Scottish Terrier

Eine kurze Geschichte

Die Eigenschaften vom Terrier machen ihn zu einem sehr guten Begleiter. Der Scottie ist ein kurzbeiniger Hund. Seine Vorläufer kamen im 16. Jahrhundert nach Frankreich. Gezüchtet wurde der Scottie im Schottland im 18. Jahrhundert, wo die Rasse zunächst den Namen Aberdeen Terrier erhielt. 1882 wurden drei verschiedene Rassen als Scotch Terrier vorgestellt: die Scotties, die Cairns und die West Highland White. 1897 wurde die Rasse dann aber offiziell vom British Kennel Club als Scottish Terrier registriert. Sein genauer Ursprung ist unbekannt. Terrier seines Typs gibt es schon seit einigen Jahrhunderten im schottischen Hochland, allerdings hochbeiniger, als es der heutige Scottish Terrier ist.

Die Terrier wurden dann in Großbritannien gezüchtet, um Nage- und kleine Raubtiere zu jagen, die den Landwirten Eier, Getreide und Geflügel wegfrassen. Diese rauflustigen und mutigen Hunde waren mehr als willig, Dachsen und Füchsen bis in deren dunklen Löcher zu folgen und sich in diese eifrig einzugraben. Das Unwetter kann ihnen nichts anmachen, weil sie eine weiche Unterwolle und ein drahtiges Deckhaar besitzen, welches den Körper von unwegsamem Gelände und rauem Klima schützt.

Aussehen


Für den Anfänger sehen Westies und Cairns immer ähnlich aus. Beide sind in der Tat sehr eng verwandt, und der Westie ist im großen und ganzen eine weiße Version vom Cairn. Allerdings wird ein genauerer Hinblick beweisen, dass diese Ähnlichkeit nur oberflächlich ist. Der Scottie hat einen längeren Körper sowie Kopf, ist dunkler in der Farbe und sehr eigenständig. Im Allgemeinen kann diese Rasse als kompakt, leistungsstark und muskulös beschrieben werden. Der Schädel ist mäßig breit und lang, die Augen sind mandelförmig, dunkelbraun und stehen ziemlich weit auseinander sowie tief unter den Augenbrauen eingebettet, die Ohren sind in der Regel klein und spitz. Die Brust ist tief und breit, die Knochenstruktur ist sehr schwer im Vergleich zur Größe des Hundes, die Gangart – flüssig und frei.

Die Rute ist in der Regel kurz und ca. 7 cm lang. Die Rüden sind 30 cm am Widerrist hoch und wiegen bis 10 kg, während reife Weibchen die gleiche Höhe und ein paar Hundert Gramm weniger Gewicht haben. Die typischen Farben sind schwarz, eisengrau, sandgelb, weizenfarben oder gestromt. Das Deckhaar ist in der Regel 5 cm lang.

Liebe, Sorgfalt und Aufmerksamkeit
Grundsätzlich sind diese Eckzähne eine gesunde Rasse, jedoch manchmal für eine Krankheit anfällig, die von-Williebrand-Krankheit oder vWD genannt ist. Abgesehen davon könnten die Hunde auch unter Hautproblemen, Epilepsie, Floh-Allergie und einigen Kinnbacken-Störungen leiden. Krämpfe sind auch möglich; sie verursachen Schwierigkeiten beim Laufen und sind eine genetisch bedingte Blutgerinnungsstörung. Vor jeder Paarung soll eigentlich ein Test darauf durchgeführt werden. Den Züchter soll man immer fragen, ob die vWD-Werte der Elterntiere zur Verfügung stehen. Zerebelläre Abiotrophie ist eine weitere sehr seltene und langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die zum Verlust der Koordination führt.

Das Fell des Hundes muss jede Woche mehrmals gekämmt und auch hin und wieder geschnitten werden. Bei dieser Fellart sollen abgestorbene Haare unbedingt entfernt werden. Eine professionelle Pflege ist mindestens ein- oder zweimal im Jahr notwendig. Das Fell kann auch mit dem elektrischen Haarschneider getrimmt werden, aber dann wird es stumpf und weich wachsen.

Ausbildung


Der schottische Terrier hat ein eigensinniges Wesen, im Gegensatz zu seinen Cousins ist er zurückhaltend bis ignorant, Fremde duldet er, so lange diese sich seiner Meinung nach angemessen verhalten. Seine Freunde sucht er sich sehr genau aus und den gewählten Menschen ist er auch standhaft treu. Sogar übermütige Kinder kann der Hund tolerieren. Er ist überempfindlich auf Launen seines Herrn. Er bellt oft viel und liebt Löcher zu graben, also ein Zaun kann ihn schlecht zurückhalten, denn er wird sich wahrscheinlich darunter durchgraben.

Diese eigensinnige Haltung des Hundes macht sein Training sehr schwierig. Als neuer Hundebesitzer sollten Sie eine gute Hundeschule finden. Wenn er nicht gelernt hat, dass sein Herrchen der Rudelführer ist, kann dieses kleine Energiebündel schnell Oberhand über Sie gewinnen. Die Ausbildung muss konsequent und jedoch sanft durchgeführt werden, so dass seine Gefühle nicht verletzt sind, denn es gibt keine schlimmere Beleidigung für einen Scottish Terrier als harte Behandlung.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.