Symptome der Kolitiden bei Hunden

Eine Kolitis bei Hunden bedeutet die Entzündung des Dickdarms. Der Dickdarm befindet sich unterhalb des Dünndarmes und hat drei grundlegende Funktionen. Seine wesentliche Funktion liegt im Transport und in der Speicherung des Stuhls. Der Dickdarm entzieht dem Stuhl Wasser und dickt ihn dadurch ein. Durch seine Fähigkeit, Natrium-, Kalium- und Chlorid-Ionen aufzunehmen oder auszuscheiden, ist er an der Feinregulation des Elektrolyt-Haushaltes beteiligt. Der Dickdarm weist im Vergleich zu dem Dünndarm eine höhere Bakteriendichte auf. Die Ursache für die meisten Gesundheitsprobleme ist eine negative Wirkung der Bakterien sowie Parasiten im Verdauungssystem der Hunde.

Symptome

Diarrhoe ist ein häufiges Symptom dieser Erkrankung bei Hunden. Hier sind noch einige andere Anzeichen dieser Beschwerde aufgeführt:

  • Der Stuhl ist flüssig und enthält Schleim, manchmal auch Blut.
  • Der Hund leidet unter Bauchschmerzen, Blähungen und dem Drang, sich oft zu entlasten.
  • Der Hund erbricht.
  • Das Tier verliert Appetit und ernährt sich von grünen Grashalmen, um der Verdauung der Nahrung zu helfen.
  • Der Stuhl ist entweder lose oder mindestens dünnflüssig.
  • Der Gewichtsverlust ist nicht zwingend ein Symptom dieser Krankheit, obwohl chronische Kolitis schließlich zu Gewichtsverlust führen wird, wenn die Beschwerde ein paar Wochen bis einige Monate andauert; währenddessen ernährt sich der Hund nicht regelmäßig und wie es sich artgerecht gehört.

Akute Kolitis
Akute Kolitis äußert sich darin, dass der Hund plötzlich erkrankt. Als Auslöser können Stress oder schlecht verträgliche Wetterbedingungen sein. Hunde sind äußerst hitzeempfindliche Tiere und wenn sie längere Zeit draußen bei sehr warmem Wetter verbringen, werden sie krank.
Die Krankheit kann auch durch Parasiten wie Peitschenwürmer und Giardia hervorgerufen werden, die in den Verdauungstrakt mit verdorbener Nahrung z. B. aus dem Mülleimer sowie bei der Haltung unter unhygienischen Bedingungen gelangen. Akute Kolitis bei Hunden wird in der Regel mit einem kurzen medikamentösen Kurs geheilt, den der Tierarzt verordnet hat. Im Verlauf des Kurses muss der Hund die Nahrung mit ganz wenig Öl und Gewürz bekommen. An Fleisch darf nur gekochtes Hühnerfleisch verfüttert werden.

Chronische Kolitis
Dieser Zustand tritt auf, wenn der Hund an Colitis mehrere Wochen oder Monate leidet, wobei die Symptome sich heftig und krampfartig zeigen. Ein weiterer Grund für ständige Rückfälle von Colitis könnte eine gemeine Nahrungsmittelallergie sein, die als Reaktion auf Chemikalien und chemische Zutaten in der Nahrung auftritt.
Peitschenwürmer im Darm können ihn schwer schädigen. Der Kot muss untersucht werden, denn wenn die Parasiten auf längere Sicht im Darm bleiben, kann es lebensbedrohlich werden. In diesem Fall werden auch eine Koloskopie und eine Biopsie vorgenommen.

Chronische Darmentzündung oder IBD

Beim Menschen ist eine vergleichbare chronische Darmentzündung als Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa bekannt, beim Hund ist meist von IBD die Rede. Diese Art von Colitis wird auch als ‚Boxer Colitis ulcerosa‘ bekannt, weil diese Rasse aus einem unbekannten Grund dafür ausgesprochen anfällig ist. Die seltene Erkrankung kennzeichnet sich durch Geschwüre in der Schleimhaut des Dickdarms. Dies führt zu Blutungen und Schmerzen beim Stuhlgang. Annahmsweise wird diese schwere Erkrankung durch geringe Immunität gegen die Bakterien im Dickdarm herbeigeführt. Die Anzeichen beginnen sich üblicherweise ab dem 2. Lebensjahr zu zeigen und werden mit dem Alter heftiger.

Mit Colitis ulcerosa betroffene Hunde reagieren nicht gut auf konventionelle entzündungshemmende Medikamente wie Metronidazol, Tylosin sowie Sulfasalazin, die sich bei der Behandlung von normaler ulcerosa bewährt haben. Enrofloxacin ist eine der wenigen Antibiotika, das schnelle Besserung bewirkt, weil es sich sehr effektiv beim Abtöten von gramnegativen Bakterien erweist, die der Hauptgrund für die Entstehung der Krankheit sind.

Ulcerosa wird durch Biopsien diagnostiziert. Es wäre sinnvoll, regelmäßig die Entwurmung Ihres Hundes durchzuführen. Zweitens soll man in der Ernährung alle Nahrungsmitteln mit künstlichen Aromen, Chemikalien und Zutaten vermeiden.

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