Schwarzes Ohrenschmalz bei Hunden

Hunde sind oft mit Ohrproblemen konfrontiert, vor allem die Vierbeiner mit langen und hängenden Ohren. In den Hundeohren kann sich Ohrenschmalz ansammeln und nach außen austreten, was eine übliche Erscheinung ist. Zugleich aber kann es ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Gesundheitsstörung sein. In manchen Fällen kann der Hund auch andere Symptome neben der Ansammlung von schwarzem Ohrenschmalz aufweisen.

Ursachen für die Bildung von schwarzem Ohrenschmalz 

Dieser Zustand kann durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden, die so gering wie die Menge des abgelagerten Schmutzes in den Ohren erscheinen. Allerdings kann es dafür auch andere Gründe geben, darunter ein Ohrmilbenbefall oder eine Ohrentzündung. In einigen Fällen kann eine übermäßige Menge von Ohrenschmalz zur Ohrentzündung führen, während in anderen Fällen eine Ohrentzündung eine intensive Bildung von Ohrenschmalz hervorruft. Mit anderen Worten, schwarzes Ohrenschmalz, das sich in großen Mengen bildet, löst Ohrinfektionen aus, die wiederum eine verstärkte Bildung von schwarzem Ohrenschmalz verursachen. Eine Ohrentzündung und die Bildung von schwarzem Ohrenschmalz kann durch verschiedene Faktoren herbeigeführt werden, wie z. B. durch Ohrmilbenbefall.

Im Allgemeinen kann man geringe Mengen an Ohrenschmalz bei Hunden als übliche Erscheinung ansehen. Aber wenn es schwarz ist und in großen Mengen austritt, wobei dies auch noch mit anderen Symptomen begleitet wird, lassen diese Umstände eines der oben genannten Ohrprobleme vermuten. Das gilt meist für langhaarige Hunde, insbesondere solche mit langen oder/und hängenden Ohren. In diesen Fällen hat die Luft keinen oder einen erschwerten Zutritt zu den inneren Teilen des Ohrs, was die Entwicklung der Infektionen darin fördert. Also, eine regelmäßige Reinigung der Ohren (gemäß den Anweisungen des Tierarztes) ist sehr wichtig, um solche Probleme bereits im Vorfeld auszuschließen. Die Ohren sollen auch regelmäßig kontrolliert werden.

Symptome

Schwarzes Ohrenschmalz bei Hunden kann an sich ein Symptom der im vorstehenden Absatz erörterten Erkrankungen sein. Dazu kommen noch verschiedene andere Symptome wie Kopfschütteln und Kratzen an den Ohren, auch Rötung, Schwellung, Eiter oder Läsionen im Ohr. Die Ohren des Tieres werden in diesem Fall einen üblen Geruch verbreiten. Ein leichter übler Geruch von schwarzem Ohrenschmalz ist normal, aber wenn es stinkt und von anderen Symptomen begleitet wird, soll man den Tierarzt ansprechen.

In den meisten Fällen ist übler Geruch oft mit einer Ohrinfektion assoziiert und wird auch mit einem schwarzen, fettem Ohrenschmalz begleitet. Bei einem Ohrmilbenbefall kann übler Geruch nur wenig oder gar nicht vorhanden sein; der Hund hat dabei einen intensiven Juckreiz im Ohr und das Ohrenschmalz wird mehr oder weniger wie ein Kaffeesatz aussehen. Es wird unter dem Mikroskop geprüft, um die Anwesenheit von Ohrmilben festzustellen. In manchen Fällen hat ein schwarzes Ohrenschmalz mit üblem Geruch oder einer der oben genannten Gesundheitsstörungen nicht zu tun und ist nichts anderes als eine übermäßige Ansammlung von Schmutz in den Ohren.

Behandlung

Die Behandlung dieser Erkrankung wird gemäß der zugrunde liegenden Ursache verordnet. Sobald die Diagnose gestellt ist, entscheidet der Tierarzt über die Art der Behandlung. In den meisten Fällen wird eine gründliche Reinigung der Ohren durchgeführt, um so das akkumulierte Ohrenschmalz zu entfernen. Dies hilft bei der besseren Absorption der Medikamente, die zur Linderung der Erkrankung topisch angewandt werden müssen. Eine bakterielle Ohrentzündung erfordert die Verabreichung von Antibiotika. In einigen Fällen sollen Sie dem Hund die Ohren jedes Mal vor der topischen Anwendung von einem Medikament reinigen. Beim Ohrmilbenbefalls kann auch die Haut in Mitleidenschaft gezogen sein, so dass zusätzlich Medikamente für die Heilung der Haut zum Einsatz kommen.

Man kann schlussfolgern, dass schwarzes Ohrenschmalz in beträchtlichen Mengen bei Hunden entweder eine Ohrentzündung oder einen Ohrmilbenbefall anzeigt und Sie selbst in der Lage wären, den jeweiligen Zustand aufgrund der Ihnen nun bekannten zusätzlichen Symptome zu identifizieren. Ansonsten ist es nicht ratsam, die rezeptfreie Medikamente zu verwenden, ohne vorher den Tierarzt konsultiert zu haben. Also, wenn Sie die Beschwerde Ihres Hundes erkannt haben, bringen Sie das Tier zum Tierarzt zwecks fachlicher Untersuchung. Solchen Ohrerkrankungen könnte man mit einer richtigen Pflege vorbeugen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.