Schwangerschaft von Labrador

Hunde verlangen besondere Sorgfalt von ihren Besitzern während der Schwangerschaft. Dem schwangeren Labrador soll man jeglichen Komfort bieten und ihn immer mit äußerster Vorsicht behandeln, weil eine Hunde-Schwangerschaft viele, darunter auch gefährliche Komplikationen in sich bergen kann. Das Alter und der Gesundheitszustand für die Schwangerschaft einer Hündin sind genauso wie beim Menschen in Betracht zu ziehen.

Hunde sollen geistig und körperlich gesund für die Paarung sein. Ein Rüde erreicht die Geschlechtsreife viele früher als eine Hündin. Ihre hormonelle Reife in Bezug auf die Zeugungsfähigkeit tritt normalerweise im Alter von etwa sechs Monaten ein. Der weibliche Labrador soll dabei aber auch regelmäßig ihre Periode bekommen und in der Lage sein, den Wurf auszutragen und zu ernähren. Der Züchter hat vor der Zucht den Rüden und die Hündin von einem Tierarzt untersuchen lassen. Beide Hunde sollen alle notwendigen Impfungen erhalten haben. Die Antikörper wird die Hündin über die Milch an die Welpen weitergeben und sie so vor Krankheiten schützen. Der Tierarzt kann ebenfalls Ratschläge zur Pflege eines schwangeren Labradors geben. Viele genetisch bedingte Erkrankungen zeigen sich ab 24 Monaten und können durch Untersuchungen feststellt werden. Das hilft, sicher einen gesunden Wurf zu bekommen. Vor der Zucht soll man den Stammbaum der zu paarenden Hunde überprüfen.

Der Besitzer des Labradors soll sich über die Besonderheiten der Schwangerschaft von seinem Labrador informieren und ihn angemessen pflegen.

Anzeichen der Schwangerschaft bei Labradors

Ein weiblicher Labrador wird alle 6 Monate läufig. Die Periode dauert bis zu 3 Wochen und es ist auch die Zeit für besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt, weil sich die Hündin aggressiv oder launisch zeigen könnte. Rollen, Lecken, Kratzen, Appetitzunahme sind Zeichen der Läufigkeit. In der ersten Phase schwillt die Vulva sichtbar an. Das lockt die Rüden und lädt sie zu einer Paarung ein. Nach etwa fünf bis zehn Tagen erfolgt der eigentliche Eisprung, was bedeutet, dass in den kommenden Tagen die Chancen auf eine erfolgreiche Paarung am höchsten sind. Wird der Zyklus von einer Blutung abgeschlossen, bedeutet es, dass es zu keiner erfolgreichen Befruchtung gekommen ist. Wenn die Paarung erfolgreich war, soll man nun über die Zeichen der Schwangerschaft Bescheid wissen.

Geringer Appetit
Der Körper der Hündin erfährt enorme Veränderungen in der Schwangerschaft. Das Körpergewicht nimmt zu, um den Föten Platz zu geben. Allerdings kommt es oft zu hormonellem Ungleichgewicht; die Hündin hat geringen Appetit, kann Futter ganz verweigern oder muss sich regelmäßig übergeben. Dieser Zustand dauert eine Weile, bis das hormonelle Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Da kann man dem Tier mit kleinen Mahlzeiten, über den ganzen Tag verteilt, helfen. Die Ernährung der Hündin in der Schwangerschaft soll sehr nahrhaft und ausgewogen sein.

Weniger Bewegung
Die Hündin wird weniger aktiv sein wird, zieht sich öfters zurück und schläft sehr viel. Der Besitzer soll die Pflege diesen Veränderungen anpassen und den maximalen Komfort dem Tier bieten. Die Hündin wird in ein paar Monaten ihre ganze Energie brauchen und den Appetit wieder erlangen.

Brustwarzen vergrößern sich


Die Zitzen sowie die Milchdrüsen der schwangeren Hündin schwellen im Zeitraum zwischen dem 35. und 45. Tag an. Dies ist der letzte Schwangerschaftsabschnitt. Der Prozess der Milchproduktion beginnt in einem viel früheren Stadium, aber genügend Milch wird nur 1 oder 2 Tage vor den Wehen erzeugt.

Verhaltensänderungen
Eine schwangere Hündin durchläuft nicht nur körperliche und emotionale Veränderungen, sondert erlebt oft eine schwere Zeit während der letzten Wochen der Schwangerschaft. In dieser Zeit bleibt das Tier gern allein, wird unruhig und versucht in den letzten 2 Wochen ein Nest zu bauen. Sie kann sich irritierend verhalten, daher muss der Kontakt mit ihr weitgehendst eingeschränkt werden. Man sollte nun anfangen, die Körpertemperatur morgens und abends zu messen. Sie sollte zwischen 37,5 bis 39,4 Grad Celsius liegen. Wenn die Temperatur der Hündin um ca. 1,5 bis 2 Grad Celsius fällt, werden die Welpen innerhalb von 6-24 Stunden geboren.

Vergrößerung des Bauchvolumens
Eine normale Tragzeit liegt bei 60 bis 65 Tage. In den letzten Stadien der Schwangerschaft beginnt der Bauch des Hundes zu wachsen. Die Größe und die Anzahl der Welpen können variieren, wodurch die Größe des Abdomens bestimmt wird. Die Föten wachsen, bewegen sich und benötigen genügend Platz im Bauch der Mutter.

Fälligkeitsdatum
Wenn das Fälligkeitsdatum naht, bereiten Sie einen Wurfkorb vor, der genug hohe Wände hat, so dass die Welpen nicht ausbüchsen, und ausreichend groß ist, damit die Mutter ihre Welpen bequem pflegen kann. Als Unterlage verwenden Sie Papier, alte Decken oder Handtücher. Wie schon oben erwähnt, weist der Abfall der Körpertemperatur um 2 Grad auf kommende Wehen hin.

Verhalten der Hündin vor der Geburt

Stufe 1: Die Hündin wird immer aufgeregter und unruhiger. Sie verweigert die Nahrungsaufnahme, zieht sich zurück, kratzt mit ihren Pfoten auf dem Boden und pinkelt hier und da. Diese Stufe kann von 6 bis 24 Stunden dauern.

Stufe 2: Die Kontraktionen beginnen und die Vulva der Mutter sondert viel grünlichen Schleim in der Eröffnungsphase ab, der das Platzen der Fruchtblase anzeigt. Die Mutter beißt die Eihülle nach der Geburt auf, und durchtrennt die Nabelschnur selbstständig und leckt den Welpen mit der Zunge aus. Der Besitzer soll die Welpen nach der Geburt vom Schleim befreien, der sich nur dann löst, wenn man die Welpen an der Rückseite des Halses kneift. Nun können die Welpen freier atmen. Die Welpen sollten jetzt einen Schrei ausstoßen. Mit einer Augenpipette können Sie den Schleim auch aus der Nase absaugen. Nach etwa 45 Minuten wird der nächste Welpe aus der Membran geworfen. Die Welpen sind bei der Geburt noch blind und taub.

Stufe 3: Nach der Geburt jedes einzelnen Welpen setzen sich die Kontraktionen etwa 30 Minuten bis zu einer Stunde fort. Manchmal können auf einmal zwei Welpen auf die Welt kommen.

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