflammen. Auch wenn es den Gesundheitszustand des Hundes verschlechtert, ist dies nicht lebensbedrohlich. Es wird keine negativen Auswirkungen auf die Lebenserwartung Ihres Tieres haben. Mit der richtigen Pflege und regelmäßigen Besuchen beim Tierarzt können Sie die Symptome in Schach halten.

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