Spanischer Wasserhund

Geschichte
Man nimmt an, dass die spanischen Wasserhunde aus Nordafrika nach Europa mit den Mauren während ihrer Besetzung der Iberischen Halbinsel in 710 – 1036 kamen. Eine andere Theorie behauptet, dass nach dem Fall von Rom die nach Europa eingebrochenen Stämme die Tiere dabei hatten, nach einer weiteren sollen die Türken diesen Hund bei der Ausfuhr von Merinoschafen mitgebracht haben.

Diese Hunde waren hochintelligent und wurden für ganz verschiedene Zwecke verwendet. Sie hüteten für die Bauern Schafe, Ziegen, Schweine oder Rinder auf den Wiesen in den feuchten Flussniederungen oder in den rauen Bergen der Sierras. Sie stöberten auf Kommando Wasservögel auf, fanden das geschossene Wild in Sumpf und Wasser und apportierten sie zuverlässig zu ihrem Herrchen.  Sie bewachten das Haus der Bauern und ihr Eigentum und ließen sich von Fremden nicht anfassen oder gar einfangen. Als Helfer der Fischer – vor allem im Norden Spaniens – tauchten sie bis auf den Meeresgrund und holten verlorene Gegenstände herauf und zogen Fischnetze.

Bis 1983 übersah man diese Rasse, auch dann, als die offizielle Anerkennung 1985 kam und der spanische Wasserhund nicht nur in Spanien, sondern auch in anderen Teilen der Welt schon gut bekannt war. Im Jahr 1999 wurde der spanische Wasserhund zur anerkannten Rasse.

Aussehen


Die durchschnittliche Größe und das Gewicht für Rüden dieser Rasse sind 44 – 50 cm und 18 – 22 kg, für Hündinnen jeweils 40 bis 45 cm und 14 bis 18 kg. Das ist eine mittelgroße Rasse, der Hund soll mehr lang als hoch sein. Seine Nase, Lidränder und Pfoten haben den gleichen Farbton wie die dunkelsten Stellen des Fells. Die Augenfarbe sollte haselnuss-, kastanien- oder dunkelbraun sein, je nach Fellfarbe des Hundes.

Das Fell des Hundes ist gelockt, wollig in der Textur und soll nie gebürstet, geschnitten oder getrimmt werden. Es wird auf Verfilzungen überprüft, gegebenenfalls müssen sie getrennt oder geschnitten werden. Ansonsten sollte das Fell einmal im Jahr geschoren werden. Die Farbe kann schwarz, beige, braun, weiß oder auch zweifarbig oder gescheckt sein. Ein dreifarbiges Fell ist nicht zugelassen.

Wesen
Dieser Hund ist fleißig, liebevoll, treu, sehr intelligent und ein sehr guter Wachhund. Im Gegensatz zu vielen anderen Rassen verhalten sie sich Fremden gegenüber eher zurückhaltend. Wenn der Hund sozial sein sollte, muss er dazu im frühen Alter erzogen werden. Dies hilft ihm auch, sich kleinen Kindern anzupassen.

Der spanische Wasserhund hat eine sehr starke Natur. Wenn der Besitzer von ihm nicht als Chef anerkannt ist, wird der Hund eigenwillig und immer selektiv taub. Dies ist keine geeignete Rasse für erstmalige Hundebesitzer, weil der Hund konstant geistige und körperliche Stimulation benötigt.

Gesundheit


Die Lebenserwartung dieser Rasse liegt zwischen 12 und 14 Jahren. Sie ist für gesundheitliche Probleme wie Hüftdysplasie, Katarakt, Schilddrüsenunterfunktion, Allergien, progressive Retina-Atrophie, exokrine Pankreasinsuffizienz und Addison-Krankheit anfällig.

Die spanische Wasserhund ist ein guter Familien- sowie Wachhund. Er ist sehr aktiv und versteht Spaß.

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