Saarlooswolfhund und Tschechoslowakischer Wolfshund

Wie schon der Name vom Tschechoslowakischen Wolfshund besagt, stammt dieser Hund von zwei verschiedenen Tieren ab. Obwohl beide in ihrer körperlichen Erscheinung einander ähnlich sein, stehen ihre Temperamente im krassen Widerspruch zueinander. Während ein Hund leicht zu trainieren ist und mit Kindern zu spielen liebt, ist ein Wolf sehr stolz, höchst unabhängig und kaum auszubilden; es wäre kaum daran zu denken, ein sogar weitgehend domestiziertes Exemplar mit Kindern spielen zu lassen. Und jetzt vertragen sich diese beiden gegensätzlichen Eigenschaften in einem Tier. Diese Wolf-Hund-Hybriden haben genetisch das Beste von beiden Eltern übernommen und lassen sich trainieren, was aber viel Geduld und Liebe von dem Besitzer erfordert. Sie sind wunderbare Hütehunde – sehr wachsam, treu, tapfer, schützend.

Hier ist ein Vergleich des Saarwolfshundes mit dem Tschechoslowakischen Wolfshund.

Saarwolfshund

Name Saarwolfshund
Andere Namen Saarlooswolfhond
Herkunft Niederlande, Deutschland
Größe Große Hunderasse
Zuchtgruppe Hütehunde, Wolf / Hund Hybrid
Lebenserwartung 10 – 12 Jahre
Temperament treu, energetisch, unabhängig, lebendig, stolz, zuverlässig
Höhe Rüden: 65–75 cm
Hündinnen: 60–70 cm
Gewicht Männlich:
35-45 kg
Weiblich:
Farben Schwarz, blau, rot, silber, tan, weiß
Gesundheit Spondylose der Wirbelsäule, Hüftdysplasie und manche anderen gesundheitlichen Störungen.

Geschichte
Der Saarwolfshund ist ein Produkt der Kreuzung eines männlichen Schäferhundes mit einem weiblichen Wolf.

Ausbildung und Pflege
Im Umgang mit Saarwolfshunden, vor allem im Training, denken Sie immer daran, dass Sie nicht mit einer gewöhnlichen unproblematischen Rasse wie ein Labrador zu tun haben. Sie haben vor Ihnen einen Wolfshund, der sowohl Hund, als auch Wolf ist. Sie sollen immer Oberhand behalten und von ihm als Alphahund aufgenommen werden. Je früher der Hund Ihre Dominanz akzeptiert, desto leichter ist es, ihn zum Gehorsam zu bringen. Dies ist insbesondere dann ein Problem, wenn Sie einen männlichen Welpen haben. Sein Umgang mit Kindern soll begrenzt und beaufsichtigt verlaufen, bis der Welpe aufgewachsen ist. Bürsten Sie den Hund einmal wöchentlich und baden weniger oft, weil das Baden den Säure- und Fettmantel auf der Haut und das Fell schädigen kann. Diese Rasse hat eine Tendenz zur Schüchternheit und ist im allgemeinen ruhig. Die Hunde bellen sehr selten.

Anerkennung
CKC, FCI, NKC, APRI, ACR, DRA, ACA

Tschechoslowakischer Wolfshund

Name Tschechoslowakischer Wolfshund
Andere Namen Československý vlčiak (Slowakei und Tschechien)
Herkunft Tschechoslowakei
Größe Große Hunderasse
Zuchtgruppe Hütehunde, Wolf / Hund Hybrid
Lebenserwartung 12 – 16 Jahre
Temperament Aktiv, mutig, furchtlos, lebendig, schnell, gesellig
Höhe Männlich: bis 65 cm
Weiblich: bis 65 cm
Gewicht Männlich: bis 36 kg
Weiblich: bis 20 kg
Farben Grau, gelb-grau, silbergrau
Gesundheit Haart intensiv zweimal im Jahr. Anfällig für Hüftdysplasie.

Geschichte
Im Jahr 1958 gelang Herrn Ing. Karel Hartl den Wolf „Brita“ mit einem ausgewählten Deutschen Schäferhund „Kurt z Václavky“ an der Libějovice Zuchtstation erfolgreich zu kreuzen; beim ersten Wurf kamen die Welpen der Rasse Tschechoslowakischer Wolfshund am 28. Mai 1958 auf die Welt.

Ausbildung und Pflege
Diese Rasse ist sauber und geruchlos, ein intensiver Haarwechsel erfolgt zweimal im Jahr. Baden ist nicht erforderlich, weil die Behaarung schmutzabweisend ist. Man kann den Hund gelegentlich mit Trockenshampoo reinigen.

Anerkennung
FCI, APRI, ACR, DRA, NAPR, AKC / FSS

Mönche haben früher erfolgreich Tiger gezähmt. Viel Liebe und Geduld können die heftigste Kreatur in ein fügsames und liebendes Wesen verwandeln. Also, wenn Sie einen Saarwolfshund oder einen Tschechoslowakischen Wolfshund zu kaufen gedenken, sollen Sie zu viel Liebe, Sorgfalt und Geduld bereit sein.

Ein Kommentar

  1. Aaalso, an diesem Artikel wird so vieles falsch oder unzureichend erklärt, dass dieser Kommentar leider unabdinglich ist – fangen wir an:
    – Saarlondse und Tschechoslowakische Wolfhunde sind KEINE Wolf-Hund-Hybriden aus der 1. Generation, d.h. dass beide Elternteile meines Wissens mindestens aus der Generation F5 sein müssen, ansonsten gelten die Tiere als Wolfsmischlinge und müssen als Wildtiere gehalten werden.
    – Hybridhunde haben NICHT unbedingt das beste der beiden Elternteile abbekommen, weder Wolfhunde noch Doodle, Poo & Co. Es ist reines Glücksspiel, welche Eigenschaften die Hunde abkriegen, Stichwort: Mendelsche Regeln. Bitte durchlesen.
    – Das Training solcher Hunde erfordert weit mehr als Liebe und Geduld, nämlich umfassende Hunde- und Wolfskenntnisse, viel Hundeerfahrung und vorallem eine verdammt gute Führungsperson. Diese wird man jedoch nicht, indem man sich dem Hund ggü. dominant verhält oder so’n Schwachsinn (dieses Denken ist längst überholt, auch hier bitte, bitte besser recherchieren) wie’s im Artikel ebenfalls erwähnt wird, sondern indem man schlau, rücksichtsvoll, bedacht, ruhig und verantwortungsbewusst handelt, souverän und sicher im Alltag ist und den Hund unterstützt und hilft, wenn er Hilfe braucht. Man stelle sich dies wie in einer Familie vor: Wirken Eltern als bessere Führungspersonen, nur weil sie Dominanz zeigen? Ist das Zeigen von Dominanz, im Gegenteil, nicht sogar eher kontraproduktiv weil dies beweist, dass man das Kind/den Hund anders nicht im Griff hat? Und sollte eine solche Beziehung nicht viel eher auf Vertrauen aufgebaut sein?
    – Saarlondse Wolfhunde haben keine Tendenz zur Schüchternheit, sondern sind oftmals ernstzunehmende Angst-Hunde, die bei schlechter Führung panisch durch den Alltag hetzen.

    Und jetzt nochmal an alle, die sich wirklich einen solchen Hund zulegen wollen: bedenkt bitte, dass diese Hunde eben nicht stets mit Liebe und Geduld zu alltagstauglichen Familienwuffis werden und belest euch nicht auf solch schlecht recherchierten Seiten über die Tiere, sondern schaut euch Wolfhunde lieber mal im „Real-Life“ und hautnah auf Ausstellungen oder bei Wolfhund-Haltern an, um ein Gespür für sie zu bekommen. Bedenkt, dass viele Wolfhunde keine einfachen Begleiter im Alltag werden und dass man selber evtl sein komplettes Leben auf sie umstellen muss. Und falls ihr trotz allem noch unsicher seid, dann schaut euch lieber nochmal in der FCI-Gruppe 5 um, wo es eine Menge anderer, einfacherer Hunde gibt die Wölfen zum verwechseln ähnlich sind!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.