Sind Boxer-Hunde gefährlich?

Die Boxer-Hunde wurden ursprünglich in Deutschland gezüchtet. Obwohl sie sehr beliebt sind, haben viele Leute Angst vor ihnen. Aus diesem Grund fragt man nicht selten vor der Anschaffung eines Boxers, ob diese Hunderasse gefährlich wäre. Die Antwort lautet NEIN.

Geschichte des Boxers
Die Boxer wurden in Deutschland im 19. Jahrhundert gezüchtet. Angeblich haben sie eine alte Kampfhunderasse, den assyrischen Molossian, zu ihrem Vorfahren. Diese Rasse war als Bullenbeißer in Deutschland sowie für seine Eigenschaften und den kräftigen Körperbau bekannt. Sie wurde zur Jagd auf wehrhaftes Wild wie Bären und Wildschweine eingesetzt. Den Namen Boxer erhielten sie wegen der Gewohnheit, auf den Hinterbeinen zu sitzen und ihre Vorderpfoten wie ein Boxer anzuheben.

Körperliche Merkmale


Boxer sind mittelgroße Hunde mit einem sehr edlen Aussehen. Sie sind sehr stark und wendig. Ihr Rücken ist kurz, der Körperbau quadratisch (die Widerritshöhe ist der Körperlänge gleich). Der Unterkiefer steht vor, das Gesicht weist viele Falten auf. Sie haben glatte, harte Muskeln und eine straffe Haut. Ihr Fell ist kurz, glatt und kann beige, braun oder gestromt sein. Weiße Boxer sind sehr ungewöhnlich, weil sie aufgrund dem hohen Risiko der Schwerhörigkeit bei dieser Zuchtrichtung nicht gezüchtet werden. Ein auswachsener Boxer ist 21 bis 25 cm am Widerrist hoch und 28-32 kg schwer.

Temperament
Boxer sind sehr intelligente Hunde und hängen sehr an ihrer Familie. Sie stecken voller Energie und Munterkeit. Das sind aufgeschlossene und verspielte Hunde, die um lustige Tricks nie verlegen sind, so dass Sie manchmal vor Lachen zu Boden fallen würden. Die sind derart intelligent, dass sie zunächst für sich klar machen wollen, warum man von ihnen etwas will. Ihre geistige und körperliche Aktivität ist ungemein hoch, daher sollen die Boxer jederzeit beschäftigt werden, sonst werden sie sich langweilen und sich unartig im oder um das Haus benehmen. Die Boxer brauchen die menschliche Aufmerksamkeit und wollen ein Teil der Familie sein. Obwohl zuverlässig, sind diese Hunde ein bisschen eigenwillig und stur, so kann sich das Training etwas schwierig erweisen.

Boxer wurden als Jagd- und Schutzhund gezüchtet, daher sind sie instinktiv wachsam und neugierig, auch ein wenig misstrauisch gegenüber Fremden. Wenn sie jemanden oder etwas als Gefahr für ihre Familie wahrnehmen, werden sie gleich aggressiv. Sie sind selbstbewusste Hunde, die keine Angst kennen.

Sind sie wirklich gefährlich?


Die Boxer können gegenüber Fremden unfreundlich aussehen oder Abstand zeigen, dennoch haben sie einen nicht typisch aggressiven Charakter. Manchmal werden sie von Emotionen mitgerissen. Vermeiden Sie deshalb mit ihnen aggressive Spiele. Sie sind von Natur aus sehr sozial und sollen auch von jung auf sozialisiert werden. Diese Hunde und Kinder passen gut zusammen und spielen miteinander wunderbar. Boxer sind vom Wesen her selber ungestüm und lassen die Kinder zu ihrem Herzenslust ungezogen sein. Jedoch bringen Sie nie einen Boxer nach Hause, wenn die Kinder unter 7 bis 8 Jahren jung sind. Das sind sehr starke Hunde, die ein Kind im Spiel versehentlich umstoßen können. Auch mag einem Boxer der Geduldsfaden reißen, wenn ein Kind mit ihm zu hart spielt. Wenn Sie kleine Kinder zu Hause haben, lassen Sie sie nie mit einem Boxer unbeaufsichtigt.

Ein Boxer wird eine Person nur unter bestimmten Umständen angreifen. Das Wesen dieser Hunde wird sehr viel von den Züchtern geprägt. Viele Züchter stellen eigene Bedürfnisse über die guten Eigenschaften des Hundes. Dies bewirkt, dass die Zucht von einer Hunderasse ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit oder Wesen erfolgt und aggressive Hunde ergibt, auch wenn die Rasse nicht als aggressiv gilt. Ein weiterer Grund für die Aggressivität des Boxers kann der Mangel an Sozialisierung sein. Wenn ein Hund nicht in Kontakt mit anderen Menschen und nicht in einer freundlichen Umgebung aufwachsen ist, wird er höchstwahrscheinlich einen aggressiven Charakterzug entwickeln. Das Hundetraining spielt auch eine große Rolle. Wenn der Hund auf Beißen und Töten trainiert war, verhält er sich auch entsprechend. Seine Gesundheitsstörungen können sich ebenfalls negativ auf Menschen ausschlagen. Sein Geist mag unter Schmerzen leiden und sein Unmut wird sich dann wild und gefährlich freisetzen. So stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßig einen Tierarzt besuchen, um alle Gesundheitsprobleme auszuschließen.

Zusammenfassend kann man sagen, die Boxer seien von Natur aus nicht gefährlich. Sie sind sehr freundliche Hunde, die zu spielen lieben. Sie können ein bisschen aggressiv beim Spielen werden, und hier wird eine angemessene Ausbildung helfen. Kaufen Sie einen Hund nur bei einem zuverlässigen Züchter. Liebe, Aufmerksamkeit und viel Sorgfalt wird den Hund glücklich und ruhig stimmen. Lernen Sie Ihren Boxer nie, aggressiv zu handeln.

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